(BUP) Planmäßig wird in diesen Tagen Block B des AKW Gundremmingen vom Netz genommen. Für den schwäbischen SPD-Abgeordneten Herbert Woerlein kein Grund zur Zufriedenheit oder gar Freude: „Um die Sicherheit der Bevölkerung sicherzustellen, muss sofort auch Block C abgeschaltet werden!“ Woerlein begründet seine Forderung mit den zahlreichen Pannen im AKW und mit der ungenügenden Informationspolitik der Kraftwerksbetreiber. Sein Dringlichkeitsantrag zum Austausch fehlerhaften Materials wurde im Bayerischen Landtag erst vor wenigen Wochen abgelehnt. „Ich hätte auf jeden Fall erwartet, dass die Betreiber die defekten Hüllrohre für Brennelemente austauschen. Die Schweizer haben verantwortungsbewusster gehandelt und die im AKW Leibstadt verbauten fehlerhaften Teile…
(BUP) Martin Stümpfig fordert Abschaltung auch von altersschwachen Block C – Weiterlaufen sicherheitstechnisch weder begründbar noch nachvollziehbar. „Wir sind froh, dass in Gundremmingen mit dem Reaktor B zum Jahreswechsel wenigstens ein Block stillgelegt wird. Noch vier weitere Jahre läuft allerdings der Block C – gleiche Bauart, genauso alt“, erklärt der energiepolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Martin Stümpfig. „Diese Entscheidung ist sicherheitstechnisch weder begründbar noch nachvollziehbar. So bleibt das AKW Gundremmingen wegen der vielen technischen Mängel eine tickende Zeitbombe, jetzt eben mit halber Sprengkraft.“ Der Block C in Gundremmingen ist der letzte Siedewasserreaktor in Deutschland, der noch eine Betriebsgenehmigung hat. Alle anderen…
(BUP) Umweltschutz schafft in Bayern Arbeitsplätze und Wohlstand. Das zeigen die neuen Daten zu Umsatz und Beschäftigung in der deutschen Umweltwirtschaft. Die Bayerische Umweltwirtschaft ist weiter mit Abstand führend in Deutschland. Anlässlich der aktuellen Veröffentlichung von Zahlen zur Umweltwirtschaft in Deutschland betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: "Bayern ist erneut bundesweiter Spitzenreiter in der Umweltwirtschaft. Mit einem Umsatz von 24,6 Milliarden Euro im Jahr 2014 wird mehr als jeder fünfte Euro der gesamten deutschen Umweltwirtschaft in Bayern erzielt. Hervorragend sind die Umsätze im Bereich Klimaschutz: Knapp 30 Prozent der deutschen Umsätze werden in Bayern generiert. Die Zahlen…
(BUP) Dringlichkeitsantrag soll CSU-Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt in die Pflicht nehmen - SPD-Abgeordnete Florian von Brunn und Ruth Müller in großer Sorge um das Überleben der Bienen. Glyphosath war nur der Anfang, mindestens genauso verheerend für die Bienen sind die sogenannten Neonicotinoide. Die EU-Kommission hat die Gefahren erkannt und schlägt bei den derzeitigen Beratungen mit den Fachministern der Mitgliedsländer vor, das Insektengift weitgehend zu verbieten. In einem Dringlichkeitsantrag ruft die SPD-Landtagsfraktion die Staatsregierung dazu auf, sich hinter den Schutz der Bienen und sonstigen Nutzinsekten zu stellen. Der Hintergrund: das Verhalten des amtierenden Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt von der CSU. Der SPD-Umweltpolitiker Florian von…
(BUP) In der elften Sitzung des Untersuchungsausschusses Ei stellt sich heraus, dass bei der Firma Bayern-Ei der Tierschutz mit Füßen getreten wurde, während die Behörden zusahen. „Insgesamt waren circa zehn Prozent (50.000) mehr Legehennen im Stall, in manchen Käfigen hausten doppelt so viele Hühner wie erlaubt“, kritisiert Rosi Steinberger, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen und grünes Mitglied im Untersuchungsausschuss Ei. „Wie kann man so etwas nicht sehen? Und natürlich ist sowas ein guter Nährboden für Erreger wie Salmonellen.“ Es besteht der Verdacht, dass die Behörden im Bereich Tierschutz keine Anordnungen gegenüber dem Unternehmer ausgesprochen haben, die den Empfehlungen der TierschutzexpertInnen des…
