Minister Remmel: "Unsere Wälder sind Alleskönner"

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Minister Remmel: "Unsere Wälder sind Alleskönner" Johannes Remmel - umwelt.nrw.de - KULNV NRW
(BUP) Umweltminister fordert zum "Internationalen Tag des Waldes" am 21. März den Schutz und Erhalt dieses wertvollen Naturerbes für die nächsten Generationen. Umweltminister Johannes Remmel hat im Vorfeld des „Internationalen Tag des Waldes“ (21. März) die Bedeutung der Wälder für NRW hervorgehoben: „Die Wälder in NRW sind der Schatz vor unserer Tür. Wald ist nicht nur als Produktionsstätte für den nachwachsenden Rohstoff Holz und als natürlicher Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten unverzichtbar“, sagte Minister Remmel. „Ein gesunder Wald wird auch zum Schutz des Bodens und des Wassers, als Klima-, Immissions- und Lärmschutz, aber vor allem als Erholungsraum und Lernort für Menschen dringend gebraucht. Der Wald mit seiner fantastischen Vielfalt ist ein nicht ersetzbarer Alleskönner.“ Die Landesregierung hat deshalb in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um einen stärkeren Schutz für die Wälder in NRW zu erreichen: So wurden mit dem neuen Landesnaturschutzgesetz wertvolle Wildnisentwicklungsgebiete in NRW gesetzlich unter Schutz gestellt. Mit dem Ökologischen Jagdgesetz wurde ein Paradigmenwechsel hin zu „Wald vor Wild“ eingeführt, um die sogenannten Verbissschäden auf ein waldökologisch verträgliches Maß zu begrenzen. Des Weiteren will die Landesregierung den Aufbau oder Umbau hin zu naturnahen Wäldern voranbringen, die den Folgen des Klimawandels und anderen Belastungen besser widerstehen können. „Wald ist im Industrieland Nordrhein-Westfalen im Vergleich mit anderen Bundesländern rar. Deshalb ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, dieses wertvolle Naturerbe für die nächsten Generationen zu schützen und zu bewahren“, sagte Minister Remmel.

Mit dem „Internationalen Tag des Waldes“ (21. März) würdigt die Generalversammlung der Vereinten Nationen seit 2012 die besondere Bedeutung der Wälder. Weltweit, so die UN, ist das Leben von mehr als 1,6 Milliarden Menschen abhängig von Wäldern, die Schutz, Nahrung, Wärme, Medizin und spirituelle Heimat bedeuten. 31 Prozent der Erdoberfläche besteht aus Wäldern, dies entspricht in etwa dem Anteil der Wälder in der Bundesrepublik Deutschland.

Zahlen und Fakten zum NRW-Wald

In Nordrhein-Westfalen sind rund 27 Prozent der Landesfläche beziehungsweise 935.000 Hektar mit Wald bedeckt. Rein rechnerisch stehen damit jeder Einwohnerin und jedem Einwohner etwa 532 Quadratmeter Wald zur Verfügung. Die höchsten Waldanteile in NRW finden sich in den Forstämtern Arnsberger Wald (98 Prozent), Nationalpark Eifel (72 Prozent) und Siegen-Wittgenstein (71 Prozent). Die nordrhein-westfälischen Wälder bestehen zu 58 Prozent aus Laubbäumen und zu 42 Prozent aus Nadelbäumen. Die Hauptbaumarten sind Fichte, Kiefer, Trauben-/Stieleiche und Rotbuche. Dazu kommen Birke, Esche, Schwarzerle, Ahorn, Europäische Lärche und Douglasie. Der Holzvorrat pro Hektar liegt in NRW bei 318 Kubikmetern. Im Durchschnitt sind die Wälder in NRW 75 Jahre alt. Laubbäume sind im Mittel 83 Jahre und Nadelbäume 66 Jahre alt.

Neues Forstinstitut in Bonn

Am diesjährigen internationalen Tag der Wälder wird das am UN-Campus in Bonn neu angesiedelte Europäische Forstinstitut vorgestellt. Wichtige Aufgaben der Bonner Zweigstelle des Europäischen Forstinstituts sind die Koordination internationaler Forschung zu Wäldern in Europa und die Beratung europäischer Waldpolitik. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Einrichtung des Instituts und erhofft sich wertvolle Impulse für die Waldforschung in NRW. So bestehen insbesondere bei der Anpassung der Wälder und der Waldbewirtschaftung an den Klimawandel sowie zu waldbezogenen gesellschaftspolitischen Themen gemeinsame Arbeitsschwerpunkte.

Quelle: mkulnv.nrw.de

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