Sieben Jahre Atomkatastrophe von Fukushima: Endlich durchstarten bei den erneuerbaren Energien

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Sieben Jahre Atomkatastrophe von Fukushima: Endlich durchstarten bei den erneuerbaren Energien Angela Dorn - angeladorn.de
(BUP) Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag gedenkt der Opfer und Betroffenen der Atomkatastrophe von Fukushima. „Der siebte Jahrestag der Katastrophe am 11. März 2018 ist ein Ansporn, die Energiewende weltweit endlich konsequent anzugehen“, erklärt Angela Dorn, energiepolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. „Dass im Jahr 2022 der letzte Atomreaktor in Deutschland vom Netz geht, ist eine historische politische Errungenschaft. Jetzt müssen wir nach dem Atomzeitalter auch das der fossilen Brennstoffe beenden, um die Klimakatstrophe abzuwenden.“

„Hunderttausende Menschen mussten als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima ihre Heimat verlassen, viele leben noch heute in Notunterkünften“, erläutert Dorn. „Nach Angaben von Greenpeace Japan ist die nordwestlich des Unfallreaktors von Fukushima gemessenen Werte radioaktiven Verseuchung weiter zu hoch und über den von der Regierung prognostizierten Werten. Weiterhin sickert Grundwasser in die Unfallstelle der Reaktoren, wenn auch zum Glück endlich nachlassend. Es muss abgepumpt, gelagert und teilweise ins Meer geleitet werden.“

Der Atomausstieg sei noch lange nicht vollendet: „Auch in Europa, an den Grenzen Deutschlands, stehen veraltete Atomreaktoren. Aber neben dem Atomausstieg müssen wir auch die weiteren Schritte der Energiewende beherzt angehen. Wir beschäftigen uns jetzt zum einen mit der Beseitigung der gefährlichen Nachwirkungen der strahlenden Vergangenheit und zum anderen mit unserer energiewirtschaftlichen Zukunft: der Vollversorgung aus erneuerbaren Energiequellen. Denn die Klimakatastrophe ist eine bittere Realität: Extreme Wetterereignisse, Überschwemmungen beispielsweise, werden nachweislich häufiger und stärker. In Hessen setzen wir uns mit aller Kraft für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und flexible Lösungen ein wie Gaskraftwerke, Speichertechnologien und ein stabiles Netz für eine hohe Versorgungssicherheit. Dass die große Koalition in Berlin die Klimaziele für das Jahr 2020 aufgegeben und den Kohleausstieg auf den St. Nimmerleinstag verschoben hat, ist unverantwortlich.“

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

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