(BUP) „Eichen erholen sich, Schmetterlinge aber sterben für immer aus“: Der Grüne Forstexperte Markus Ganserer und seine unterfränkische Kollegin Kerstin Celina warnen schon jetzt vor dem geplanten, großflächigen Einsatz des Insektengifts Dimilin in nordbayerischen Wäldern. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) will dort die Schmetterlingsart Schwammspinner auf einer potentiellen Fläche von 1.500 Hektar bekämpfen. „Der flächige Gifteinsatz tötet nicht nur die Raupen des Schwammspinners, sondern auch die Raupen von mehreren hundert Schmetterlingsarten, darunter auch von einigen stark bedrohten“, warnt Markus Ganserer. „Eichen sind die Pflanzen mit der höchsten Anzahl von Schmetterlingsarten in ganz Deutschland. Wenn wir hier Gift…
(BUP) Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will die Land- und Forstwirtschaft im Freistaat möglichst schnell für den fortschreitenden Klimawandel rüsten. Dazu soll vor allem die Forschung verstärkt werden, wie Brunner am Montag bei einem Symposium in München ankündigte. „Unsere Bauern, Waldbesitzer, Gärtner und Winzer sind die Hauptbetroffenen des Klimawandels“, so Brunner. Nicht nur, weil die Zunahme von Witterungsextremen zu höheren Produktions- und Ertragsrisiken führe. Sondern auch, weil wegen der steigenden Temperaturen damit zu rechnen sei, dass sich neue Krankheiten und Schädlinge etablieren. Zudem wirke sich der Klimawandel höchst unterschiedlich auf die heute üblichen Frucht- und Baumarten aus. Umso wichtiger ist es laut…
(BUP) Der SPD-Umweltpolitiker Harry Scheuenstuhl warnt vor einem schleichenden Verfall des öffentlichen Abwassernetzes. Wie eine parlamentarische Anfrage des Landtagsabgeordneten ergeben hat, sind 14,5 Prozent der Kanäle sanierungsbedürftig. „Die Kommunen können diese Milliardenkosten nicht alleine stemmen“, betont Scheuenstuhl, „doch das Härtefallprogramm des Freistaats erweist sich mit 70 Millionen Euro als viel zu klein. Das Ergebnis: Immer mehr Kanäle verfallen, das Abwasser versickert im Boden - mit schlimmen Auswirkungen für das Grundwasser.“ Wie eine Studie der Technischen Universität München im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz ergeben hat, beläuft sich der Investitionsbedarf für die Sanierung in Bayern im Mittel auf rund 5,8…
(BUP) SPD-Umweltsprecher Harry Scheuenstuhl: Naturfreibäder und Badegewässer müssen vor dem Start der Badesaison überprüft werden. Die rund 300 ausgewiesenen Naturbäder in Bayern müssen rechtzeitig vor dem Start der neuen Badesaison auf antibiotikaresistente und multiresistente Keime überprüft werden. Zudem müssen die Überprüfungen in regelmäsigen Abständen wiederholt werden. Das fordert der Umweltsprecher der SPD im Bayerischen Landtag Harry Scheuenstuhl. Nachdem zuletzt multiresistente Keime in niedersächsischen Gewässern für Wirbel gesorgt hatten, sind antibiotikaresistente Keime nun auch in bayerischen Gewässern nachgewiesen worden, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. "Damit ist nicht zu spaßen", unterstreicht Scheuenstuhl. "Diese Keime gehören nicht in…
(BUP) Die SPD-Fraktion erhebt nach der gestrigen Untersuchungsausschuss-Sitzung zu dem durch Bayern-Ei verursachten Salmonellenausbruch scharfe Vorwürfe gegen das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Nach den Aussagen der Experten des englischen Gesundheitsdienstes Public Health England und des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist für den SPD-Verbraucherschutzexperten Florian von Brunn klar: „Es gibt einen eindeutigen und unbestreitbaren Zusammenhang der bayerischen Krankheitsfälle mit Bayern-Ei! Das beweist der übereinstimmende genetische Fingerabdruck der Salmonellenerreger.“ Laut dem Mikrobiologen Dr. Wolfgang Rabsch vom Robert-Koch-Institut konnten 16 bayerische Fälle mit der neuen Methode des Whole Genome Sequencing (WGS) so auf den niederbayerischen Eier-Produzenten zurückgeführt werden. Von Brunn übt in diesem…
