„Leben in und mit der Natur“ – Höfken unterwegs in Ludwigshafen, dem Dahner Felsenland und Wilgartswiesen

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„Leben in und mit der Natur“ – Höfken unterwegs in Ludwigshafen, dem Dahner Felsenland und Wilgartswiesen Ulrike Höfken - mulewf.rlp.de - MULEWF - Kerstin Bänch
(BUP) Umweltministerin besucht Naturschutzprojekte in Ludwigshafen, ist zu Gast bei einer Schäferei in Busenberg und zeichnet Gemeinde Wilgartwiesen aus. Im Rahmen ihrer Sommertour zur „Aktion Grün“ besuchte Umweltministerin Ulrike Höfken heute Ludwigshafen, wo sie sie sich über zahlreiche Naturschutzprojekte des Arbeitskreises für Natur- und Vogelschutz der Volkshochschule informierte. Auf dem Programm stand unter anderem der Besuch der Kita St. Sebastian, wo sich die Ministerin über das dortige Vogelkundeprojekt informierte. Besichtigt wurden außerdem die an einem Gebäude der städtischen Wohnungsbaugesellschaft angebrachten Nisthöhlen oder mitten in der Innenstadt ein Innenhof mit einer rund 4000 Quadratmeter großen Blühfläche mit Bodenbrütern. Höfken lobte die Arbeit des Arbeitskreises, der sich seit Jahren vor Ort um den Naturschutz in der Industriestadt kümmere. „Als unabhängiger Ansprechpartner für die Stadt Ludwigshafen stehen sie immer zur Verfügung wenn Arten bedroht sind oder Gutes für Arten gemacht werden kann. In diesen Sinn ist ihre Arbeit vorbildlich für die Aktion Grün. Genau solche Vorreiter wie sie wünschen wir uns überall, damit die ‚Aktion Grün‘ von Einzelprojekten zu einer Bürgerbewegung in unserem Bundesland wird“, so die Ministerin.

Anschließend besuchte Höfken die Schäferei und Landfleischerei Keller im Dahner Felsenland, um sich dort ein aktuelles Bild über die Schäfereibetriebe im Pfälzerwald zu machen. Dabei wies sie auf die große Bedeutung hin, die der extensiven Beweidung insbesondere der Schafhaltung für die Erhaltung und Sicherung der traditionellen Kulturlandschaften zukomme. „Sie fördert blütenreiche Wiesen, die Vielfalt der Insekten, die Vernetzung von Arten und Biotopen und schafft neue Lebensräume.“ Gerade die Wanderschäferei könne insbesondere in strukturschwachen Regionen wichtige Impulse für eine naturnahe nachhaltige Entwicklung setzen.„Angepasst an die natürliche Topographie der Landschaft kommt sie weitgehend ohne Zäune, ohne Dünger, ohne Pestizide, ohne eine Verdichtung der Böden, fast ohne Maschinen aus und erhält dabei weitläufige Kulturlandschaften, die heute touristische Highlights sind. In diesem Zusammenhang wies Höfken auf das jüngst gestartete Naturschutzgroßprojekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“ hin, das im Rahmen der „Aktion Grün“ durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert werde und in dem in den drei Jahren der ersten Projektphase die Rahmenbedingungen für die „Neuen Hirtenwege im Pfälzerwald“ ermittelt würden.

„Mit den vielen neuen beeindruckenden Initiativen und Projekten und Maßnahmen zur Biodiversität sind sie alle Vorbilder für eine nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung“, betonte Umweltministerin Höfken danach in Wilgartswiesen, wo sie den Sonderpreis „Vorbildliche ökologische Leistungen in der Gemeinde“ verlieh. „Beispielhaft für die Dorfentwicklung ist nach meinem Dafürhalten ihr ganzheitlicher Ansatz für Ökologie, die Sensibilisierung für Natur und Umwelt und einer nachhaltigen Gesamtentwicklung. Dieses Leitbild haben sie unter Einbeziehung der vorhandenen Besonderheiten, wie im Falle des Naturschutzgebietes „Tiergarten“ sowie des Wilgartswieser „Wildbiene-Päddel“ konsequent und zielstrebig umgesetzt.“ Als weitere Aushängeschilder nannte sie den zertifizierten Premiumwanderweg „Wilgartswiesen Biosphärenpfad“, die Streuobstwiesen am Ortsrand und die Vermarktung regionaler Produkte wie Wildbret, Rind- und Wasserbüffelfleisch, Honig und Forellen durch die Gemeindemitglieder. „Ihr Engagement für eine nachhaltige umweltgerechte Entwicklung ist eine entscheidende Größe für die Dorfentwicklung auf lange Sicht. Sie alle sorgen so dafür, dass Ihre Gemeinde für Gäste und Bürgerschaft attraktiv bleibt. Und nicht zuletzt wird durch Ihr Engagement sichergestellt, dass das wertvolle Natur- und Kulturerbe Ihrer Gemeinde erhalten bleibt“, so das Fazit der Ministerin.

Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE, ERNÄHRUNG UND FORSTEN

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