Das gemeinsame Ziel bleibt der gute Zustand für alle hessischen Gewässer

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Das gemeinsame Ziel bleibt der gute Zustand für alle hessischen Gewässer Beatrix Tappeser - HSTK - HMUKLV
(BUP) „Der gute Zustand aller hessischen Gewässer ist unser Ziel – nicht nur, weil uns die europäische Wasserrahmenrichtlinie dazu zwingt, sondern weil gesunde Flüsse, Seen und Grundwasser in Hessen einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, zum Hochwasserschutz und zur Trinkwasserversorgung leisten“, sagte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute zum Auftakt des 16. Wasserforums Hessen in Frankfurt. Mit dem ersten Bewirtschaftungsplan und dem Maßnahmenprogramm wurden 2009 bis 2015 in Hessen bereits Verbesserungen in den hessischen Gewässern erreicht. „Diesen Weg wollen wir fortsetzen und unsere Anstrengungen noch verstärken“, betonte Dr. Tappeser. „Dabei ist uns die nachhaltige Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit bei der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist uns wichtig.“

Im Mittelpunkt des Wasserforums im Haus am Dom stand daher der Start in die zweite Bewirtschaftungsplanperiode 2015 bis 2021 und die damit verbundenen konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Hessen. „Heute haben alle Akteurinnen und Akteure die Möglichkeit, in einen fachlichen Austausch zu treten, beispielhafte Lösungsansätze und Umsetzungsmöglichkeiten kennenzulernen“, sagte Dr. Tappeser.

Thematisch ging es vor allem um die Bereiche Gewässerentwicklung, Gewässerunterhaltung, Düngerecht, punktförmige Einleitungen, Salzmanagement und Grundwasserschutz. „Das Land Hessen stellt vermehrt Flächen zur Verfügung, die zur eigendynamischen Entwicklung von Flüssen benötigt werden“, sagte Dr. Tappeser. „Außerdem wurde die gewässerschutzorientierte Beratung neu aufgestellt und enger mit der landwirtschaftlichen Beratung verknüpft.“

Ein weiteres Thema ist die Reduzierung von Phosphor sowie die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm. Die Kläranlagen müssen zukünftig nicht nur höhere Anforderungen bei der Einleitung in Gewässer einhalten, sondern auch gezielt aus dem Abwasser, dem Klärschlamm beziehungsweise der Klärschlammasche Phosphor gewinnen. Finanziell werden sie durch Zuschüsse vom Land und über die Abwasserabgabe entlastet. In Bezug auf die Fördersätze für Maßnahmen nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie hatte Dr. Tappeser Erfreuliches zu berichten: „Wir konnten Fördersätze von 95 Prozent durchsetzen“, sagte sie. „Ich erwarte dadurch eine deutliche Beschleunigung bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zur Gewässerentwicklung.“

Die Vorträge der Veranstaltung sind ab der zweiten Dezemberwoche auch im Internet einsehbar. Sie sind im Webauftritt der hessischen Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie www.flussgebiete.hessen.de unter der Rubrik „Öffentlichkeitsarbeit a Wasserforum“ zu finden.

Quelle: umwelt.hessen.de

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