Energiewende / Höfken: Nähwärmenetz in Bitburg vermeidet klimaschädliches CO2 und stärkt lokale Wertschöpfung

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Energiewende / Höfken: Nähwärmenetz in Bitburg vermeidet klimaschädliches CO2 und stärkt lokale Wertschöpfung Ulrike Höfken - mulewf.rlp.de - MULEWF - Kerstin Bänch
(BUP) „Mit ihrem neuen Nahwärmenetz vermeidet die Stadt Bitburg künftig rund 1.400 Tonnen klimaschädliches CO2 und stärkt die lokale Wertschöpfung. Denn die neue Anlage spart jährlich etwa 570.000 Liter Heizöl ein und ersetzt diesen fossilen Rohstoff zu 73 Prozent mit Hackschnitzeln aus der Region sowie zu 20 Prozent aus Biomethan, das ebenfalls aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Das Holz für die Hackschnitzel kommt von den rund 1.900 Mitgliedern des Waldbauvereins Bitburg e.V. Das unterstützt die Beschäftigung im Eifelkreis Bitburg-Prüm und macht uns unabhängig von klimaschädlichem Öl von Magnaten und Konzernen, die oftmals für die Bedrohung der Sicherheit, für Krisen und massive Umweltbelastungen verantwortlich sind“, sagte Energieministerin Ulrike Höfken bei der feierlichen Einweihung des Nahwärmenetzes. Der Zweckverband Flugplatz Bitburg hat 18 Gebäude der „Alten Kaserne“ an das Nahwärmenetz angeschlossen – dazu gehören Verwaltungsgebäude, Tischlereien und weitere Gewerbebetriebe. Das Umweltministerium fördert das Projekt mit 132.000 Euro aus dem Landesprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur“ (ZEIS), welches Teil des Wärmekonzeptes für Rheinland-Pfalz ist. Nur wenn es im Wärmebereich gelinge, deutlich CO2 einzusparen, könne das Land seine Klimaschutzziele erreichen. Gerade bei der Wärmeversorgung von Gebäuden bestehe ein großes Einsparpotenzial, so Höfken weiter.

In Rheinland-Pfalz ist der Wärmemarkt für rund 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. „Die Wärmeversorgung von Gebäuden mit Nahwärme aus erneuerbaren Energien ist daher ein zentraler Baustein zur Umsetzung der Wärmewende, wie das Beispiel in Bitburg eindrucksvoll zeigt“, erklärte die Ministerin und bedankte sich beim Zweckverband, dem Landrat sowie dem Bürgermeister der Stadt Bitburg für das beispielgebende Klimaschutzprojekt.

Der weitaus größte Teil der Wärme im Land wird jedoch noch immer aus fossilen Energieträgern gewonnen: „Der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärme- und Kälteversorgung liegt in Rheinland-Pfalz erst bei rund elf Prozent. Wir müssen daher in unseren Anstrengungen zur Umsetzung der Wärmewende im Sinne des Klimaschutzes weiter vorankommen“, führte Höfken abschließend an.

Zum Hintergrund des Wärmekonzepts:
Mit dem Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz bündelt das Energie- und Umweltministerium Maßnahmen, die zur Energieeinsparung und Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien beitragen. Das Wärmekonzept umfasst insgesamt acht Bereiche – von energetischer Quartiers- und Gebäudesanierung, über Nahwärmenetze bis hin zur Förderung energieeffizienter Öfen.

Quelle: mueef.rlp.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesUmweltPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.