Gerber fordert vom Bund verlässliche und vernünftige Rahmenbedingungen für die Energiepolitik / Wirtschaftsminister heute beim Jahresempfang von LBGR und WFBB in Cottbus

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Gerber fordert vom Bund verlässliche und vernünftige Rahmenbedingungen für die Energiepolitik / Wirtschaftsminister heute beim Jahresempfang von LBGR und WFBB in Cottbus Albrecht Gerber - mwe.brandenburg.de - MWE
(BUP) Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber fordert vom Bund „verlässliche und vernünftige energiepolitische Rahmenbedingungen - für die Zukunft des Industriestandortes Deutschland“. Beim gemeinsamen Jahresempfang des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) in Cottbus sagte der Minister: „Für die Zukunft der Lausitz sind wir alle gemeinsam verantwortlich: der Bund, die Länder Brandenburg und Sachsen sowie die Kreise und Kommunen. Vor allem braucht die Lausitz eine Entwicklung aus sich selbst heraus. Die Unternehmen sind gefragt, neue Märkte und Geschäftsfelder zu erschließen. Hier wurden bereits gute und mutige Wege eingeschlagen. Die Lausitz hat begonnen, sich zu organisieren. Aber was den Rahmen anbetrifft, geht es nicht ohne den Bund. Da werden wir ihn in die Pflicht nehmen.“
 
Gerber weiter: „Die Lausitz durchlebt bewegte Zeiten. Die LEAG hat sich in ihrem Ende März vorgelegten Regionalkonzept für viele weitere Jahre zur Braunkohleverstromung und zu ihrem Engagement in der Lausitz bekannt. Dieses Bekenntnis zum Braunkohle-Geschäft bedeutet Stabilität und Sicherheit für die Region.“ Das Wirtschafts- und Energieministerium werde das LEAG-Konzept genau analysieren und die Ergebnisse in die Weiterentwicklung der „Energiestrategie 2030“ einfließen lassen. Gerber unterstrich, dass es kein politisch festgesetztes Ausstiegsdatum aus der Braunkohleverstromung geben könne: „Zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist, dass die erneuerbaren Energien Unternehmen und Haushalte sicher und zu international wettbewerbsfähigen Preisen versorgen können. Davon sind sie derzeit noch weit entfernt sind. Deshalb brauchen wir die Lausitzer Braunkohle.“
 
Damit die Wirtschaft in Brandenburg auch weiterhin gut vorankomme, bedürfe es gut ausgebildeter Fachkräfte, so der Minister weiter. „Kompetente und motivierte Beschäftigte sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für unsere Unternehmen“, hob Gerber hervor. Bei der Suche nach geeigneten Kräften zahle sich aus, dass Brandenburg als erstes Bundesland Wirtschafts- und Arbeitsförderung aus einer Hand biete. „Bei uns stehen Brandenburg, seine Wirtschaft und der Mensch im Mittelpunkt“, sagte Minister Gerber mit Bezug auf den Namenszusatz „Standort.Unternehmen.Menschen“ der seit diesem Monat unter Wirtschaftsförderung Brandenburg firmierenden Fördergesellschaft:
 
Er lobte Landesbergamt und Wirtschaftsförderung als „wichtige Partner bei der Stärkung und Weiterentwicklung der Lausitz als Energieregion, als Standort für Industrie und Innovationen, als Tourismusdestination sowie als Lebens- und Kulturraum“.
 
Quelle: mwe.brandenburg.de

1 Kommentar

  • Peter Redlich

    Gerber ist selbst bekennender Kohlelobbyist. Seine Ablehnung Rekultivierungsgelder der LEAG zu sichern sagt alles. So lange Politiker an der "Brückentechnologie Braunkohle" festhalten anstatt die Lausitz als Vorreiterland der Energiewende zu präsentieren wird es auch keine Hilfe von der Bundesregierung geben. Bei 90000 fehlenden Arbeitskräften ab 2020 zieht auch das Totschlag Argument Arbeitsplätze nicht mehr.

    Peter Redlich Freitag, 21. April 2017 16:15 Kommentar-Link

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