Artgerechte Tierhaltung in Fachgespräch diskutiert

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Artgerechte Tierhaltung in Fachgespräch diskutiert Johanna Scheringer Wright - DIE LINKE im Thüringer Landtag
(BUP) Mit Verweis auf das heutige Fachgespräch der Linksfraktion im Thüringer Landtag „Artgerechte Tierhaltung - Wie soll das gehen und rechnet sich das?“ sagt Dr. Johanna Scheringer-Wright, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion: „Kein Thema wird derzeit in der Agrarpolitik so kontrovers diskutiert wie die Tierhaltung. Die Vorstellungen der Gesellschaft stehen der wirtschaftlichen Machbarkeit gegenüber. Auf der einen Seite gibt es den Verbraucherwunsch nach ökologisch produzierten Tieren auf der anderen Seite steht die Bereitschaft höhere Preise zu zahlen.“

Vorgestellt wurden in dem Fachgespräch wirtschaftliche Konzepte die Offenstallhaltung von Schweinen und ein wirtschaftliches System der Milchviehhaltung ohne Kraftfuttereinsatz. „Deutlich wurde, dass es niemals nur um einzelne Faktoren geht, die geändert werden müssen, sondern um die Betrachtung des ganzen Systems“, betont die Abgeordnete.

Prof. Dr. Onno Poppinga sprach vor allem die Möglichkeit, in der Milchviehhaltung mehr Grundfutter einzusetzen, sowie weiteren Forschungsbedarf bei der Weidehaltung an. Es ging ihm aber auch um die verbesserter Milchqualität, die  Lebensleistung und die Gesundheit der Tiere. Der Fachmann für Schweinehaltung Rudolf Wiedmann zeigte mit seinem Stallkonzept nicht nur die wirtschaftliche Machbarkeit von Offenstallhaltung bei Schweinen auf, sondern auch die Vorteile, die durch den verbesserten Gesundheitszustand der Tiere entstehen. Annika Bromberg vom Tierzuchtfonds betonte vor allem die Notwendigkeit, eigenständige Zuchtlinien für die ökologische Tierproduktion zu schaffen.

„Außerdem, das wurde deutlich, muss besonders in der Politik flexibler für neue Rahmenbedingungen für alternative Haltungsformen gesorgt werden. Das geänderte Agrarinvestitionsprogramm ist in der jetzigen Neufassung ein guter Kompromiss, um Modernisierungen für mehr Tiergerechtigkeit und weniger Umweltbelastungen in der Tierhaltung voranzubringen“, sagt Scheringer-Wright abschließend.

Quelle: DIE LINKE. Fraktion im Thüringer Landtag

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