Aktion „Thüringen wird Energie-Gewinner“ gestartet / Siegesmund: Bürgerinnen und Bürger sollen stärker von der Energiewende profitieren

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Aktion „Thüringen wird Energie-Gewinner“ gestartet / Siegesmund: Bürgerinnen und Bürger sollen stärker von der Energiewende profitieren Anja Siegesmund - anja-siegesmund.de
(BUP) Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Werther, der Prokuristin der Hainich Konserven GmbH und Familie Jobst aus dem Weimarer Land hat heute Umweltministerin Anja Siegesmund die Aktion „Thüringen wird Energie-Gewinner“ gestartet. „Thüringen braucht eine Energiewende von unten. Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger sollen stärker von der Energiewende profitieren“, sagte die Ministerin.

Mit der Aktion werden Best-Practice-Beispiele von Thüringer Energie-gewinnern präsentiert und zum Mitmachen angeregt. Ab dem 29. Februar 2016 werben die Akteure auf klassischen (Plakate, Anzeigen, Hörfunk, Tageszeitungen) wie modernen (Online, Social Media) Kanälen thüringenweit für die Chancen der Energiewende. Zu den ersten 30 Energiegewinnern zählen Beispiele aus Unternehmen, Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften: u.a. die Klassik Stiftung Weimar, die Herzgut Landmolkerei eG, die Energie in Bürgerhand Weimar eG, die Hainich Konserven GmbH, die Energiegenossenschaft Rittersdorf, die Bäckerei Helbing, die Eichsfeldwerke GmbH die Städte Suhl, Sömmerda, Schleiz, Weimar und Roßleben sowie die Gemeinden Schlöben und Werther.

„Thüringen kann zum Land der Energiegewinner werden“, sagte Siegesmund. Bereits heute finden sich dafür zahlreiche Beispiele. Überall im Land gibt es Menschen, die in ihrem Unternehmen, in ihrer Stadt oder Gemeinde sowie den eigenen vier Wänden umdenken. Thüringens Energiegewinner setzen erneuerbare Energien zur eigenen Strom- und Wärmeversorgung ein oder ergreifen Maßnahmen, um Energie zu sparen und effizient zu nutzen. Damit gewinnen sie neue Energie, die Klima und Geldbeutel gleichermaßen schont. Sie profitieren außerdem von mehr Lebensqualität, mehr Wohnlichkeit, sparen bares Geld oder unterstützen die Gesellschaft. Sie alle sind Teil der Energiewende und leisten aus ganz unterschiedlichen Gründen einen persönlichen Beitrag für Klima- und Umweltschutz. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass wichtige Investitionen in Thüringen bleiben. Schon heute engagieren sich Thüringens Bürgerinnen und Bürger in mehr als 30 Bürgerenergiegenossenschaften. Mit einer Energiewende „von unten“ tragen sie zu einer dezentralen Energieversorgung bei.

„Damit noch mehr Thüringerinnen und Thüringer zu Energiegewinnern werden können, setzen wir auf das Engagement von Kommunen, Bürgerenergiegenossenschaften und natürlich der Bürgerinnen und Bürger“, so die Ministerin. „Die Generationenaufgabe Energiewende schaffen wir nur gemeinsam.“

Die Webseite zur Aktion „Thüringen wird Energie-Gewinner“ ist unter www.energiegewinner-thueringen.de verfügbar und lädt dazu ein, mitzumachen und eigene Energie-Gewinner-Projekte zu melden.

Hintergrund:
Thüringen hat sich zum Ziel gesetzt, bereits 2040 den landesweiten Energiebedarf bilanziell zu 100 Prozent klimafreundlich aus regenerativen Energien zu decken. Aktuell werden noch immer über zwei Drittel des Strom- und Wärmebedarfes vorwiegend aus klimaschädlichen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas importiert.

Im Bundesrat hat sich Thüringen dafür eingesetzt, dass sich der Ausbau der Windenergie auch in den kommenden Jahren für Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften lohnt. Ebenso hat die Landesregierung beim Bund für die rund 350 Bioenergieanlagen in Thüringen eine wirtschaftliche Perspektive eingefordert. Und mit dem Förderprogramm GREENinvest werden Thüringens Unternehmen dabei unterstützt, auf energieeffiziente Produktionsweisen umzustellen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Das hilft nicht nur dem Klima, sondern stärkt den Wirtschaftsstandort Thüringen.

Quelle: thueringen.de

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