Pestizide sind schuld am Insekten- und Vogelsterben / GRÜNE LIGA fordert neue Bundesregierung zum schnellen Handeln auf

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Pestizide sind schuld am Insekten- und Vogelsterben / GRÜNE LIGA fordert neue Bundesregierung zum schnellen Handeln auf pixabay.com
(BUP) „Wir haben es schon lange angenommen! Nun ist es wissenschaftlich belegt: Fluginsekten, die Hauptnahrung von 91 einheimischen Vogelarten haben bundesweit in den letzten 27 Jahren um 75 Prozent abgenommen. Der Einsatz von Pestiziden ist ein wichtiger Grund dafür“, erklärt Tomas Brückmann von der GRÜNEN LIGA. „Wir fordern deshalb eine drastische Reduktion des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft und ein europaweites Verbot von Neonikotinoiden und Glyphosat“, ergänzt der Umweltschützer. „Beides muss eine wichtige Aufgabe der neu gewählten Bundesregierung werden“.

Der Dachverband der Deutschen Avifaunisten (DDA) und NABU berichten von einem Vogelsterben vieler Allerweltvogelarten. Eine Ursache dafür soll die Abnahme von Fluginsekten sein. Die Brutbestände von Star, Haussperling, Buchfink und Gelbspötter haben in den letzten Jahren stark abgenommen.

Die EU-Kommission muss noch in diesem Jahr zwei wichtige Entscheidungen über den Einsatz von Pestiziden treffen. So steht Verlängerung des Herbizidwirkstoffs Glyphosat an. Gestern hat der Umweltausschuss des Europaparlaments mit großer Mehrheit (39 Ja-Stimmen, 9 Gegenstimmen und 10 Enthaltungen) gegen die Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat gestimmt. Ebenso muss die EU-Kommission über das Verbot des Einsatzes der drei Neonikotinoidwirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam, entscheiden, deren Einsatz für alle bestäuberrelevanten Kulturen europaweit seit 2013 verboten ist.  

Quelle: GRÜNEN LIGA e. V.

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