(BUP) Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich der Hauptversammlung der Bayer AG in Köln gegen bienengefährdende Pestizide demonstriert. Die Umweltschützer berufen sich auf wissenschaftliche Studien, die eine Schädigung von Bienen und weiteren Bestäuber-Insekten, Wasserorganismen und Vögeln durch Neonikotinoide belegen, zu denen auch das von Bayer hergestellte Pestizid Thiacloprid gehört. Thiacloprid wird im Obst- und im Rapsanbau sowie im Hobbygarten eingesetzt. Es steht auch im Verdacht, bei Menschen Krebs zu erzeugen.„Jahr für Jahr landen die Nervengifte von Bayer in der Umwelt und vergiften in ganz Europa Tiere, Böden und Gewässer“, sagte die BUND-Pestizidexpertin Corinna Hölzel. „Bayer muss…
(BUP) Das Bundesumweltministerium erleichtert Unternehmen die Teilnahme an neuen Energieeffizienz-Netzwerken. Das seit August 2014 laufende Projekt "LEEN 100" wurde mit 1,3 Millionen Euro zu "LEEN 100 plus" aufgestockt. Die Hilfen für Unternehmen werden damit deutlich ausgeweitet.Im Rahmen des Projektes werden allen Unternehmen, die an einem LEEN-Netzwerk im Rahmen der Netzwerke-Initiative teilnehmen wollen, die erforderlichen Lizenzen für die Tools und Arbeitshilfen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das BMUB unterstützt damit die im Dezember zwischen Bundesumweltministerium, Bundeswirtschaftsministerium und Wirtschaftsverbänden vereinbarte Netzwerke-Initiative.LEEN steht für Lernende Energieeffizienz-Netzwerke und ist ein Netzwerke-Standard, mit dem Unternehmen ihre Energieeffizienz gegenüber dem Industriedurchschnitt wesentlich erhöhen können. Erfahrungen aus anderen…
(BUP) Anlässlich der morgen beginnenden Versteigerung neuer Funkfrequenzen warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einer weiteren Zunahme der Elektrosmogbelastung in Deutschland. „Da geeignete Schutzvorschriften fehlen, belastet die oftmals sorglose Anwendung insbesondere von Smartphones und Tablets zunehmend deren Nutzer. Davon ausgehende Umwelt- und Gesundheitsrisiken dürfen nicht länger ignoriert werden. Bevor neue Frequenzen vergeben werden, muss eine Strategische Umweltprüfung durchgeführt werden“, sagte der BUND-Mobilfunkexperte Bernd Rainer Müller. Über mögliche Langzeitwirkungen der Mobilfunkstrahlung sei erst wenig bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe die Strahlung jedoch bereits als potentiell krebserregend eingestuft. Müller: „Um mögliche Umwelt- und Gesundheitsschäden zu vermeiden, dürfen die…
(BUP) "Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ist mein Ziel. Dazu wurden bereits zahlreiche konkrete Maßnahmen, zum Beispiel im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik, umgesetzt", so Schmidt.Der Minister rückte den Wald als wichtigen Lebensraum für unzählige Arten besonders in den Fokus: "Die biologische Vielfalt wird mithilfe einer naturnahen Waldbewirtschaftung weiter erhalten."Die Wälder werden zu standortangepassten Mischbeständen aus Laub- und Nadelbaumarten aufgebaut. Forstliche Maßnahmen erfolgen im Rahmen einer naturnahen Waldbewirtschaftung räumlich punktuell. Anstelle der früher üblichen Kahlschläge werden heute nur einzelne Bäume entnommen. Bis zum nächsten Eingriff vergehen mehrere Jahre. Dazwischen bleibt der Natur viel Zeit, sich ohne menschliches Zutun…
(BUP) Die chemische Gruppe der Neonikotinoide, die zu den Nervengiften gehören, ist wissenschaftlich als bienengefährlich anerkannt. Die Verwendung von drei Substanzen aus dieser Stoffgruppe in bienenrelevanten Kulturen wurde von der EU bis Ende 2015 eingeschränkt. Trotzdem bietet die Firma Bayer weiterhin Produkte zur Zierpflanzenbehandlung und für den Kleingärtnerbedarf an, die das Neonikotinoid Thiacloprid beinhalten.So verkauft der Bayer-Konzern nach wie vor die thiaclopridhaltigen Schädlingsbekämpfungsmittel Lizetan und Calypso (Nutz- und Zierpflanzensprays) für den privaten Gebrauch. Thiacloprid hat sich zudem seit der Zulassungsbeschränkung der drei Neonikotinoide Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin im Raps- und Obstbau durchgesetzt, was insbesondere aktuell im Frühjahr höchst bedenklich ist.…