(BUP) Die Erfassung der Ultrafeinstaubbelastung an amtlichen Messstellen in Bayern – das forderten die FREIEN WÄHLER am Donnerstag mit ihrem Antrag „Strategie für Ultrafeinstaub-Monitoring beim Luftverkehr entwickeln“ im Landtag. Doch die CSU-Mehrheit im Umweltausschuss stimmte gegen das Monitoring-Konzept. Das stößt bei Benno Zierer, dem umweltpolitischen Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, auf Unverständnis: „Die CSU verschließt völlig die Augen vor diesem immer drängenderen Umweltproblem, denn es ist sogar gut möglich, dass Ultrafeinstaub noch belastender ist als übermäßiger Lärm. Gerade deshalb wäre es so wichtig, dass Bayern bei der Erforschung des Umweltgiftes eine Vorreiterrolle spielt.“ Ultrafeine Staubpartikel mit einem Durchmesser von 0,1…
(BUP) Ehrenamtliche Helfer leisten einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung der bayerischen Naturheimat. Deshalb soll auch zukünftig intensiv für das Ehrenamt geworben werden. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf im Rahmen der festlichen Verleihung des "Grünen Engels" an 17 Ehrenamtliche aus Oberbayern. Scharf: "Bayern ist Ehrenamtsland. Ehrenamtliche Helfer sind das Kraftzentrum der bayerischen Naturschutzpolitik. Ihr großartiges Engagement für Natur und Artenvielfalt ist ein Segen für die Naturheimat Bayern. Ihnen gelten unser Dank und unser Respekt. Wir können stolz darauf sein, dass diese Werte im Freistaat tief verwurzelt sind." Über eine Millionen Menschen engagieren sich im Freistaat in einem anerkannten Naturschutzverband,…
(BUP) Seit November 2017 ist bekannt, dass im AKW Gundremmingen fehlerhafte Hüllrohre verbaut worden sind. Ausgetauscht haben die Kraftwerksbetreiber die Rohre bislang nicht. Für den SPD-Landtagsabgeordneten Herbert Woerlein ist das ein unhaltbarer Zustand: „Schon kleine Fehler an diesen Hüllrohren können verheerende Auswirkungen haben – deswegen ist mein Appell, dass diese Rohre unverzüglich ersetzt werden. Pannen gab es im Gundremminger AKW in der Vergangenheit schon zuhauf. Jede weitere muss vermieden werden. Im Idealfall würden die Betreiber ihren Problem-Atommeiler ohnehin schon heute ganz vom Netz nehmen.“ Woerlein sieht auch die Rolle der Staatsregierung in dieser Angelegenheit kritisch: Dort habe man bereits Anfang…
(BUP) Die bayerischen Naturschätze sind einzigartig und unverzichtbar. Um die positive Wahrnehmung und Wertschätzung der Natur in der Öffentlichkeit weiter zu verbessern, startet Bayern – mit finanzieller Unterstützung der EU, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und des Bayerischen Naturschutzfonds – ein umfassendes Kommunikationsprojekt zu Natura 2000, dem europäischen Schutzgebietsnetz. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute auf einem Staatsempfang zum ersten Bayerischen Natura 2000-Gipfel. "Der Erhalt unserer Naturheimat und der einzigartigen Landschaft in Bayern ist von herausragender Bedeutung. Die Natur bietet unersetzbare ökologische Ressourcen und ist gleichzeitig wertvoller Erlebnis- und Erholungsraum. Das Schutzgebietsnetz Natura 2000 spielt dabei eine herausragende Rolle.…
(BUP) Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Naturschutzleistungen und ist ein wesentliches Element der Naturschutzpolitik im Freistaat. Das betonte heute die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf. "Unsere wertvolle bayerische Naturvielfalt wollen wir auch für künftige Generationen erhalten. Wir brauchen ein starkes Zusammenwirken unmittelbar mit der Gesellschaft. Unser Vertragsnaturschutzprogramm beweist seit vielen Jahren, dass sich eine maßvolle Nutzung von Flächen und Belange des Naturschutzes nicht ausschließen. Im Gegenteil: Eine naturverträgliche Landnutzung kann Artenreichtum schaffen und erhält unsere Kulturlandschaften. Den erfolgreichen bayerischen Weg setzen wir auch 2018 konsequent fort", so Scharf. In diesem Jahr stehen nach der Erhöhung der Mittel im letzten Doppelhaushalt über…
