Die Bilder von Tierversuchen an Affen verlangen nach Aufklärung und Konsequenzen

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(BUP) „Die grausamen Bilder aus dem Max-Planck-Institut in Tübingen zeigen in aller Deutlichkeit, mit wie viel Leid solche Versuche an hochentwickelten und fühlenden Tieren verbunden sind. Der Zustand und die Behandlung der gezeigten Affen sind erschütternd und überschreiten nach meiner Auffassung die gesetzlichen Grenzen“, kommentierte Thekla Walker, die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg, die am Mittwoch bei Stern-TV gezeigten Aufnahmen schwer beeinträchtigter Makaken. „Versuche an Affen, die nicht freiwillig auf den Versuchsstuhl gehen, wurden durch die Behörde eindeutig verboten. Und angesichts dieser Bilder stelle ich mir durchaus die Frage, ob die Genehmigungsfähigkeit der Versuche an Primaten in Tübingen überhaupt noch gegeben ist.“
 
„In Tübingen ist jetzt das Max-Planck-Institut, aber auch das Veterinäramt zur Aufklärung aufgefordert. Die Bilder der Filmaufnahmen sprechen eine deutliche Sprache und die gezeigten Missstände erfordern eine gründliche Untersuchung, deren Ergebnisse auch veröffentlicht werden sollten“, verlangt Thekla Walker Aufklärung und Transparenz.
 
Die Grünen lehnen Tierversuche an Affen ab und setzen sich – wo immer möglich – für die Abschaffung von Tierversuchen und für den Einsatz alternativer Methoden ein. Die Grüne Landesvorsitzende Thekla Walker sieht dabei vor allem den Bund in der Pflicht Lücken im Bundestierschutzgesetz zu schließen: „Das Tierschutzgesetz muss vom Bundestag dringend überarbeitet werden. Wir brauchen ein Gesetz, das eine vollständige Abwägung über die Versuche auch im Sinne der Tiere ermöglicht und die Genehmigungs- und Kontrollpraxis für Tierversuche verschärft und transparenter gestaltet.“ Versuche mit Primaten sollten beendet werden meint Thekla Walker: „Im 21. Jahrhundert gibt es andere Möglichkeiten. Niemand muss mehr Köpfe aufsägen, um reinzusehen.“

Carsten Preiss
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