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Vorurteile gegen Jäger: Sie schaden der Natur

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Vorurteile gegen Jäger: Sie schaden der Natur

(BUP) In den vergangenen Jahren haben die Wildschäden in der Landwirtschaft erheblich zugenommen. Das Schwarzwild verursacht die größten Schäden, doch auch Rotwildschäden verzeichneten eine Zunahme. Bei der Jagdschule ist es für Landwirte und jedermann sonst möglich, den Jagdschein erfolgreich zu absolvieren. Fachwissen führt zu den Grundlagen der waidgerechten Jagd. In Baden-Württemberg hat sich dafür die Jagdschule-Abt etabliert. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auch auf der Webseite Jagd-Fakten.

Erhöhung der Wildbestände
Wenn sich der Lebensraum vergrößert, erhöht sich auch der Ertrag einer Jagd. Die Wildbestände erhöhen sich bei dem zunehmenden Nahrungsangebot. Neu angelegte Mischwälder begünstigen diese Entwicklung. Das aufsteigende Stickstoff- und Kohlendioxid begünstigt diesen Trend. Der erhöhte Schadstoffausstoß verursacht, dass Bäume und Sträucher wesentlich mehr Früchte tragen. Das bedeutet die Hauptnahrungsquelle von Wildschweinen.

Da infolge des Klimawandels mildere Winter in Mitteleuropa eingetreten sind, wird die natürliche Auslese behindert. Ein vergrößertes Nahrungsangebot durch veränderte Anbauweise von Mais, Raps und Weizen in der Landwirtschaft bietet für die anpassungsfähigen Wildtierarten ideale Lebensbedingungen. Aktuell nehmen in Deutschland Wildschäden zu.

Nach Angaben des Bundesforschungsinstituts für ländliche Räume, Wald und Fischerei Johann Heinrich von Thünen hat sich der Wildschweinbestand in den letzten 40 Jahren verdreifacht. Die konventionelle Jagd ist in Deutschland notwendig geworden, da zu hohe Wildbestände wirtschaftliche Schäden in der Land- und Forstwirtschaft verursachen. Diese Schäden werden im Volksmund auch Wildschäden genannt. Wenn sich Wildtiere stärker vermehren, sollten professionelle Jäger verstärkt eingreifen.

Jagd in Deutschland
Eine Jagd unterliegt in Deutschland den gesetzlichen Regelungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) und den Landesjagdgesetzen. Eine unerlaubte Jagd wird als Wilderei strafrechtlich verfolgt.

Ein Bestandteil der Jagd ist gleichzeitig die Hege. Dazu gehört die Fütterung des Wildes in Notzeiten und die Anlage von Wildäckern im Winter. Darüber hinaus werden auch Maßnahmen ergriffen, welche dem Naturschutz dienen.

Natur- und Artenschutz bei Wildtieren
Angesichts der Tatsache, dass die biologische Vielfalt dramatisch im Wald und auf Feldern zurückgeht, sollte sich ein Jäger im Einklang mit anerkannten Naturschutzverbänden verhalten. Gemeinsam mit Naturschützern sollten gegen die Bestandsrückgänge bei bedrohten Tierarten Anstrengungen unternommen und neue Lebensräume erschlossen werden. Diese Zusammenarbeit funktioniert auf einigen lokalen Ebenen bereits tadellos. Jetzt sollte die gesamte Jägerschaft nachziehen. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) erwartet von den Jagdverbänden, dass sie sich für den Naturschutz einsetzen.

Quelle: jagdschule-abt.de
Bilder: pixabay.com

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