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Bekleidungsunternehmen Patagonia stoppt nach PETA-Recherche den Kauf der Wolle von tierquälerischem Zulieferer – Lämmer bei lebendigem Leib gehäutet

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(BUP) Nach Veröffentlichung der verstörenden PETA-Videoaufnahmen über die Zustände auf den Schaf-Farmen des Netzwerkes „Ovis 21“ gab das kalifornische Bekleidungsunternehmen Patagonia bekannt, den Ankauf von Wolle dieses Zulieferers einzustellen. Die Bilder zeigen, wie Lämmer und Schafe auf den Farmen in Argentinien vernachlässigt und misshandelt wurden. In einem gestern veröffentlichten Statement bezeichnete Patagonia-CEO Rose Marcario PETAs Recherchematerial als „schockierend” und gab bekannt, dass das Unternehmen den Kauf von Wolle über Ovis 21 eingestellt habe und keine Wolle mehr von dort beziehen würde, bis der Zulieferer einen „humanen Umgang mit Tieren” versichern könne.
 
„Unter dem Druck der Verbraucher, die versicherten, alles, was sie von Patagonia besitzen, zu begraben, zu verbrennen, zurück- oder wegzugeben und nie wieder dort zu kaufen, hat sich Patagonia nicht nur entschuldigt, sondern sagt nun zudem, dass das Unternehmen keine Wolle mehr kaufen wird, bis es bestimmte Versicherungen seitens des Zulieferers erhält“, so die PETA-Vorsitzende Ingrid Newkirk. „PETA begrüßt diese neue Bewegung, da ‚alle Schritte gute Schritte’ sind. Doch PETA gibt auch zu bedenken, dass Patagonia – wenn es sich intensiv mit der Wollindustrie befasst – herausfinden wird, dass diese Grausamkeiten immer Teil der Wollproduktion sein werden, wie wir es in Australien, Amerika und nun auch Argentinien herausgefunden haben. Die einzige 100-prozentige humane Lösung, um das Leid von Tieren für Kleidung – von Krokodilen, Kaninchen, Nerzen bis hin zu Schafen – zu beenden, ist ein Wechsel zu veganen Textilfasern.“
 
In dem Video ist zu sehen, wie Arbeiter den Lämmern bei vollem Bewusstsein die Beine zusammenbanden, ihnen mit einem Messer in die Kehle schnitten und Blutungen und Erbrechen bei den Tieren verursachten. Dabei wehrten sich die Tiere, strampelten mit den Beinen und schlugen wild mit dem Schwanz um sich. Während Marcario bemerkt, dass einige der Schafe für den Verzehr getötet wurden, weist PETA darauf hin, dass alle für die Wollproduktion ‚verwendeten‘ Schafe geschlachtet werden, sobald sie wertlos für die Industrie sind – einschließlich derjenigen, die während der Schur geschlagen, umhergeworfen und aufgeschnitten wurden.
 
PETA USA hat bei den argentinischen Behörden Strafanzeige eingereicht, die auf das argentinische Bundestierschutzgesetz Bezug nimmt. Das Material der Tierrechtsorganisation zeigt, wie Lämmer schreien, keuchen und sogar noch treten, nachdem ihre Hälse durchgeschnitten wurden – andere verletzte Tiere mussten dabei aus wenigen Meter Entfernung zusehen. Die schnelle und grobe Schur verursachte blutende Wunden. Der Augenzeuge sah nie, dass die Verletzungen der Schafe tierärztlich versorgt wurden. Mindestens eine Verletzung war so schwer, dass inneres Gewebe hervortrat und das Tier später starb. Nicht mehr gewollte, ältere Schafe wurden aussortiert, gepackt und weggeschliffen, um anschließend geschlachtet zu werden.

Quelle: peta.de

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