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Elke Brunnemer: „GrunzMobil-Tour“ an Schulen – nachhaltige, ausgewogene Bildung?“ – Landesregierung zieht sich aus der Verantwortung

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(BUP) Die Kampagne „GrunzMobil“ der Albert Schweitzer Stiftung löste nicht nur bei Schülerinnen und Schülern im Rhein-Neckar-Kreis Unbehagen aus. Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Elke Brunnemer ist von der drastischen und plakativen Methode, eine Ernährung mit völligem Verzicht auf tierische Lebensmittel gegen Fleisch-Esser auszuspielen, besorgt. In einer parlamentarischen Initiative erkundigt sie sich deshalb nach der Differenziertheit der Projektes sowie nach den Methoden der Informationsdarstellung dieser Stiftung.

„Es ist für mich völlig unverständlich, wie sich die Landesregierung angesichts dieser offensichtlich unausgewogenen Kampagne aus der Verantwortung zieht“, kritisiert Elke Brunnemer. „Die Kampagnen der Albert-Schweitzer-Stiftung“, so berichtet die Landesregierung im Antrag, „zielen nach Einschätzung der Landesregierung auf eine Änderung der Konsum- und Ernährungsgewohnheiten ab. Durch die Darstellung der landwirtschaftlichen Tierhaltung und ihrer Bedingungen auf Basis von entsprechendem Bildmaterial soll das Publikum zum Nachdenken angeregt, Mitleid mit den Tieren und letztlich eine Ablehnung der landwirtschaftlichen Tierhaltung erzeugt werden.“ „Die Landesregierung muss sich angesichts dieser klaren Zielrichtung der Stiftung unseres Erachtens gegenüber den Schulleitungen verbindlich und uneingeschränkt zu einer ausgewogenen und neutralen Aufklärung der Schülerinnen und Schüler bekennen. Es reicht nicht aus, wenn sie sich im Antrag auf das Zitieren von Formulierungen des Bildungsplans beschränkt. So schreibt der zuständige Kultusminister Stoch im Antrag: „Das Abwägen der Argumente für und gegen eine vegetarische bzw. vegane Ernährung kann im Rahmen einer Erörterung im fächerverbindenden Unterricht mit dem Fach Deutsch begleitet werden.“ „Wir erwarten, dass sich die Landesregierung hinsichtlich des Projektes GrunzMobil nicht auf „kann“-Aussagen beschränkt und sich für eine objektive und transparente Darstellung einsetzt.“

Quelle: cdu.landtag-bw.de

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