(BUP) Ein Jahr nach Konstituierung der Atommüll-Kommission durch Bundestag und Bundesrat hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine gemischte Bilanz der Kommissionsarbeit gezogen. Für Klaus Brunsmeier, den BUND-Vertreter in der Kommission, ist es ein Erfolg, dass die Kommission eine Überprüfung des derzeitig gültigen Standortauswahl-Gesetzes zu ihrem ersten Schwerpunkt gemacht hat.„Die Arbeit in der Atommüll-Kommission ist schwierig, aber erste Fortschritte sind erkennbar. Die Chance ist real, das Verfahren zur Suche nach dem am wenigsten gefährlichen Endlager für den hochradioaktiven Atommüll substantiell zu verbessern. Grundlage für die Endlagersuche ist das Standortauswahl-Gesetz. Dessen schnelle Novellierung muss jetzt Priorität haben, damit…
(BUP) Die Bundesregierung muss endlich eine Trendwende beim Meeresschutz einleiten. Im Rahmen der G-7-Präsidentschaft reduziert sie den Meeresschutz auf einen Aktionsplan und ein Forschungsprogramm zum Müllsammeln. Damit verpasst sie eine Chance, mit dem Schutz der Meere ein zentrales Thema aufzugreifen - und das, obwohl Vorschläge dazu seit langem auf dem Tisch liegen. Was wir dringend brauchen, sind klare internationale Regelungen für die Förderung von Rohstoffen in der Tiefsee. An weiteren Meeresbergbau-Lizenzen darf sich Deutschland nicht beteiligen, solange die Auswirkungen nicht klar sind. Was in diesem Feld von der Bundesregierung betrieben wird, ist ein Blendwerk erster Güte, denn die Gefahren aus…
(BUP) Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. hat den „Vertrauens-Check nachhaltige und transparente Wasserwirtschaft“ vorgestellt. Mit dem Test können wasserwirtschaftliche Unternehmen selbst überprüfen, ob sie der ökologischen, sozialen und ökonomischen Verantwortung im Sinne der Nachhaltigkeit nachkommen. Das derzeit nur Mitgliedern vorbehaltene Instrument soll langfristig Transparenz für das eigene Handeln und gegenüber der Öffentlichkeit schaffen. Die Standards wurden von zwei AöW-Mitgliedern entwickelt und sind orientiert an den Prinzipien der „nachhaltigen Wasserwirtschaft“. „Wer sich ihr verschreibt, beachtet nicht nur ökologische Grundsätze“, so Christa Hecht, AöW-Geschäftsführerin „sondern verzichtet auch auf unrechte Gebühren und Preise. Nachhaltige Akteure sind soziale Arbeitgeber, die vorrausschauende Personalentwicklung betreiben…
(BUP) "In den norddeutschen Bundesländern liegt nicht nur die Wiege der erfolgreichen Windindustrie hier schlägt auch das Herz der Energiewende in Deutschland. Es kommt darauf an, die sich abzeichnenden arbeitsmarktpolitischen und energiewirtschaftlichen Chancen zu sichern, die die Verknüpfung der preiswerten Windenergienutzung mit Biomasse, Fotovoltaik, effizienten KWK und Gaskraftwerken in Zusammenhang mit der Ausdehnung auf die Sektoren Wärme und Mobilität bieten.In diesem Sinne sollten sich die norddeutschen Bundesländer proaktiv in die Debatte um das künftige Strommarktdesign und die Diskussion um die Ausgestaltung von Ausschreibung einbringen', so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, am Rande der DEWEK in Bremen.Weltweit wachse die Nachfrage nach…
(BUP) Viele Tiere verstecken ihre Jungen im hohen Gras, um sie vor natürlichen Feinden zu schützen. Mit Beginn der Frühjahrs-Mahd und durch den Einsatz von Landmaschinen kann es dort jedoch lebensgefährlich für sie werden. Bei Rehkitzen in den ersten Lebenstagen führt der sogenannte "Drückinstinkt" dazu, dass sie bei Gefahr bewegungslos auf dem Boden verharren statt zu fliehen."Deswegen fördert mein Haus ein Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines praxistauglichen Systems zur Rehkitzrettung beim Mähen. Drohnen mit Wärmebildkameras überfliegen dazu vorab die Mähflächen" erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Das Projekt wird mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert und läuft seit 2012. "Die bisherigen Erfahrungen mit…
