Stickoxide: Gesunde Luft zum Atmen in hessischen Städten

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Stickoxide: Gesunde Luft zum Atmen in hessischen Städten Angela Dorn - angeladorn.de
(BUP) Aus Sicht der GRÜNEN im Landtag hilft für die Einhaltung der Grenzwerte für Stickoxide neben der Aufklärung und Konsequenzen aus dem Dieselskandal auch die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). „Der Dieselskandal läuft schon seit drei Jahren. Die Aufklärung läuft schleppend und mit jeder neuen Nachricht wird der Vertrauensverlust in die deutsche Automobilindustrie größer. Wir brauchen endlich eine Hardware-Umrüstung der Dieselautos auf Kosten der Hersteller“, betont Angela Dorn, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Grenzwerte für Stickoxide sind nicht willkürlich aus der Luft gegriffen, sondern sollen die Gesundheit der Menschen schützen. Gerade kleine Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Mit einer blauen Plakette könnten wir Menschen in besonders belasteten Städten besser schützen und könnten generelle Fahrverbote vermeiden. Aber auch eine Stärkung des ÖPNV hilft diese Grenzwerte einzuhalten. In den vergangenen fünf Jahren haben wir GRÜNE die Weichen für eine umweltfreundliche Verkehrswende in Hessen gestellt.“

Um gesunde Luft in hessischen Städten und Gemeinden zu schaffen, muss auch der Bund mit anpacken. „Es ist technisch möglich, Autos so nachzurüsten, dass sie weniger giftige Abgase ausstoßen. Dafür reicht es aber nicht, die Software nachzujustieren, sondern die Konzerne müssen an die Hardware. Die Bundesregierung muss endlich Verantwortung übernehmen und die Automobilkonzerne zwingen, die Folgen der Täuschung der Verbraucherinnen und Verbraucher zu beseitigen“, erläutert Dorn. „Mit der blauen Plakette hätte man keine generellen Fahrverbote für alle. Wie man Ausnahmen schaffen kann, zum Beispiel für Handwerker, haben wir mit der Umweltzone gute Erfahrungen in der Praxis gesammelt. Aber aktuell sind Länder und Kommunen vollkommen auf sich alleine gestellt. Wir brauchen endlich eine Bundesregierung, die uns stützt statt alles blockiert!“

Eine Stärkung des ÖPNV könnte laut den GRÜNEN zusätzlich dazu Beitragen, die Stickoxidwerte in Städten zu senken. „Mit der Rekordfinanzierung des Landes für die drei hessischen Verkehrsverbünde gelingt es, Busse und Bahnen als umweltfreundliche Alternative zum Auto zu stärken. Eine bessere Mobilität bedeutet eine bessere Lebensqualität: mit möglichst wenig Lärm und Abgasen, Staus und Verspätungen“, so Dorn. „Mit dem bundesweit einmaligen Schülerticket können alle Schülerinnen und Schüler, alle Azubis und alle im Bundesfreiwilligendienst für einen Euro am Tag in ganz Hessen Bus und Bahn fahren. Das Landesticket für alle 135.000 Angestellten und Beamtinnen und Beamten als Teil der Tarifeinigung erleichtert auch den Landesbeschäftigten den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Unser Ziel vor Augen ist ein Bürgerticket, das allen diese Freiheit bietet. Das Seniorenticket wäre ein nächster folgerichtiger Schritt dafür.“

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

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