Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser stellte am 11. Februar auf der 1. Kasseler Klimaanpassungskonferenz die Ziele und Strategien des Landes Hessens zum Umgang mit der Herausforderung Klimawandel vor

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(BUP) „Wir müssen jetzt handeln, denn die Emission klimawirksamer Gase wirkt deutlich zeitversetzt. Das Jahr 2014 war das wärmste seit Beginn der offiziellen Temperaturmessung in Hessen“ so die Staatssekretärin in ihrem Vortrag. Erstmalig wurde in Hessen eine zweistellige Jahresdurchschnittstemperatur  erreicht. Der sukzessive Anstieg der Temperaturen geht zurück auf den Ausstoß klimafeindlicher Emissionen in den 1970er und 80er Jahren, die erst heute spürbar werden. „Das macht klar und deutlich, wie langfristig wir Menschen das Weltklima beeinflussen. Es macht aber auch klar, wie kurzfristig wir werden handeln müssen, um die Entwicklung noch beherrschbar zu halten.“ Hessen setzt den aktiven Klimaschutz an die erste Stelle. „Dies rechnet sich auch volkswirtschaftlich“, betonte Dr Tappeser, „Die Kosten, um Schäden und Auswirkungen des Klimawandels zu lindern, werden viel höher sein als eine möglichst frühzeitige Investition in sinnvolle und gute Projekte“.

Das Hessische Umweltministerium hat daher mit der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts begonnen. Neben dem Klimaschutzkonzept ist parallel auch die Erarbeitung eines Aktionsplans zur Anpassung an den Klimawandel vorgesehen. Aufbauend auf der seit 2012 vorliegenden Anpassungsstrategie an den Klimawandel in Hessen, sollen Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Begrenzung von Klimafolgeschäden in den einzelnen Handlungsfeldern konkret benannt und erarbeitet werden.

Der Veranstalter der Konferenz, das Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) der Universität Kassel hat sich mit der Unterstützung des cdw-Stiftungsverbunds das Ziel gesetzt, die bestehenden Netzwerke und Kooperationsstrukturen und das Anpassungswissen aufrecht zu erhalten und zu erweitern, die Anpassungskapazitäten der Region Nordhessen zu stärken und Maßnahmen und Instrumente zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels umzusetzen.

Das Klimaanpassungsnetzwerk „KLIMZUG-Nordhessen“ hat über fünf Jahre Erfahrung sammeln können in der Erforschung, welche Möglichkeiten es für eine regionale Anpassung an die Folgen des Klimawandels gibt. Diese Erfahrungen sind bereits in zahlreiche lokale und regionale Maßnahmen gemündet. Beispielsweise das vom BMUB geförderte Projekt KLIMWALD, das Lösungen für klimaangepassten Waldbau in den Kommunen Calden, Naumburg, Wolfhagen und Zierenberg aufzeigt. Nach dem Ende der Projektlaufzeit im Juni 2013 wurden die Aktivitäten im CliMA gebündelt.

Seit Januar 2010 ist die Universität Kassel Teil des von der EU neu gegründeten Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT), das bisher aus drei „Abteilungen“, sogenannten Knowledge and Innovation Communities (KICs) besteht. Hessen ist regionaler Kernpartner im „Climate Change KIC“. Schwerpunktthemen in Hessen und somit u.a. der Universität Kassel sind Klimaschutz, Klimaanpassung, erneuerbare Energien und Energieeffizienz - die Kernkompetenzen des CliMA. Seit vielen Jahren arbeiten an der Universität Kassel unterschiedliche Fachgebiete sowie Forschungszentren interdisziplinär eng zu Fragen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zusammen. Das 2009 gegründete Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) bündelt die umfassenden Fachkompetenzen und Erfahrungen in diesen Bereichen. CliMA verfolgt Forschungsaufgaben in vielfältigen Aufgabenfeldern des Klimaschutzes und der Klimaanpassung.

„Zusammen mit diesen wissenschaftlichen und anderen Akteuren wird das Land Hessen den Klimaschutz als eines der wichtigsten Projekte weiter vorantreiben. Wir sind mit der hier gebündelten Kompetenz hervorragend aufgestellt“ so die Staatssekretärin zum Abschluss.

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Pressestelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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