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Wölfe in Bayern schützen - Vernünftiges Wolfsmanagment statt Panikmache

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Wölfe in Bayern schützen - Vernünftiges Wolfsmanagment statt Panikmache Herbert Woerlein - bayernspd-landtag.de
(BUP) SPD-Tierschutzsprecher Woerlein: Anstatt die stark gefährdeten Tiere abzuschießen, sollten Bauern, deren Nutztiere gerissen werden, fair entschädigt werden. Der tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Herbert Woerlein fordert ein vernünftiges Wolfsmanagment in Bayern. Hintergrund: Die CSU hat heute (02.02.2017) im Umweltausschuss zusammen mit den Stimmen der Freien Wähler einer Herabsetzung der Schutzstandards für Wölfe zugestimmt. Das heißt, dass die Tiere zukünftig von Jägern abgeschossen werden dürfen. Ein entsprechender Gegenantrag der SPD-Fraktion wurde abgelehnt. "Der Wolf wurde vor 150 Jahren in Bayern ausgerottet. Dass er jetzt zurückkommt, ist doch eine höchst erfreuliche Nachricht. Deutschlandweit gibt es im Moment etwa 65 Wolfsrudel, Platz wäre für bis zu 450 Rudel", unterstreicht Woerlein. "Der Wolf ist höchst menschenscheu. Was die CSU hier betreibt, ist reine Panikmache!"

Ein Problem sei aber tatsächlich, dass der Wolf in Ausnahmefällen Nutztiere reiße, erklärt der SPD-Abgeordnete: "Wegen dieser seltenen Fälle die Tiere aber wieder komplett aus Bayern zu vertreiben, halte ich für vollkommen überzogen." Stattdessen solle es Entschädigungszahlungen für die betroffenen Bauern geben, schlägt Woerlein vor. "Der Staatsregierung würden dadurch noch nicht einmal extra Kosten entstehen. „Die Entschädigungszahlungen können nämlich ohne Probleme aus einem Fonds gedeckt werden. Dieser würde durch Spenden von Tier- und Umweltorganisationen gespeist. In Österreich und der Schweiz wird das sehr erfolgreich so praktiziert."

Quelle: bayernspd-landtag.de

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