Luchsbericht 2016/2017: Wilden Wald wagen – für Luchse und andere Wildtiere

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Luchsbericht 2016/2017: Wilden Wald wagen – für Luchse und andere Wildtiere Ursula Hammann - gruene-hessen.de
(BUP) Die GRÜNEN im Landtag freuen sich sehr darüber, dass es den hessischen Luchsen offenbar insgesamt gut geht und der Bestand sich nach einen Rückschlag durch die Räude-Krankheit langsam erholt. „Der Luchsbericht 2016/2017, den Umweltministerin Priska Hinz heute gemeinsam mit Thomas Norgall vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vorgelegt hat, stimmt unter dem Strich optimistisch“, erklärt Ursula Hammann, Sprecherin für Tierschutzpolitik der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Verendete Tiere wurden im Berichtszeitraum nicht gefunden, und es wurden auch keine Anzeichen für die Krankheit mehr beobachtet. Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass es bisher anders als in den Jahren zuvor noch keinen Nachweis für die Aufzucht von kleinen Luchsen gibt.“

„Damit Luchse, aber auch viele andere Wildtiere sich bei uns wohlfühlen, sind naturbelassene Waldgebiete wichtig“, so Hammann weiter. „Mittlerweile haben wir insgesamt acht Prozent des hessischen Staatswaldes als ‚Kernflächen Naturschutz‘ von der holzwirtschaftlichen Nutzung ausgenommen – ein Riesengewinn für Artenreichtum und Naturschutz im Wald. Durch die ökologische und sozial nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder werden Aspekte des Artenschutzes auch außerhalb dieser Kernflächen stärker berücksichtigt. Das ist wichtig für die Biotope, in denen der Luchs, aber auch zum Beispiel Edelkrebse, Schwarzstörche und Kreuzottern leben. Wir wollen wilden Wald wagen!“

Hammann würdigte die länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Erforschung und beim Schutz des Luchses: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Göttingen leisten in Nordhessen wichtige Arbeit, und die Zusammenarbeit mit dem Luchsprojekt Harz ist sehr wertvoll, um die dort mit Sendern ausgestatteten Tiere auf der Wanderung zwischen Thüringen, Niedersachsen und Hessen verfolgen zu können. Auch die ehrenamtlichen Luchsbeauftragten des Arbeitskreises Hessenluchs, die Forstämter und die Naturschutzverwaltung tragen mit ihrem Engagement und großer Kompetenz zum Wissen über den Luchs und damit zu seiner Wiederansiedlung bei.“

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

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