Naturgartentage 2018 / Staatssekretär Dr. Griese betont Bedeutung von Biotopen in öffentlichen und privaten Gärten

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Naturgartentage 2018 / Staatssekretär Dr. Griese betont Bedeutung von Biotopen in öffentlichen und privaten Gärten Thomas Griese - mulewf.rlp.de - MULEWF - Martina Pippich
(BUP) „Unsere Artenvielfalt zu schützen und zu erhalten: Das ist das Ziel der naturnahen und nachhaltigen Pflege von Gärten. Ich kann daher nur dazu aufrufen, Biotope anzulegen und damit auch unsere eigenen Lebensgrundlagen zu erhalten!“, sagte Staatssekretär Dr. Thomas Griese anlässlich der diesjährigen Naturgartentage 2018 in Heidelberg. „80 Prozent der heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Wir müssen ihnen also einen Lebensraum bieten. Ich denke da an heimische Arten, Wildpflanzen und Wildkräuter, insektenfreundliche Wiesen, extensive Bewirtschaftung und der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel“, so Dr. Griese.

Förderung durch das Land

In seinem Grußwort betonte der Umweltstaatssekretär zudem, welche Unterstützung das Land Rheinland-Pfalz bereit hält, um die Ziele der Biodiversitätsstrategie zu erreichen:  „Wir als Land fördern den Erhalt der Biodiversität in Gärten, in der Landwirtschaft und in Kommunen – und zwar nicht nur mit einer Vielzahl an Fördermöglichkeiten der Aktion Grün, sondern auch mit der Initiative „Rheinland-Pfalz blüht““, so der Staatssekretär. „Mit der Stärkung des Ökolandbaus und unserem Vertragsnaturschutzprogramm sorgen wir außerdem dafür, dass auch in landwirtschaftlich geprägten Gegenden das Anlegen bestäuber- und insektenfreundliche Blühstreifen finanziell unterstützt wird.“ Dr. Griese verwies auch auf die Förderung von Schulgärten durch das Förderprogramm des Landes, in denen schon Kinder und Jugendliche lernen, wie sich die Natur im Rhythmus der Jahreszeiten verändert. „Ein wichtiges Projekt ist die Kooperation der Landeszentrale für Umweltaufklärung mit Imkereiverbänden. Unter dem Motto „Bienen machen Schule“. Bis Ende 2018 werden 150 Schulen an dem Projekt teilnehmen“, freute sich Dr. Griese. Er verwies zudem auf die Initiative „Entsteint euch!“ im Rahmen der Aktion Grün, die für einen blühenden Garten wirbt: „Der Trend zum Steingarten ist Gift für Insekten, Brutvögel und Kleintiere wie etwa den Igel. Statt der Steine sollten daher Blühmischungen, Streuobst, Stauden und Sträucher wieder ihren Weg in die Gärten finden“, so Dr. Griese.

Der Staatssekretär nutzte schließlich die Gelegenheit, sich bei den vielen ehrenamtlichen Naturinteressierten, bei den Gärtnerinnen und Gärtnern sowie Landschaftsplanerinnen und -planern für ihren Einsatz im Sinne der biologischen Vielfalt zu bedanken: „Sie sind Vorreiter und Vorbild. Und Sie werden dafür belohnt: Denn ein artenreicher Garten ist nicht nur bunt, er lockt nicht nur Insekten an – er sieht einfach auch schön aus!“, so Dr. Griese abschließend.

Quelle: mueef.rlp.de

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