Besserer Schutz für den Gartenschläfer / Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

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Besserer Schutz für den Gartenschläfer / Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt Svenja Schulze - wissenschaft.nrw.de - Dietmar Wadewitz
(BUP) Der Gartenschläfer, der „kleine Bruder“ des Siebenschläfers, gehört zu den un-bekannteren heimischen Arten und ist noch wenig erforscht. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten in ganz Europa drastisch zurückgegangen. Dem soll ein jetzt gestartetes Projekt entgegenwirken, das im Bundesprogramm Biologi-sche Vielfalt gefördert wird. Das Projekt wird die Art näher untersuchen, kurz-fristige Schutzmaßnahmen ergreifen und ein bundesweites Schutzkonzept er-arbeiten. In sechs Bundesländern soll das Konzept anschließend gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern umgesetzt werden. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit etwa 3,6 Millionen Euro. Es läuft bis zum Jahr 2024 und wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich begleitet.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der Gartenschläfer ist eine von vielen seltenen Arten, über die wir immer noch viel zu wenig wissen.
Dieses Projekt soll Abhilfe schaffen. Engagierte Bürgerinnen und Bürger können einen wichtigen Beitrag leisten zum besseren Verständnis dieser bisher wenig erforschter Art. Die von Ehrenamtlichen in einem Online-Meldesystem gesammelten Daten werden genutzt, um ein umfassendes Schutzkonzept für den Gartenschläfer zu erarbeiten. Unser Ziel ist, den Bestand dieser gefährdeten Art zu sichern.“

BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel: „Gesammelt werden Haarproben des Gartenschläfers, die anschließend genetisch untersucht werden. Daraus wird dann ersichtlich, wo eine Ver-netzung von Lebensräumen besonders sinnvoll und notwendig ist, wo Tiere aus Wildtier-auffangstationen wieder ausgewildert werden sollten und welche Bestände vorrangig durch eine Verbesserung ihrer Lebensräume geschützt werden müssen. Wir erwarten auch Er-kenntnisse zu Wanderbewegungen und zum räumlichen Verhalten einzelner Tiere sowie über die genetische Vielfalt innerhalb dieser Art.“

Der Gartenschläfer gehört zur Familie der Bilche, ist nachts aktiv und hält etwa fünf Mona-te Winterschlaf. Seine Verbreitung, Genetik sowie die Ursachen für den drastischen Rück-gang der Art werden in dem jetzt gestarteten Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Justus-Liebig-Universität Gießen gemeinsam mit Ehrenamtlichen untersucht.

Dort, wo bereits bekanntermaßen Gartenschläfer vorkommen, werden von Projektbeginn an Sofortmaßnahmen umgesetzt. Beispielsweise sollen kleinräumig Habitate verbessert und vernetzt und zusätzliche Versteck- und Nistmöglichkeiten geschaffen werden.

Das Projekt läuft von Oktober 2018 bis September 2024 und wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit rund 3,6Millionen Euro gefördert.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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