(BUP) Deutschland kann 36 der ältesten Kohlekraftwerke sofort abschalten und dabei weiterhin eine sichere Stromversorgung garantieren. Die Bundesregierung würde mit diesem Schritt 70 Millionen Tonnen CO2 einsparen, ihre Klimaziele erreichen und den Strommarkt stärken. Das belegt eine aktuelle Studie von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace.„Deutschland kann ohne Probleme die Notbremse bei der Kohleverstromung ziehen“, sagt Tobias Austrup, Energieexperte von Greenpeace. „Die Bundesregierung ginge damit einen konsequenten Schritt hin zu mehr Klimaschutz. Und sie würde die internationale Blamage vermeiden, die eigenen Klimaziele krachend zu verfehlen.“Das Institut Energy Brainpool hat untersucht, wie der europäische Strommarkt reagierte, wenn die Konzerne die hiesigen…
(BUP) Im Hamburger Hafen kommen die Kreuzfahrtschiffe künftig an die Steckdose. Das Bundesumweltministerium hat angekündigt, den Bau einer Landstromanlage in Altona und die Einrichtung einer Flüssiggas-Barge am Terminal HafenCity mit 3,7 Millionen Euro zu unterstützen. Die Grünen bewerten dies als wichtigen Beitrag zur Luftverbesserung im Hafen. Dr. Anjes Tjarks, Fraktionsvorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion und hafenpolitischer Sprecher, sagt dazu: „Das Landstrom-Konzept der Hamburg Port Authority konnte in Berlin offensichtlich überzeugen. Mit den 3,7 Millionen vom Bund kommen wir unserem Ziel eines grünen Hafens einen großen Schritt näher. Bald können wir die Kreuzfahrtschiffe in Hamburg an die Steckdose stecken. Bislang mussten die…
(BUP) Gegen den steigenden Anteil von Kohle-Kraftwerken am deutschen Quecksilber-Ausstoß demonstrierten Greenpeace-Aktivisten gestern an sieben Kraftwerken.Die Umweltschützer projizierten „Kohle ist giftig“ sowie die jeweilige Menge Quecksilbers auf die Kraftwerke, die zu den schmutzigsten in Deutschland gehören. „Die Kraftwerksbetreiber haben bislang versagt, die giftigen Emissionen zu senken“, sagt Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. „Die Bundesregierung muss endlich die Menschen vor dem Gift aus den Schloten schützen, anstatt die Kohleindustrie vor überfälligen Nachrüstungen zu bewahren.“ Kraftwerksbetreiber sind rechtlich verpflichtet, den Ausstoß von Quecksilber zu senken, wie eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace zeigt.Neueste Daten des Umweltbundesamtes zeigen: Der Anteil der Kohlekraftwerke am deutschen…
(BUP) Greenpeace-Aktivisten haben ihren Protest gegen die Ölausbeutung der Arktis auf einer Ölplattform von Shell im Nordpazifik beendet. In der Nacht verließen die sechs Männer und Frauen die „Polar Pioneer“, die derzeit mit einem 225 Meter langem Spezialschiff in die Arktis transportiert wird. Wegen schlechten Wetters mussten die Aktivisten aus Sicherheitsgründen auf die „Esperanza“ zurückkehren.Vor einer knappen Woche waren die Umweltschützer mit Schlauchbooten zur 38.000 Tonnen schweren Plattform übergesetzt und berichteten in Sozialen Medien über ihre Aktion. An der Plattform hinterlassen sie ein 20 mal 5 Meter großes Banner mit sechs Millionen Unterschriften von Menschen, die sich zusammen mit den…
(BUP) Am Sonntag, den 12.4. beginnt an Kanadas Ostküste offiziell die diesjährige kommerzielle Robbenjagd. 400.000 Sattel-Robben dürfen in den nächsten Wochen laut der vom kanadischen Fischereiministerium (DFO) herausgegebenen Quote getötet werden.Trotz jahrzehntelanger Subventionen in Millionenhöhe hat die kanadische Robbenjagd ihren ökonomischen Tiefpunkt erreicht. Seit 20 Jahren versuchen Regierung, Industrie und Lobbyisten vergeblich, zusätzliche Robbenprodukte wie Salami oder Biodiesel auf den Markt zu bringen. Statistiken der kanadischen Regierung zeigen aber, dass über 90 Prozent der getöteten Robbe weggeschmissen werden und die kommerzielle Jagd nach wie vor in erster Linie auf die Felle abzielt. Laut Vorschrift müssen die Kadaver vollständig genutzt werden.„Die…