(BUP) Dass der Wald Herz, Hand und Verstand gleichermaßen bewegt, zeigt derzeit die Deutsche Forstwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Als eine der Hauptattraktionen entpuppt sich dabei die hölzerne Wissensbahn mit allerlei spannenden Fragen rund um das Multitalent Wald. Auch Bayerns Forstminister Helmut Brunner schaute bei seinem Rundgang vorbei und absolvierte den auch baulich reizvollen Parcours – natürlich fehlerfrei, schließlich ist Brunner nicht nur langjähriger Fachminister sondern auch selbst Waldbesitzer. Begleitet wurde er von Georg Schirmbeck, dem Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrats. Die beiden Wald-Botschafter nutzten die Gelegenheit für einen fachlichen Austausch und rührten kräftig die Werbetrommel für die…
(BUP) Die Naturvielfalt Bayerns lässt sich am besten erleben, indem man direkt und hautnah eigene Eindrücke vor Ort sammelt – und dann die eindrucksvollsten Momente auf der Kamera festhält. Der vom Bayerischen Umweltministerium gemeinsam mit dem Museum Mensch und Natur ausgerichtete und bayernweite Fotowettbewerb "Natur im Fokus" ermuntert Kinder und Jugendliche, die Natur vor der Haustüre zu entdecken. Heute wurden die Preisträger für ihre außergewöhnlichen Aufnahmen ausgezeichnet. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte dazu: "Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Unterstützung für die anstehenden Mammutaufgaben wie die Erhaltung der biologischen Vielfalt und den Klimawandel. Der Wettbewerb soll Kindern und Jugendlichen eine…
(BUP) Das erfolgreiche Projekt zum Management von Wildgänsen am Altmühlsee (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) und im Maintal zwischen Bamberg und Haßfurt wird fortgesetzt. Das hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner entschieden. „Das Projekt hat uns in den letzten drei Jahren große Verbesserungen gebracht und erheblich zur Befriedung vor Ort beigetragen“, sagte der Minister in München. Von den gewonnenen Erkenntnissen sollen Brunner zufolge künftig weitere Regionen profitieren, in denen es zu Konflikten mit den Tieren und der Landwirtschaft oder dem Tourismus kommt. Deshalb stehen die Wildgänse-Experten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ab sofort auch Betroffenen aus Problemregionen außerhalb der Projektgebiete mit Rat und Tat zur…
(BUP) Planmäßig wird in diesen Tagen Block B des AKW Gundremmingen vom Netz genommen. Für den schwäbischen SPD-Abgeordneten Herbert Woerlein kein Grund zur Zufriedenheit oder gar Freude: „Um die Sicherheit der Bevölkerung sicherzustellen, muss sofort auch Block C abgeschaltet werden!“ Woerlein begründet seine Forderung mit den zahlreichen Pannen im AKW und mit der ungenügenden Informationspolitik der Kraftwerksbetreiber. Sein Dringlichkeitsantrag zum Austausch fehlerhaften Materials wurde im Bayerischen Landtag erst vor wenigen Wochen abgelehnt. „Ich hätte auf jeden Fall erwartet, dass die Betreiber die defekten Hüllrohre für Brennelemente austauschen. Die Schweizer haben verantwortungsbewusster gehandelt und die im AKW Leibstadt verbauten fehlerhaften Teile…
(BUP) Martin Stümpfig fordert Abschaltung auch von altersschwachen Block C – Weiterlaufen sicherheitstechnisch weder begründbar noch nachvollziehbar. „Wir sind froh, dass in Gundremmingen mit dem Reaktor B zum Jahreswechsel wenigstens ein Block stillgelegt wird. Noch vier weitere Jahre läuft allerdings der Block C – gleiche Bauart, genauso alt“, erklärt der energiepolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Martin Stümpfig. „Diese Entscheidung ist sicherheitstechnisch weder begründbar noch nachvollziehbar. So bleibt das AKW Gundremmingen wegen der vielen technischen Mängel eine tickende Zeitbombe, jetzt eben mit halber Sprengkraft.“ Der Block C in Gundremmingen ist der letzte Siedewasserreaktor in Deutschland, der noch eine Betriebsgenehmigung hat. Alle anderen…