(BUP) Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist eine zentrale Zukunftsaufgabe auch für die bayerischen Unternehmen. Das unterstrich die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München. "Bayerns Unternehmen sollen klimafit werden. Der Klimawandel ist Fakt und macht auch vor unseren Toren nicht halt. In vielen Unternehmen spielt das Thema bereits heute eine große Rolle und wirkt sich auf langfristige Geschäftsstrategien aus. Ein Manager für die Anpassung an den Klimawandel kann dabei wichtige Impulse geben und das eigene Unternehmen fit für die Zukunft machen", so Scharf. Um die bayerische Wirtschaft bei diesem Zukunftsthema zu unterstützen, hat das Bayerische Umweltministerium die…
(BUP) SPD-Abgeordneter Herbert Kränzlein moniert mangelnde Kenntnis des Umweltministeriums über Zustand der Wasser- und Abwasserrohre. Die Sanierung der Wasser- und Abwassersysteme in Bayern ist ein lebenswichtiges Thema. Doch die Bayerische Staatsregierung lässt es sträflich schleifen, wie der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Herbert Kränzlein mit einer parlamentarischen Anfrage herausgefunden hat. So ist dem Umweltministerium nicht bekannt, wie hoch der Anteil der zu sanierenden Wasserrohre überhaupt ist. Kränzlein ist fassungslos: „Das ist ein Offenbarungseid für die Staatsregierung. Es geht hier um eine der wichtigsten Infrastrukturen des Freistaates. Sauberes Trinkwasser und der Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen sind elementare Aufgaben. Ohne Informationen über den aktuellen…
(BUP) Bayerns naturnahe Flussauen sind Hotspots der Biodiversität. Mit ihrem natürlichen Wechsel von Trockenheit und Flut zählen Auen zu den artenreichsten Lebensräumen in ganz Mitteleuropa. Ziel des Auen-Programms Bayern ist deshalb der dauerhafte Schutz aller intakten Auen sowie ihre Entwicklung. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute bei der Eröffnung der 5. Bayerischen Auen-Konferenz in Bad Aibling. Scharf: "Vom Schutz der Auen profitieren Mensch und Natur. Unsere bayerischen Flussauen sind eine moderne Arche Noah: Hier leben Tiere und Pflanzen, die es sonst kaum mehr gibt. Mit unserem bayerischen Auen-Programm schützen wir diese großartigen Landschaften. Auen haben große Bedeutung für…
(BUP) Das alarmierende Insektensterben in Bayern beschäftigt auf Antrag der SPD-Fraktion am Donnerstag den Umweltausschuss des Landtags. Der Umweltpolitiker Florian von Brunn verlangt Sofortmaßnahmen, wie ein Verbot von Pestiziden im privaten Gartenbau und eine erhebliche Reduzierung von Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Landwirtschaft: „Eine Studie des Umweltbundesamtes geht davon aus, dass eine Reduzierung um bis zu 50 Prozent ohne gravierende Ertragseinbußen möglich wäre. Wir können nicht viele Jahre darauf warten, bis weitere wissenschaftliche Studien Detailergebnisse zeigen. Wer jetzt zögert, muss damit rechnen, dass es für eine Rettung der heimischen Insekten zu spät sein wird. Wir müssen ihr Aussterben jetzt verhindern.“Im Oktober wurde…
(BUP) Ein nachhaltiger Umgang mit wertvollen Rohstoffen ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute anlässlich der Veröffentlichung einer neuen Broschüre zum Thema Baustoffrecycling. "Ressourcenschonung ist ein zentraler Wettbewerbs- und Standortfaktor im 21. Jahrhundert. Das Wirtschaftswachstum muss langfristig vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden. Ein funktionierender Markt für Recycling-Baustoffe ist ein wichtiger Baustein für die Bauwirtschaft von morgen. Mit der neuen Broschüre geben wir den Beteiligten eine wertvolle Arbeitshilfe an die Hand, wie durch intelligente Verwendung von recyceltem Material Geld und Ressourcen gespart werden können", so Scharf. Mit der neuen Broschüre erhalten Gemeinden, sonstige Bauherren…
