Verbrauchertransparenz und Tierwohl müssen an erster Stelle stehen - Isolde Ries: „Strengere Kennzeichnungsregeln für Fleisch nötig!“

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Verbrauchertransparenz und Tierwohl müssen an erster Stelle stehen - Isolde Ries: „Strengere Kennzeichnungsregeln für Fleisch nötig!“ Isolde Ries - SPD-Landtagsfraktion - Peter Kerkrath
(BUP) „Lidl geht das an, was schon längst die Regel sein sollte und was sich Verbraucher wünschen: Mehr Transparenz an der Fleischtheke und Klarheit über die Haltungsbedingungen der Tiere“, erklärt die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Isolde Ries. „Der Preis des Produktes sagt leider wenig über die Haltungs- und Produktionsbedingungen der Tiere und auch nichts über die Arbeitsbedingungen der Menschen in den Betrieben aus. Nicht alles, was teuer ist, ist unter guten Bedingungen produziert. Für die Verbraucher sollten aber gerade diese Aspekte deutlich erkennbar sein!“. Ries fordert daher, die Kennzeichnungsregelungen für Fleischprodukte weiter zu verschärfen. Bisher sieht die Kennzeichnungsregelung eine Herkunftskennzeichnung mit Aufzucht- und Schlachtort des Tieres vor, allerdings nur bei unverarbeitetem Fleisch.

„Haltungsbedingungen bleiben dabei aber im Verborgenen“, sagt die SPD-Abgeordnete. „Bei Fleisch sollte ein ähnliches System wie bei Hühner-Eiern eingeführt werden. Dort hat es sich bewährt und zu einem Umdenken geführt, sodass unverarbeitete Eier aus Käfighaltung aus den Regalen verdrängt wurden. Die Entscheidung von Lidl ist ein erster guter Schritt für mehr Tierschutz und die Verbrauchertransparenz. Sie ist aber nur eine Stellschraube in einem System, das an vielen Stellen hakt und sollte für Betriebe und Unternehmen ein Vorbild sein. Echte Transparenz erhalten die Verbraucher aber nur durch gesetzliche Regelungen, die die Unternehmen dazu anhalten, Haltungsformen und Produktionsbedingungen ordentlich und wahrheitsgemäß zu kennzeichnen. Dazu gehören auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.“

Quelle: SPD-Fraktion im Landtag des Saarlandes

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