Vogelzählung auf der Elbe: Artenvielfalt der Unterelbe erhalten

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Vogelzählung auf der Elbe: Artenvielfalt der Unterelbe erhalten Eka von Kalben - sh-gruene-fraktion.de
(BUP) Am Freitag war die Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein, Eka von Kalben, an der Unterelbe, um gemeinsam mit der Stationsleiterin des Elbmarschenhauses Edelgard Heim (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) und freiwilligen Helfer*innen vom Naturschutzbund Vogelbestände zu zählen. Dazu sagt die Fraktionsvorsitzende Eka von Kalben:

„Mir wurde noch mal sehr deutlich, wie unterschiedlich die Bestände an Vögeln in den einzelnen Gebieten sind. Dort, wo die Elbe verbaut ist, beispielsweise für den Küstenschutz, und Störfaktoren durch industrielle oder touristische Nutzung vorhanden sind, ist der Vogelbestand deutlich geringer. Besonders im Bereich des Naturschutzgebietes der Haseldorfer Binnenelbe sind dagegen sehr viele Vögel in einer großen Vielfalt vorhanden. Es lohnt sich wirklich, Eingriffe in die Natur zu vermeiden.

Nur mit größter Anstrengung kann es uns gelingen, die Artenvielfalt der Unterelbe zu erhalten. Ich möchte, dass meine Enkel und Enkelinnen auch noch den Kiebitz entdecken können. Die wertvollen Daten, die aus diesen Zählungen entstehen, verdanken wir auch den vielen Ehrenamtler*innen, die bei Wind und Wetter acht Stunden an Bord des Tümmlers durch das Fernglas schauen. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank.“

Dazu ergänzt Edelgard Heim: „Die erhobenen Daten landen nicht in der Schublade, sondern stehen bei Planungen und auch der Politik zur Verfügung. Ich freue mich über das Interesse von Frau von Kalben an unserer Arbeit.“

Hintergrund:
Jeden Monat werden im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein acht Stunden lang Vögel auf und an der Elbe gezählt. Gemeinsam mit wurden von Brokdorf bis zum Mühlenberger Loch auf beiden Elbseiten die aktuellen Vogelbestände erfasst. Seit 20 Jahren finden diese Zählungen statt und liefern damit wichtige Daten über die Entwicklung in der Region.

Neben einer Vielzahl von Sturmmöwen, Graugänsen, Krick- und Stockenten wurden auch Seeadler gesichtet. Der Bestand der Seeadler ist stabil, aber nicht jeder Horst wird in jedem Jahr angenommen. In diesem Jahr gab es zwei Jungvögel im Kreis Pinneberg. Ein Thema war die Frage um die Standorte von Seeadlerhorsten. So gibt es durchaus auch mal leerstehende Wohnungen bei Seeadlern. Seeadler haben grundsätzlich mehrere Horste und diese sind sehr wichtig, auch wenn sie nicht jedes Jahr genutzt werden.

Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag

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