(BUP) In der Landeshauptstadt haben heute zahlreiche Bergbauern für einen besseren Schutz vor Wölfen demonstriert – und stoßen damit ins gleiche Horn wie die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, die schon lange den hohen Schutzstatus von Wölfen kritisiert. „Wölfe sind nicht mehr vom Aussterben bedroht, deshalb ist der jetzige strenge Schutzstatus des Wolfs auch nicht mehr zeitgemäß“, betont der Fraktionsvorsitzende Hubert Aiwanger. „Der Schutzstatus des Wolfs muss von Anhang 4 in Anhang 5 der FFH-Richtlinie geändert werden, wodurch seine Bejagung erleichtert wird. Wolf und Bergweide sind unvereinbar – wir müssen uns für eines entscheiden.“ Dr. Leopold Herz, agrarpolitischer Fraktionssprecher, ergänzt: „Immer mehr…
(BUP) Das Imkern liegt in Bayern im Trend: Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, sind in den vergangenen fünf Jahren 4 000 neue Imkerinnen und Imker in die Bienenhaltung eingestiegen. Damit ist die Anzahl der aktiven Imker auf rund 35 000 angewachsen, das sind so viele wie in keinem anderen Bundesland. Aufgrund des guten Wetters in diesem Sommer hat im Schnitt jedes der von ihnen betreuten rund 300 000 Bienenvölker 27 Kilo Honig eingebracht. Die Ober- und Niederbayern lagen mit 21 und 22 Kilo etwas darunter, Spitzenreiter sind in diesem Jahr die Oberpfälzer Imker mit 41 Kilo pro Bienenvolk.…
(BUP) AKW-Betreiber wollen fehlerhafte Brennstäbe nicht austauschen - Bevölkerung wurde wieder einmal nicht informiert. Der SPD-Politiker Herbert Woerlein fordert die sofortige Abschaltung des Atomkraftwerks in Grundremmingen. Anlass sind fehlerhafte Brennelemente, die nicht ausgetauscht werden sollen. "Ich verstehe nicht, wie man so verantwortungslos mit der Sicherheit der Bevölkerung umgehen kann!", kritisiert der Augsburger SPD-Abgeordnete im Bayerischen Landtag. "Es ist zudem mal wieder typisch, dass die Öffentlichkeit nicht informiert wird und der Fall erst durch die Presse publik wurde. Die Betreiber von Grundremmingen haben offensichtlich aus den Skandalen der letzten Jahre nichts gelernt und bleiben ihrem alten Muster treu: Verschweigen und mauern."…
(BUP) „Im Atomkraftwerk Gundremmingen sind fehlerhafte Brennelemente im Einsatz und der Betreiber RWE lässt die Reaktoren einfach weiterlaufen“, sagt der energiepolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Martin Stümpfig, und verweist auf einen Bericht des Schweizer Fernsehens. Offenbar sind beim Hersteller der Brennelemente, einem französischen Werk der Firma AREVA, über Jahre hinweg immer wieder Fehler bei der Qualitätssicherung vorgekommen. Dort hergestellte fehlerhafte Hüllrohre wurden nicht aussortiert, sondern zur Weiterverarbeitung zur Brennelemente-Herstellung nach Lingen geschickt. Solche fehlerhaften Brennelemente wurden dann unter anderem zum Schweizer Siedewasserreaktor Leibstadt und nach Gundremmingen geliefert. „Im AKW Leibstadt wurden die mangelhaften Brennelemente ausgetauscht und frisch angelieferte Brennelemente mit dem…
(BUP) Immer mehr Kommunen und Unternehmen in Bayern machen mobil gegen die Flut von Coffee-to-go-Bechern. Sie setzen auf Mehrweg und befüllen mitgebrachte Tassen und Becher der Kunden oder bieten sogar eigene Mehrwegbecher an. Das ist eine Erkenntnis des 3. Runden Tisches im Bayerischen Umweltministerium zur Reduzierung der Einwegbecher. Mit Blick auf die laufende Europäische Woche der Abfallvermeidung zog die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute eine optimistische Bilanz: "Fast 3 Milliarden Coffee-to-go-Becher verbrauchen die Deutschen pro Jahr. Wir wollen den riesigen Berg von Einwegbechern in Bayerns Städten abbauen. Coffee-to-go im Mehrwegbecher soll selbstverständlich werden. Das steigende Interesse an unserem Runden Tisch…