Vogelgrippe: Wichtige Unterstützung für Geflügelzüchter

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Vogelgrippe: Wichtige Unterstützung für Geflügelzüchter Martina Feldmayer - gruene-hessen.de
(BUP) Die GRÜNEN im Landtag freuen sich, dass mehrere große Lebensmittelketten Geflügelbetriebe unterstützen, die ihre Freiland-Eier derzeit wegen der Stallpflicht nur als Bodenhaltungs-Eier vermarkten können. „Wenn Landwirte ihre Hühner eigentlich im Freiland halten, sie aber derzeit wegen der Vogelrippe im Stall lassen müssen, können sie sie nicht mehr als Freiland-Eier verkaufen. Wir begrüßen sehr, dass Teile des Lebensmitteleinzelhandels sich bereit erklärt haben, den Erzeugern trotzdem den Preis für Freilandeier zu zahlen“, erklärt Martina Feldmayer, Sprecherin für Landwirtschaft der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Wir würden uns freuen, wenn das möglichst viele Einzelhändler so handhaben und die Verbraucherinnen und Verbraucher es unterstützen.“ Viele Märkte kennzeichnen auf den Packungen, dass es sich um vorübergehende Bodenhaltung zum Schutz der Tiere handelt.

Wenn Geflügel länger als zwölf Wochen im Stall gehalten wird, dürfen Eier nicht mehr mit der Kennzeichnung „1“ für Freiland-Eier verkauft werden. „Für Eier aus Bodenhaltung bekommen die Landwirtinnen und Landwirte normalerweise einen um etwa 3 bis 4 Cent niedrigeren Preis, außerdem müssen sie Geld für entsprechende Etiketten oder Eierkartons ausgeben. Deshalb ist die finanzielle Hilfe der Einzelhandelsunternehmen ein gutes Beispiel, dem alle Betriebe folgen sollten.“ Nicht betroffen sind Bio-Eier: Wenn alle anderen Standards für ökologische Erzeugung eingehalten sind, dürfen sie auch bei vorübergehendem Stallaufenthalt weiter mit der Kennzeichnung „0“ verkauft werden. Erst wenn ein Huhn mehr als ein Drittel seines Lebens im Stall verbracht hat, gilt das Ei nicht mehr als Bio-Ei.

In Hessen konnte die landesweite Stallpflicht kurz vor Ablauf der Zwölf-Wochen-Frist für insgesamt 15 Landkreise und kreisfreie Städte gelockert werden. Angesichts der Funde erkrankter Vögel muss jedoch in Gebieten mit hoher Geflügeldichte sowie in ornithologischen Risikogebieten weiterhin die Stallpflicht gelten, zum Beispiel dort, wo viele Wildvögel leben oder sich auf ihren Zügen sammeln. „Die Epidemie ist noch nicht überstanden, deshalb ist weiter Vorsicht geboten. Wir hoffen gemeinsam mit allen Geflügelbetrieben, dass der Gefahrenzustand endlich spürbar nachlässt und bald die Hühner wieder den Freilauf bekommen, den sie brauchen.“

Quelle: gruene-hessen.de/landtag

1 Kommentar

  • Antonie Gad

    Der Eintrag des Virus in die Großen Ställe ist unvermeidbar.
    Der Stall erst wirkt dann wie ein Brandbeschleuniger.
    Der Stall ist das Problem.

    Und für diese problematische Stallhaltung opfern wir die Freilandhaltung,
    ohne dass es irgendeinen positiven Effekt bei der Stallhaltung hat.

    Antonie Gad Montag, 27. Februar 2017 13:11 Kommentar-Link

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