(BUP) Bundesumweltministerin Hendricks hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, ihre Anstrengungen beim Klimaschutz noch zu verstärken. Klimaschutz sei kein Luxus, sondern Investition in die Gesundheit und den Wohlstand der Menschen, sagte sie zum Auftakt des 6. Petersberger Klimadialogs.Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat gemeinsam mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius den 6. Petersberger Klimadialog eröffnet. Eingeladen sind Minister aus 35 Ländern. Auf dem zweitägigen informellen Treffen möchten Deutschland und Frankreich eine Grundlage für ein neues internationales Klimaabkommen legen. Es soll Ende des Jahres in Paris beschlossen werden.Voraussetzung für nachhaltigen WohlstandUmweltministerin Hendricks warnte: Die Veränderungen durch den Klimawandel würden unbeherrschbar, wenn die Erderwärmung nicht…
(BUP) "Die internationale Klimapolitik krankt am mangelnden Gestaltungswillen der Regierungen. Nur wenige Monate vor dem richtungsweisenden UN-Klimagipfel in Paris erklären jetzt Frankreich und Deutschland, dass die Erwartungen an ein neues Klimaabkommen nicht zu hoch sein sollten. Hollande und Merkel stellen sich damit ein eigenes Armutszeugnis klimapolitischer Machtlosigkeit aus", erklärt Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Auftakt des Petersberger Klimadialoges in Berlin. Bulling-Schröter weiter: "Die Klimapolitik zeigt exemplarisch wie heute Umweltschutz gemacht wird. Der neue Bottom-up-Ansatz, demzufolge Staaten nationale CO2-Reduktionsziele (INDCs) freiwillig melden, statt Klimaschutz-Vorgaben durch ein internationales Abkommen festzulegen, ist ein trauriger Erfolg von über…
(BUP) Acht deutsche Umwelt-Verbände fordern die Bundesregierung und die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf, endlich die letzten Ostseeschweinswale zu schützen, um das Aussterben des einzigen deutschen Ostseewals zu verhindern. Die Population in der zentralen Ostsee ist auf maximal 450 Tiere zusammengeschrumpft und gilt als stark vom Aussterben bedroht.„Der Schweinswal-Bestand der zentralen Ostsee wird nicht mehr zu retten sein, wenn Bund und Ostsee-Küstenländer nicht entschlossen handeln“, kritisieren die Verbände. Ausgerechnet die schutzbedürftige Walpopulation in der Ostsee wird besonders vernachlässigt. So bezieht sich das sog. Schallschutzkonzept des Bundesumweltministeriums (BMUB) zum Schutz von Schweinswalen bei der Errichtung von Offshore-Windkraft-Anlagen nur auf die Nordsee.…
(BUP) Zur Ankündigung von Rewe, in den Toom-Baumärkten kein Glyphosat mehr zu verkaufen, erklären Anton Hofreiter, Fraktions-Vorsitzender, und Harald Ebner MdB: Wir begrüßen es, dass Rewe Glyphosat aus seinen toom-Baumärkten verbannt. Anders als die Bundesregierung hat das Unternehmen die Krebswarnung der WHO ernst genommen und zum Wohle seiner Kunden reagiert. Glyphosat gehört jedoch grundsätzlich aus dem Verkehr gezogen. Wir hoffen und erwarten, dass auch die anderen Baumärkte und Gartencenter dem Beispiel von Rewe/toom folgen werden. Die Bundesregierung weigert sich bisher, die Menschen vor der Krebsgefahr durch Glyphosat zu schützen. Die Baumärkte in Deutschland sollten von sich aus dafür sorgen, die…
(BUP) Verschiedene Viren bedrohen in Kombination mit einer Milbe (Varroa destructor) weltweit die Honigbienen. Die in manchen Jahren feststellbaren hohen Winterverluste sind im Wesentlichen auf diesen Parasiten zurückzuführen."Die Vitalität und Gesundheit der Bienen sowie ihre Lebens- und Ernährungsgrundlagen zu schützen ist mir ein großes Anliegen", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt anlässlich des Starts eines neuen Forschungsprojekts. Auf drei Jahre angelegt soll in dem Projekt eine neue Zuchtmethode bei der Honigbiene etabliert werden, die die Züchtung widerstandsfähiger Bienenvölker gegenüber dieser tödlichen Bedrohung deutlich verbessern soll. Realisiert werden soll das Projekt am Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf mit Hilfe eines modernen DNA-Chips, vergleichbar…