(BUP) Vier von fünf Deutschen wissen nicht, dass Braunkohlekraftwerke große Mengen giftigen Quecksilbers ausstoßen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace. Quecksilber wird über die Nahrungskette und speziell über den Verzehr von belastetem Fisch aufgenommen. Auch die Gesundheitsgefahr für Kinder durch quecksilberbelastete Fische ist der Mehrheit der Deutschen unbekannt.„Die Menschen in Deutschland und Europa müssen endlich vor dem Gift aus Kohlekraftwerken geschützt werden. Die Grenzwerte müssen sich an den saubersten Kraftwerken orientieren, statt wie bislang an den schmutzigsten“, sagt Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, sich für schärfere Grenzwerte insbesondere bei alten Braunkohlekraftwerken einzusetzen.Quecksilberverbindungen…
(BUP) Deutschlands größter Discounter Aldi verpflichtet sich, bis zum Jahr 2020 alle umwelt- und gesundheits-schädlichen Chemikalien aus der Textil-Produktion zu verbannen.Das Unternehmen veröffentlicht heute einen detaillierten Plan zur Entgiftung und reagiert damit auf die Forderungen der Detox-Kampagne von Greenpeace. Mit dem Textilgeschäft setzt Aldi jährlich etwa 2,5 Milliarden Euro um – das sind knapp zehn Prozent des Gesamtumsatzes von 27,5 Milliarden Euro. „Mit billigsten Textilien lockt Aldi Woche für Woche ihre Kunden in die Läden. Jetzt hat Aldi erkannt, dass diese Ware ohne giftige Chemie produziert sein muss“, sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin von Greenpeace.Aldi Nord und Süd hatten schlecht abgeschnitten,…
(BUP) Greenpeace fordert von der Atomaufsicht in Schleswig-Holstein, dem Atomkraftwerk Brokdorf die Betriebserlaubnis zu entziehen. Dazu reicht die Umweltorganisation heute gemeinsam mit Anwohnern einen Antrag auf Widerruf der Betriebsgenehmigung ein.Erstmals war im Januar 2015 ein Gerichtsurteil rechtskräftig geworden, das der Klage eines Anwohners gegen eine norddeutsche Atomanlage stattgegeben hatte. Das Zwischenlager am Atomkraftwerk Brunsbüttel verlor aufgrund der Entscheidung des Oberverwaltungsgericht Schleswig seine Betriebserlaubnis. Die Richter forderten die Genehmigungsbehörde auf, Bedrohungsszenarien wie den Flugzeugabsturz eines Airbus A380 oder den Beschuss mit panzerbrechenden Waffen stärker zu berücksichtigen.„Die Verwundbarkeit von Atomanlagen durch terroristische Angriffe steht außer Zweifel“, sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace.…
(BUP) Nach einer Untersuchung von Greenpeace sind die Trendsetter der sauberen Textilproduktion Fast-Fashion-Ketten wie H&M und Zara, Sportartikelhersteller Puma und Adidas sowie zwölf weitere Modefirmen. Auf Druck der Detox-Kampagne von Greenpeace haben diese globalen Textilkonzerne einige besonders schädliche Chemikalien aus der Produktion verbannt. Zudem sind sie Vorreiter im Kampf gegen WasserverschmutzungNike und der chinesische Sportartikelriese LiNing dagegen setzen weiterhin umwelt- und gesundheitsgefährdende Schadstoffe in der Produktion ein. Absolute Schlusslichter sind die Luxusfirmen. „Die meisten Firmen stehen zu ihrem Wort und beginnen Mode zu produzieren, die die Umwelt verkraften kann. Der Wandel zur giftfreien Kleidungsproduktion ist bereits in vollem Gange“, sagt…
(BUP) Mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Lüneburg will Greenpeace verhindern, dass sich die Bundesregierung in der Endlagersuche weiter vorab auf Gorleben festlegt. Für den Salzstock gilt eine so genannte Veränderungssperre, die den Grundeigentümern die Nutzung des zu ihren Grundstücken gehörenden Untergrundes verbietet.Die seit dem Jahr 2005 geltende Verordnung endet am 17. August 2015. Obwohl die Suche nach einem atomaren Endlager ohne Vorfestlegung auf Gorleben laufen soll, plant das Bundesumweltministerium eine Verlängerung des Verbots um weitere zehn Jahre. „Die Bundesregierung muss nun beweisen, dass sie die ergebnisoffene Endlagersuche ernst nimmt und sich von Gorleben verabschieden“, sagt Mathias Eder, Atomexperte von Greenpeace.…
