Plastik / Schulze / Müller: Bettina Hoffmann MdB: Erwarte mehr als laue Ankündigungen

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Plastik / Schulze / Müller: Bettina Hoffmann MdB: Erwarte mehr als laue Ankündigungen Bettina Hoffmann - bettina-hoffmann.info
(BUP) Zu den Äußerungen der Minister Schulze und Müller zum Thema Plastik erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN: „Ich erwarte von Frau Schulze konkrete Handlungen anstatt lauer Ankündigungen der Abschiebung der Verantwortung nach Brüssel. Schweden hat Mikroplastik in bereits verboten - diesem Beispiel muss Deutschland folgen. Es kann für die Umwelt wenig Gutes bedeuten, wenn Frau Svenja Schulze sich bei den Forderungen zur Eindämmung der Plastikflut von Gerd Müller überholen lässt. In keinem EU-Land fällt pro Kopf so viel Verpackungsmüll an wie in Deutschland. Auch dieser Fakt müsste Frau Schulze zum Handeln bewegen. Reine Appelle an die Verbraucherinnen und Verbraucher adressieren die falsche Zielgruppe, wenn die Industrie und der Handel immer mehr auf Plastik und Verpackungen setzen. Wir brauchen neue politische Rahmenbedingungen für die Plastik- und Verpackungswirtschaft.
Ein erster Schritt wäre es, sich den Überlegungen der EU-Kommission anzuschließen, und der Verschwendung von Einmal-Produkten aus Plastik den Riegel vorzuschieben.

Der an sich wertvolle Werkstoff Plastik wird viel zu oft verschwendet. Die Subventionierung von Plastikmüll muss ein Ende haben. Es kann nicht sein, dass der Staat Erdöl zur Produktion von Kunststoffen nicht besteuert – im Gegensatz zur Verwendung von Erdöl für Kraftstoffe. Damit subventioniert der Staat den Plastikwahn pro Jahr mit mindestens 780 Mio. Euro.

Die Bundesregierung hat sich viel zu lange auf der vermeintlichen Vorreiterrolle des Recyclingweltmeisters Deutschland ausgeruht. Oberstes Ziel muss die Müllvermeidung sein, durch mehr Mehrweg und langlebige Produkte.“

Quelle: Dr. Bettina Hoffmann MdB / BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

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