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Vorsitzender des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Paul Locherer MdL: „Land sieht beim Gartennaturschutz zwar Bedarf, aber keinen Grund zum Handeln“

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(BUP) Fast jeder zweite Haushalt in Baden-Württemberg bewirtschaftet einen Garten. In der Fläche macht dies landesweit rund 100.000 ha aus. Mit einer parlamentarischen Initiative ist der Vorsitzende des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion, Paul Locherer MdL, in Sachen Gartennaturschutz an die Landesregierung herangetreten. Aus der Antwort von Landwirtschaftsminister Bonde geht zwar hervor, dass die Landesregier¬ung die Förderung von naturnahen, ökologischen Gärten grundsätzlich positiv bewertet. Gleichwohl sieht sie derzeit keinen Anlass, über die bestehenden Förderungen und natur¬schutzrechtlichen Regelungen hinaus zu handeln.

„Hausgärten bieten einen unmittelbaren Kontakt mit der Natur. Die Gestaltung und Nutz¬ung umfasst eine große Spannbreite. Sie reicht vom reinen Ziergarten bis hin zum natur¬nahen Biotopgarten. Die Auszeichnung ökologisch wertvoller Privatgärten sollte verstärkt in den Fokus genommen werden. Als Beispiel hierfür dient die Initiative ,Natur in Gärten‘ aus Vorarlberg/Österreich. Dort würden Gärten zertifiziert, die in besonderer Weise im Einklang mit der Natur stehen. Aus unserer Sicht sollte die Landesregierung auch bei uns in Baden-Württemberg eine solche Initiative auf den Weg bringen“, sagte Locherer am Freitag (12. Juni).

„Daneben könnte die Kompensation eines Eingriffs in die Natur bei der Ausweisung von Wohnbaugrundstücken durch ökologisch gestaltete und zertifizierte Hausgärten mit in die Hand der Bürgerinnen und Bürger gegeben und deren Engagement für Natur vor der Haustür gewürdigt werden. Es ist bedauerlich, dass die Landesregierung in dieser Sache keinen Handlungsbedarf sieht und sich mit formaljuristischen Argumenten zurücklehnt“, so Locherer.

Bemerkenswert sei, dass der NABU Baden-Württemberg  die Initiative zu einer Gartenmedaille ausdrücklich begrüßt und prüft, sich daran zu beteiligen. „Dies sollte Minister Bonde eigentlich zu denken geben“, betonte Locherer.

Quelle: cdu.landtag-bw.de

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