(BUP) SPD und Grüne haben sich im Rahmen ihrer Koalitionsverhandlungen auf die Elbvertiefung verständigt. Sobald ein entsprechendes Gerichtsurteil vorliegt soll sofort mit den Baggerarbeiten begonnen werden. Dazu erklärt Sabine Boeddinghaus, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit GRÜN geht Elbvertiefung. Anders kann man das erneute schnelle Abrücken der Hamburger Grünen von ihren Grundpositionen nicht kommentieren. Schon beim Kohlekraftwerk Moorburg war man seinerzeit in Verhandlungen mit der CDU schnell umgefallen. DIE LINKE hält die Elbvertiefung aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen nach wie vor für falsch. Wir setzen stattdessen auf eine Hafenkooperation.“Die als Erfolg für die Grünen in Aussicht…
(BUP) Nachdem in den vergangenen Wochen in Hamburg und in den benachbarten Bundesländern bei Untersuchungen von Wildvögeln das Vogelgrippe-Virus des Typs H5N8 nicht mehr nachgewiesenen wurde, wird die Stallpflicht für Hausgeflügel in Hamburg mit Wirkung zum 4. März 2015 aufgehoben. Die Tiere dürfen ab diesem Tag wieder im Freien gehalten werden. Da von Wildvögeln nach wie vor ein Restrisiko für Hausgeflügel ausgeht, sind unabhängig von der Aufhebung der Stallpflicht die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen weiterhin einzuhalten. Danach darf Hausgeflügel nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel unzugänglich sind. Die Tiere dürfen auch nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel…
(BUP) Am Wochenende will Vattenfall den ersten Block des Kohlekraftwerks Moorburg in Betrieb nehmen. Weil Vattenfall die Probleme beim Bau lange nicht in den Griff bekommen hatte, hat sich der Start um zwei Jahre verzögert. Für den Atom- und Kohlekonzern hat sich das Projekt zum Milliardengrab entwickelt. Die EU-Kommission teilt heute die Rechtsposition der damals grün geführten Umweltbehörde, dass die Genehmigung nicht hätte erteilt werden dürfen. Die Behörde musste 2008 aber einem gegenteiligen Beschluss des OVG Hamburg folgen. Jens Kerstan, energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion, erklärt: „Wenn Moorburg ans Netz geht, ist das ein düsterer Tag für Klima…
(BUP) Neue Studie „Status Quo und Potentialanalyse von Speichertechnologien, Energieinfrastrukturen und Lastmanagement für Unternehmen in der Metropolregion Hamburg“ veröffentlicht.Der Energiecampus der HAW Hamburg mit seinem Netzintegrationslabor, Ideen für thermische Batterien an der Leuphana Universität Lüneburg, Wärmespeicher für das Fernwärmenetz Hamburgs in Tiefstack von Vattenfall, elektrische Fahrzeuge im Hafenbetrieb – in Wissenschaft und Wirtschaft der Metropolregion Hamburg nimmt die Entwicklung innovativer Erneuerbare-Energien-Projekte einen zentralen Stellenwert ein. So das Ergebnis der aktuellen Studie „Status Quo und Potentialanalyse von Speichertechnologien, Energieinfrastrukturen und Lastmanagement für Unternehmen in der Metropolregion Hamburg“ des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH). Das BET – Büro für Energiewirtschaft und technische…
(BUP) Vom 23. bis 27. Februar werden am Westende des Mesterbrooksweg rund zwei Hektar Fichten gefällt, um dort in den nächsten Jahren einen Laubwald aus standortgerechten Arten zu entwickeln. Im Herbst werden junge Eichen gepflanzt. Gestartet wird im November mit einem 10 m breiten Gürtel aus einheimischen Sträuchern, aus dem der zukünftige Waldsaum wachsen wird. Schrittweises Fällen des Fichtenwaldes wäre aus ökologischer Sicht wünschenswert, kann am Mesterbrooksweg aber nicht erfolgen. Da der ehemals private Baumbestand über lange Zeit nicht durchforstet wurde, sind die Fichten sehr eng stehend gewachsen und haben daher nur einen kleinen Wurzelteller. Die Standfestigkeit der Bäume ist…