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Giftköder in Hagen ausgelegt – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus / Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

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(BUP) Anschläge auf Hunde in Hagen: Ein bisher unbekannter Täter hat im Hagener Fleyerviertel, im Bereich der Karl-Halle-Straße, mit Rattengift versehene Haferflocken in Privatgärten ausgelegt. Vergangene Woche aß eine Hündin einen solchen Giftköder; sie wird noch immer tierärztlich behandelt. Die Polizei Hagen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise auf den Täter. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Um die Fahndung nach dem oder den Tierquäler(n) zu unterstützen, setzt PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte telefonisch unter 01520 73 733 41 oder per E-Mail an die Tierrechtsorganisation oder direkt an die Polizei Hagen unter der Telefonnummer 02331 98 62 06 6 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. PETA weist darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von Giftködern wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch weitere Funde von präparierten Ködern sollten umgehend der Polizei gemeldet werden.

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder sorglos im Garten laufen und spazieren geführt werden können“, betont Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Neben der Gefährdung für Hunde, stellen die vergifteten Lebensmittel auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein und im Falle eines Verdachts auf Verzehr von vergifteten Ködern umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Aufgrund der aktuellen Situation ist es ratsam, dass Hundehalter in Hagen regelmäßig ihre Gärten nach Ködern absuchen, bevor sie ihren Vierbeiner unbeaufsichtigt laufen lassen.“

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Kontakt:
Sylvie Bunz
49 (0)711 860 591 528
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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