Nachhaltige Wasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet

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Nachhaltige Wasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet Beatrix Tappeser - HSTK - HMUKLV
(BUP) Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser unterzeichnet gemeinsames Strategiepapier Wasser mit den Städten Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sowie dem Wasserverband Hessisches Ried.

„Der demografische Wandel und der Klimawandel stellen die Trinkwasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet vor neue Herausforderungen. Mit der Unterzeichnung des Strategiepapiers verpflichten sich alle Beteiligten, gemeinsam und im Konsens zukunftsfähige Konzepte zur nachhaltigen Nutzung unserer wertvollsten Ressource zu entwickeln“, sagte die Umweltstaatssekretärin, Dr. Beatrix Tappeser, heute anlässlich der Unterzeichnung des Strategiepapiers  „Ballungsraum Rhein-Main 2015 bis 2045: Initiative für eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung“.

Neben der Staatsekretärin unterschrieben auch der Wiesbadener Bürgermeister Arno Goßmann, die Kämmerer der Städte Darmstadt und Frankfurt, André Schellenberger und Uwe Becker, sowie der Vorsteher des Wasserverbands Hessisches Ried, Horst Gölzenleuchter, das Papier. „Besonders freut es mich, dass nach einem Jahr intensiver Gespräche nun eine gemeinsame neue Grundlage formuliert werden konnte und wir zusammen mit den Kommunen und dem Wasserverband Hessisches Ried wichtige Weiterentwicklungen in der Wasserbewirtschaftung angehen können“, so die Staatssekretärin.

Wasserversorgung zukunftssicher gestalten

„Gutes Trinkwasser ist Teil der Daseinsvorsorge. Gleichzeitig dürfen der Schutz der Grundwasserressourcen und der Schutz der Grundwasserqualität nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so die Staatssekretärin. „Gerade in der wachsenden und wirtschaftsstarken Metropolregion Rhein-Main wollen wir daher die örtliche, regionale und kommunale Wasserversorgung auf die Zukunft ausrichten und dabei die aktuellen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger sowie die Grundsätze der Nachhaltigkeit berücksichtigen.“ Der Umgang mit der Ressource Wasser im vergangenen Jahrhundert und die Folgen für den Grundwasserspiegel zeigen, welche ökologischen Folgen eine Wasserwirtschaft haben kann, die diesen Grundsätzen nicht folgt.

Ressource Wasser schützen

Mit der Unterzeichnung des Strategiepapiers wurde ein erster wichtiger Schritt in einem zukunftsweisenden Dialogprozess getan: Das Hessische Umweltministerium wird in den kommenden zwei Jahren in enger Abstimmung mit den kommunalen Aufgabenträgern und allen relevanten Akteuren des hessischen Rieds und aus dem Vogelsberg ein Leitbild für eine nachhaltige Wasserversorgung entwickeln. Denn neben dem Hessischen Ried versorgt auch der Vogelsberg den Ballungsraum Rhein-Main mit Wasser. Das Leitbild wird nicht nur die ökologische Tragfähigkeit der Groß-Region mit einbeziehen, sondern auch die räumlichen Nutzungsanforderungen der Bevölkerung und der Wirtschaft an die Ressource Grundwasser.

„Der Ausgleich von Ökologie und Ökonomie ist die Basis einer nachhaltigen Wasserversorgung im Ballungsraum“, so Tappeser. „Ich bin überzeugt davon, dass die gemeinsame Verpflichtung helfen wird, die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und der Wirtschaft im Rhein-Main-Gebiet dauerhaft zu erhalten und zu optimieren bei gleichzeitiger Erhaltung unserer wertvollen Naturressourcen“, so Tappeser. Das ist gerade in einer der wirtschaftlich bedeutendsten europäischen Metropolregionen sehr wichtig.

Der Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Arno Goßmann, ergänzte: „Die dezentrale Wasserversorgung ist für uns von enormer Bedeutung. Dass wir hierbei nun ein wirksames strategisches Bündnis für das Rhein-Main-Gebiet schließen können, ist ein weiterer Schritt zum nachhaltigen und verantwortungsvollen Handeln beim Thema Wasserversorgung.“

Uwe Becker, Kämmerer der Stadt Frankfurt sagte: „Die öffentliche Versorgung der Menschen mit dem wertvollen Gut Trinkwasser langfristig zu sichern, zählt zu den größten Herausforderungen der Zukunft. Mit der Unterzeichnung des Strategiepapiers wurde nun ein wichtiger Dialogprozess angeschoben. Es ist unser Ziel, die Versorgungssicherheit von Bevölkerung und Wirtschaft im Rhein-Main-Gebiet dauerhaft zu erhalten. Bereits seit mehr als 100 Jahren sind die Zulieferungen aus dem Umland ein zentraler Pfeiler der regionalen Wasserversorgungsstrukturen.“

Der Kämmerer der Wissenschaftsstadt Darmstadt, André Schellenberg, fügte hinzu: „Ich freue mich besonders darüber, dass es gelungen ist, alle handelnden Akteure zur Sicherstellung der Wasserversorgung im Rhein-Main-Gebiet an einen Tisch zu bekommen. Auch bei den Bürgerinnen und Bürgern rückt die Bedeutung der Ressource Wasser als Lebensmittel immer stärker in den Mittelpunkt.“

Verbandsvorsteher des Wasserbandes Hessisches Ried (WHR), Horst Gölzenleuchter sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Die regionale Wasserversorgung bedarf im Sinne einer gemeinsamen Gesamtverantwortung für den Ballungsraum Rhein-Main einer interkommunalen Zusammenarbeit der für die Wasserversorgung verantwortlichen Kommunen unter Beteiligung des Landes Hessen. Der WHR kann als Körperschaft des Öffentlichen Rechts und Teil der mittelbaren Staatsverwaltung eine gemeinsame Plattform bieten für eine engere interkommunale Zusammenarbeit aller am Wasserleitungsverbund Rhein-Main beteiligten Städte und Gemeinden der Metropolregion. Hierzu wurde die Satzung des WHR bereits im Jahre 2015 entsprechend angepasst.“

Quelle: umwelt.hessen.de

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