Tagungshotels und Eventlocations

Tierfreundlicher Schlusspunkt: PETA fordert scheidenden Regierenden Bürgermeister Wowereit als letzten Amtsakt zu einem Verbot von Pferdekutschen in Berlin auf

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

(BUP) Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, gab in dieser Woche seinen Rücktritt zum 11. Dezember 2014 bekannt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. appelliert nun an den scheidenden Politiker, als letzten Amtsakt die umstrittenen Pferdekutschen in der Stadt zu verbieten. Angesichts zahlreicher tierschutzrelevanter Vorfälle in den letzten Jahren fordern Bürger, Organisationen und Politiker dieses Verbot schon lange. Die Berliner Behörden berichteten Mitte 2013 von „in letzter Zeit zunehmenden Verstößen gegen die Berliner Leitlinien für Pferdefuhrwerksbetriebe“. Zuletzt war Anfang Juli ein Pferd bei hochsommerlichen Temperaturen vor einer Kutsche am Brandenburger Tor kollabiert. PETA sieht in dem Verbot einen Weg für Klaus Wowereit, sich mit einem positiven Nachhall aus der Berliner Amtszeit zu verabschieden.

„Klaus Wowereits Engagement für Berlin sollte mit einer großherzigen Aktion für den Tierschutz einen glanzvollen Schlusspunkt finden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Mit einem tierfreundlichen Pferdekutschen-Verbot würde er Berlin nochmals seinen Stempel aufsetzen.“

In Berlin betreiben nach Angaben der Behörden 10 verschiedene Anbieter insgesamt 23 Pferdekutschen. Den vor der Kutsche eingespannten Pferden wird dabei jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Unter teilweise extremen Wetterbedingungen ziehen sie eine große Last; das Laufen auf hartem Boden verursacht schmerzhafte Beinprobleme; Scheuklappen behindern ihre Sicht, und den ganzen Tag lang inhalieren sie Abgase und Rauch. Eventuelle Wunden können unter diesen Umständen nur schwer heilen, so dass einige Pferde bei genauem Hinsehen deutliche Blessuren aufweisen.

PETA veröffentlichte Anfang 2014 einen neuen Pferdekutschen-Unfallrekord für 2013 und warnt eindringlich vor Kutschfahrten: Bei mindestens 50 Vorfällen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 5 Menschen und 6 Pferde getötet; 98 Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt.

Quelle: peta.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesUmweltPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.