Wir haben‘s GlyphoSatt! GRÜNE fordern zur Agrarministerkonferenz: Rolle von Monsanto bei den Studien rasch aufklären – Glyphosat neu und industrieunabhängig bewerten – Glyphosat verbieten

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Wir haben‘s GlyphoSatt! GRÜNE fordern zur Agrarministerkonferenz: Rolle von Monsanto bei den Studien rasch aufklären – Glyphosat neu und industrieunabhängig bewerten – Glyphosat verbieten Stefan Körner - Bündnis 90 DIE GRÜNEN Landesverband Niedersachsen - Sven Brauers
(BUP) „Die Gefahren von Glyphosat müssen endlich ernstgenommen werden. Es darf keine weiteren Neuzulassungen des gesundheitsschädigenden Pestizids geben“, sagt Stefan Körner, Landesvorsitzender der niedersächsischen GRÜNEN. Die WHO hat den Unkrautvernichter Glyphosat bereits als „möglicherweise krebserregend und erbgutverändernd” eingestuft. „Wenn der US-Agrarkonzern Monsanto jetzt versucht hat, Wissenschaftler zu instrumentalisieren, um Studienergebnisse in seinem Sinne zu beeinflussen, ist das ein Skandal und muss schnellstmöglich aufgeklärt werden“, fordert Körner.

Dass die Agrarlobby auf Grundlage dieser mutmaßlich manipulierten Studien das europaweite Verbot mit Unterstützung der Bundesregierung blockiert, sei unverantwortlich. „Das wollen wir verhindern, denn es steht viel auf dem Spiel: Glyphosat gefährdet unsere Böden, die biologische Vielfalt und die menschliche Gesundheit”, sagt Körner.

Die aktuellen Berichte machen auch klar, dass das derzeitige Verfahren der Risikobewertung von Pestiziden und anderen Stoffen auf neue Füße gestellt werden muss. „Die Studien zur Risikobewertung müssen neu und unabhängig von den Konzernen organisiert werden, beispielsweise über eine staatliche Behörde. Unabhängige Institutionen könnten sich dann darum bewerben”, fordert Körner.

Quelle: gruene-niedersachsen.de

1 Kommentar

  • Roberta

    Und wer genauer erfahren möchte, wie kriminell Monsanto bei der “wissenschaftlichen“ Beurteilung seiner Produkte auch in Deutschland vorgegangen ist, sollte sich diese WDR Reportage über den Gutachter Prof. Dr Greim anschauen, der seit den 90er Jahren im Auftrag des US Chemiekonzerns und deutscher Behörden Studien zu Monsantos PCB, Dioxin und Glyphosat erstellt hatte, die diese Giftstoffe – wie auch Stickoxide und Holzschutzmittel – alle als harmlos einstufen:

    http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/gekaufte-expertise-100.html

    Auch der renommierte Toxikologe Prof. Dr. Wassermann hatte bereits in den 90er Jahren die unwissenschaftlichen Methoden von Prof Greim und Monsanto in einem Artikel aufgedeckt.

    Eine Zusammenfassung gibt in dem Buch „Fälschung und Korruption in der Wissenschaft“, die jeder hier nachlesen kann:

    http://www.ariplex.com/ama/amagut04.htm

    Doch weder Politik, noch Öffentlichkeit oder Justiz haben darauf entsprechend reagiert. Stattdessen bekommt Greim auch noch das Bundesverdienstkreuz.



    Auch der bekannte Experte für Industrielobbyismus, Professor Christian Kreiß, hat in seinem aktuellen Buch: "Gekaufte Forschung", den Einfluss der Industrie in allen Branchen untersucht und belegt, dass der Fall Glyphosat ein Musterbeispiel von gekaufter Wissenschaft sei.


    https://www.welt.de/wissenschaft/article162953499/Glyphosat-vergiftet-die-Wissenschaft.html

    Denn nun ist Greims Name auch in den internen Emails zwischen Monsanto und der Umwelt- und Zulassungsbehörde EPA aufgetaucht. 
Zudem gibt ein hochrangiger Monsanto Mitarbeiter in den nun von einem US Gericht veröffentlichten Emails zu, dass sie selbst die Studien geschrieben, und Wissenschaftler dafür bezahlt haben, wenn sie die Studien – wie immer - nur noch unterschreiben:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/umstrittene-chemikalie-wie-monsanto-hinter-den-kulissen-agiert-1.3445002#3

    In einer Email von 2009 sagte ein Monsanto Mitarbeiter auch: „"Du kannst nicht sagen, dass Roundup keinen Krebs verursacht. Wir haben keine Krebsstudien mit Roundup gemacht."

    Das ist ein krimineller Skandal und die Beteiligten müssen vor Gericht gestellt werden.
Daher muss Glyphosat sofort verboten werden und die Zulassung von Pestiziden neu und transparent organisiert werden. Ein wichtiger Schritt für diesen Stopp, ist diese EU Bürgerinitiative, die möglichst viele unterstützten sollten:

    https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/europaeische-buergerinitiative-stop-glyphosat.html

    Danke, denn wir sollten nicht vergessen, dass die Glyphosatproduzenten BAYER, BASF, Syngenta, Dow Chemical… Milliarden mit Pestiziden verdienen und noch einmal die 10-fache Menge mit Medikamenten gegen die in wissenschaftlichen Studien belegten gesundheitlichen Folgen von Roundup, Glyphosat und Co. 


    Roberta Sonntag, 02. April 2017 22:09 Kommentar-Link

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