DTV-Statement zur EU-Pauschalreiserichtlinie

Sondermeldung*

„Tourismusorganisationen, die als Reisevermittler tätig sind, können nun endlich aufatmen: Die Gefahr, beim Zusammenstellen und Abrechnen der sogenannten ‚verbundenen Reiseleistungen‘ versehentlich wie ein Reiseveranstalter zu haften, ist gebannt. Statt aufwendig jede Reiseleistung einzeln und getrennt voneinander zu bezahlen, soll am Ende ein gemeinsamer Bezahlvorgang stehen. Jedem Kundengespräch soll zudem ein neutrales Beratungsgespräch vorangehen. Damit ist diese Kuh vom Eis“, sagt Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). Gestern hatte Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, auf einer...

Zu den Vorschlägen von Umweltministerin Hendricks für eine stärkere Regulierung der Massentierhaltung erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender

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Zu den Vorschlägen von Umweltministerin Hendricks für eine stärkere Regulierung der Massentierhaltung erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter - toni-hofreiter.de - Stefan Kaminski
(BUP) „Es ist begrüßenswert, dass die SPD endlich aufgewacht ist und erkannt hat, dass es bei dem Thema um deutlich mehr geht als um Currywurst. Wir brauchen einen Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung, denn sie schadet unserer Gesundheit und unserer Umwelt und verursacht millionenfaches Tierleid. Frau Hendricks greift Vorschläge auf, die wir Grüne seit langem einfordern. Die Megamastanlagen müssen eingedämmt werden. Die Privilegierung von Tierfabriken und Genehmigungs-Trickserei müssen ein Ende haben. Der Immissionsschutz muss gestärkt und unser Grundwasser geschützt werden. Anwohnerinnen und Anwohner brauchen mehr Mitbestimmungsrechte gegen neue Megaställe. Damit es den kleinen und mittleren Bäuerinnen und Bauern wieder besser geht, muss die unfaire Privilegierung und Subventionierung von Großbetrieben beendet werden.

Frau Hendricks bleibt jedoch den Beweis schuldig, dass ihr Vorstoß mehr ist als ein Wahlkampfmanöver. Sie muss mit ihren Plänen noch an Minister Massentierhaltung, Christian Schmidt, vorbei. Widerstand ist sicher: Die Union und die Agrarlobby setzen weiter auf das gescheiterte System „immer mehr, immer billiger“.

Quelle: gruene-bundestag.de

2 Kommentare

  • wolfgang Otten

    An
    Dr. H. Tilgner (stellv. Vorsitzender AGfaN e.V. - Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung)

    Könnten Sie denn nicht wenigsten bei der Neuaufstallung un derzeit wieder zu sperrgebieten erklärten vorherigen Keulungsbetrieben dafür sorgen, dass strengste Umwelt Auflagen eingehlten werden und der Arzneikonsum zu verringern ist auf ein Z.B. Dänische Mass?

    wolfgang Otten Donnerstag, 26. Januar 2017 19:11 Kommentar-Link
  • Dr. H. Tilgner (stellv. Vorsitzender AGfaN e.V. - Arbeitsgemeinschaft für artgerechte  Nutztierhaltung)

    Das Baurecht ist ein wichtiges Instrument, um industrielle Massentierhaltung auszuhebeln. Dies dient sowohl dem Tierschutz wie auch dem Schutz der Menschen vor Risiken. Der Vorschlag von Frau Hendricks geht in die richtige Richtung, geht aber nicht weit genug. Anzusetzen wäre etwa auch bei baulichen Erfordernissen im INNEREN der Ställe: z. B. mehr Platz pro Tier (d. h. geringere Besatzdichte), größere Liegeflächen, Abkehr vom Betonspaltenboden (durch den grobe Verletzungen der Tiere an Läufen und Gelenken entstehen), statt dessen weiche Liegeflächen, bessere Beleuchtung (statt permanentes Dämmerlicht, das eingesetzt wird, um die Tiere in dem extrem engen Raum pro Tier ruhigzustellen), Verbot tierschutzwidriger baulicher Einrichtungen wie z. B. der Kastenstände in der Sauenhaltung usw. Durch die dadurch erreichbare geringere Besatzdichte würde durch weniger Krankheiten auch die Höhe der massiven Antibiotikagaben sinken.
    Ein zweiter Ansatzpunkt ist die Unterbindung von EMISSIONEN: z. B. baurechtliche Auflagen zur Durchsetzung besserer Filteranlagen gegen die gesundheitsgefährdenden Emissionen aus den Betrieben. Hierzu zählen auch die hochgefährlichen multiresistenten Keime, die in den Stallungen durch die massiven Antibiotikagaben regelrecht „gezüchtet“ werden und durch Abluft und Gülle ins Freie gelangen und damit z. B. an die im Freien angebauten Nahrungsmittel. Gegen diese Keime hilft z. T. kaum noch ein Antibiotikum. Die von der Politik geforderte Verringerung der Antibiotikagaben wurde in der Massentierhaltung dadurch teilweise erreicht, daß man verstärkt ausgerechnet sogen. Reserveantibiotika verabreicht (!), die stärker wirken, aber die allerletzten Reserven für die Humanmedizin bilden. Zu diesem hochbrisanten Thema gab es bereits zahlreiche Fachtagungen und fachlich kompetent besetzte Podiumsdiskussionen. Ein Ansatzpunkt ist die Abschaffung der Massentierhaltungen.
    Zu den Emissionen zählt auch der Massenausstoß von Gülle, die z. T. auf die Felder ausgebracht wird. Dadurch kommt es zu einer hohen Nitratbelastung des Grundwassers. Beispielsweise im Emsland ist dies besonders schwerwiegend. Hier hatte selbst die EU gegen Deutschland bereits ein Verfahren eingeleitet wegen der Grundwasserbelastung durch Nitrat.

    Dr. H. Tilgner (stellv. Vorsitzender AGfaN e.V. - Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung) Mittwoch, 24. August 2016 19:38 Kommentar-Link

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