Schweinehaltung / Heuer: Bund muss Übergangsfristen für Gruppenhaltung regeln

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Schweinehaltung / Heuer: Bund muss Übergangsfristen für Gruppenhaltung regeln Guido Heuer - cdufraktion.de - CDU Landtagsfraktion Sachsen Anhalt
(BUP) Der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Guido Heuer, hat vor einem Sterben bei kleinen und mittleren Betrieben von Schweinehaltern gewarnt. Der Grund liegt im aktuell geforderten Übergang zur Gruppenhaltung. Viele Unternehmen könnten die Kosten für größere Stände nicht aufbringen. „Wir brauchen deutschlandweit Übergangsfristen von mindestens 20 Jahren, um Wettbewerbsverzerrungen in Europa zu vermeiden. Darüber hinaus muss die individuelle finanzielle Situation der Unternehmen Berücksichtigung finden“, so Heuer. Dänemark und Holland hätten diese Übergangsfristen langfristig geregelt. „Präferiert wird aktuell das dänische Modell der Gruppenhaltung mit Schutzraumsystem. Wir reden hier von einer Verdoppelung der Standfläche von derzeitig 1,4 m² auf über 3,5 m². Diese bedeutet größere Ställe, weniger Tiere und damit höhere Investitionen zuzüglich wirtschaftlicher Ausfälle. Das sich dies künftig auch auf steigende Schweine- und damit Verbraucherpreise auswirkt, liegt auf der Hand“, so Heuer.

Dieser fordert mehr Rechtssicherheit bei Stallumbauten. Dazu müsse der Bund den Paragraphen 38 der Tierschutzhaltungsverordnung angepasst werden.

Quelle: CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt

1 Kommentar

  • Dr. Dirk Hesse

    Hallo Herr Heuer,
    Vielen Dank fuer Ihre klaren Worte und Ihre Position!
    Schweinehalter haben schon immer, meist zusammen mit Firmen, an der Verbesserung Ihrer Tierhaltung gearbeitet. D.h. Mit jedem Neubau eines Schweinestalles wurde auch immer mehr Tierwohl und mehr Umweltschutz erreicht. Manches wurde auch fuer die dort arbeitenden Menschen besser!
    Seit etwa einem Jahr arbeiten, gemeinsam mit den Universitaeten Halle und Leipzig, 18 Schweinehalter aus Sachsen-Anhalt an der Optimierung der Haltung abgesetzter Sauen (genannt OHgS).
    Da es leider bis Heute von dem Gruen gefuehrten Landwirtschaftsministerium keine Unterstuetzung gab, bezahlen die Schweinehalter das gesamte Projekt aus eigener Tasche!
    Gern stehen die Schweinehalter auch bereit, Ihre Erfahrungen mit den neuen Systemen in die Entwicklung entsprechender neuer Rechtssetzungen mit ein zu bringen, Loesungsorientiert!
    Vielleicht koennen Sie helfen, das Politik und Schweinehalter, die taeglich selbst im Stall stehen, erstmalig gemeinsam am Gesetzeswerk arbeiten?
    Wir stehen jedenfalls jederzeit gern bereit.
    Mit freundlichen Gruessen
    Dirk Hesse
    Projektleiter OHgS

    Dr. Dirk Hesse Freitag, 14. April 2017 11:38 Kommentar-Link

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