Martin Huber: Bayern soll bei Stromversorgung Importe so gering wie möglich halten - Junge Gruppe der CSU-Landtagsfraktion will mit innovativen Ansätzen zum Gelingen der Energiewende beitragen

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(BUP) „Wir müssen in Bayern dafür sorgen, dass wir möglichst viel von dem Strom, den wir verbrauchen, auch selbst produzieren“, erklärt Martin Huber, Vorsitzender der Jungen Gruppe der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, nach einem energiepolitischen Fachgespräch seiner Gruppe. Die Energiewende in Bayern bedeute Ausbau der Wasserkraft und der Biomasse bei gleichzeitigem Neubau von Speicherkraftwerken. Dazu komme die Forschung und Entwicklung von neuen Technologien, um die Energiewende weiter voranzutreiben.

Professor Dr. Claudia Kemfert, die die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin leitet und als Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance tätig ist, wies darauf hin, dass es bei der Energiewende nicht nur darum gehe, Strom mit neuen Technologien zu produzieren. Die Energiewende sei nur zu einem Drittel eine „Stromwende“. Man müsse auch Faktoren wie Nachfrage, Effizienz, Gebäudesanierung und Mobilität im Blick haben, die bisher vernachlässigt würden.
 
Kemfert bezeichnete den Netzausbauplan als „im Moment überdimensioniert“. Sandro Kirchner, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Gruppe, stimmte mit ihr darüber ein und bezeichnete sich als „Skeptiker“ der neuen Trassen. Es sei richtig, überschüssigen Strom von Windkraftanlagen aus dem Norden nach Bayern zu bringen. Zugleich solle Bayern aber verstärkt auf Speicher setzen. Dies hätte zum einen den positiven Effekt einer größeren Unabhängigkeit zum sehr volatilen Windstrom. Zum anderen könne dann der Kohlestrom heruntergefahren werden. Kemfert lobte zudem die Biomasse als grundlastfähigen und in Bayern noch ausbaufähigen Energieträger.

Prof. Dr. Wolfgang Arlt, Verfahrenstechniker an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,  appellierte an die Politik, genau zu prüfen, ob der Bau von Stromtrassen wirklich die beste Lösung sei. „Bayern muss stärker auf innovative Lösungen zur Stromspeicherung setzen. Wenn die Stromtrassen jetzt vorschnell gebaut werden, dann ist für die nächsten 50 Jahre alles fixiert und innovative Lösungen haben sich damit erledigt.“

Der CSU-Abgeordnete Martin Huber erklärte abschließend: „Generationengerechtigkeit liegt in Zukunft auch in dem Erfolg der Energiewende. Deshalb wird sich die Junge Gruppe weiterhin für Forschung und Innovationen im Bereich der Energiewende einsetzen und dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger noch stärker an der Energiewende beteiligt werden. Dafür muss ein neues ‚Strommarkt-Design‘ geschaffen werden, in dem eine Vielzahl von Erzeugern Strom für eine Vielzahl von Verbrauchern produziert. Damit wird auch sichergestellt, dass die Energiewende bezahlbar bleibt.“
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