Pfälzerwald / 25 Jahre Biosphärenreservat Pfälzerwald – Höfken: Bedeutende Visitenkarte des Landes und Hotspot der Biodiversität

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Pfälzerwald / 25 Jahre Biosphärenreservat Pfälzerwald – Höfken: Bedeutende Visitenkarte des Landes und Hotspot der Biodiversität Ulrike Höfken - mulewf.rlp.de - MULEWF - Kerstin Bänch
(BUP) „Das Biosphärenreservat Pfälzerwald ist ein wichtiger Lebensraum für unsere heimischen Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig eines der prägenden und identitätsstiftenden Elemente der Pfalz. Damit ist es nicht zuletzt eine bedeutende Visitenkarte des Landes Rheinlad-Pfalz. Zu dieser besonderen Entwicklung möchte ich am 25. Geburtstag herzlich gratulieren. Ich danke insbesondere dem Träger, dem Bezirksverband Pfalz mit Herrn Theo Wieder als Vorsitzenden, für die engagierte Arbeit der letzten Jahre“, so Ulrike Höfken anlässlich der Jubiläumsfeier im Haus der Nachhaltigkeit in Trippstadt. Der Bezirksverband Pfalz als Träger des deutschen Teils des Biosphärenreservats richtete die Jubiläumsfeier aus.

„Gerade vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz kommt unseren Wäldern eine wichtige Rolle zu, sei es unter anderem als CO2-Senke oder als Lieferant von frischer Luft und sauberem Wasser. Gemeinsam mit den französischen Partnern wollen wir das Biosphärenreservat weiter zu einer Modellregion entwickeln, von der Natur und Menschen profitieren. Neben der grenzüberschreitenden Kooperation, gelten für uns die regionale Selbstverantwortung, die innovative Idee des UNESCO-MAB-Programms und die Kriterien für Biosphärenreservate als richtige Prinzipien, die unsere Arbeit leiten. Daher gilt mein Dank auch dem MAB-Nationalkomitee, ohne dessen qualifizierte Unterstützung diese komplexe und anspruchsvolle Gesamtaufgabe kaum zu leisten wäre“, so Höfken.

Die Erfolge können sich sehen lassen. So habe die jüngste Evaluierung des Nationalkomitees den Status des deutschen Teils als UNESCO-Biosphärenreservat bestätigt. Im Mittelpunkt stehe dabei immer die Beziehung zwischen Mensch und Natur. „Es geht um das Bewahren von Natur- und Kulturlandschaft und um die zukunftsfähige Entwicklung der Region zugunsten einer regionalen Wertschöpfung. Dazu gehört das Luchsprojekt, die Entwicklung der Wooge und Triftbäche ebenso wie die Bauernmärkte, die Hütten des Pfälzerwald-Vereins oder der geplante Sternenpark. Auch das deutsch-französische Projekt „LIFE Biocorridors“ zur modellhaften Realisierung unterschiedlicher Maßnahmen zur Biotopvernetzung wird weiter zur Sicherung der biologischen Vielfalt beitragen. In der Zukunft wollen wir die weitere Entwicklung mit dem geplanten Naturschutzgroßprojekt "Neue Hirtenwege im Pfälzerwald" erreichen. Der Pfälzerwald bleibt ein Hotspot der Biodiversität“, unterstrich Höfken.

Die kürzlich vorgenommene Erweiterung der Kernzonen im Biosphärenreservat auf die von der UNESCO geforderten drei Prozent an der Gesamtfläche sei ein Gewinn. „Die mit allen Akteuren erarbeitete Erweiterung trägt dazu bei, die durch Landschaftszerschneidung beeinflussten Lebensräume der Tier- und Pflanzenarten wieder zu verbinden und Natur Natur sein zu lassen“, so Höfken: „Neben dem Nationalpark, dem Naturschutzgroßprojekt Bienwald oder den Auwäldern am Rhein tragen auch die Kernzonen im Biosphärenreservat dazu bei, ein weiteres Stück Wildnis in Rheinland-Pfalz entstehen zu lassen. Gemeinsam mit unseren französischen Nachbarn aus den Nordvogesen werden wir den Pfälzerwald weiter im Sinne der Nachhaltigkeit und der regionalen Wertschöpfung zu einer Modellregion entwickeln.“

Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE, ERNÄHRUNG UND FORSTEN

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