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Beispielhaftes Projekt im Sinne des europäischen Gedankens: NATURA 2000 Haus eröffnet

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(BUP) Im Nationalpark Unteres Odertal ist heute das NATURA 2000 Haus eröffnet, das neue Nationalpark-Informationssystem der Öffentlichkeit vorgestellt und der druckfrische grenzüberschreitende Reiseführer für das untere Odertal präsentiert worden. Alle Vorhaben wurden im Rahmen eines INTERREG IVA – Projektes mit europäischen Fördermitteln realisiert. „Wir erleben heute hier im unteren Odertal ein Kapitel europäischen Alltags, wie er nicht immer selbstverständlich gewesen ist. Hier wurde ein beispielhaftes EU-Projekt umgesetzt“, so Umweltministerin Anita Tack zur Eröffnung. „Die Verbindung aktiver, ideenreicher Partnerinnen und Partner, wie wir sie mit der Regionaldirektion für Umweltschutz und der Nationalparkverwaltung haben, und die Verfügbarkeit europäischer Fördermittel führen zu Impulsen, die in die ganze Region ausstrahlen.“

Mit Abschluss des INTERREG IVA – Projektes ist der Nationalpark um einige Attraktionen reicher. Dort wo eine alte Turnhalle stand, steht jetzt ein neues Haus mit vielen Angeboten für Besucher und Gäste des Nationalparks Unteres Odertal. Dazu gehört ein perfekt ausgestattetes Wildnislabor, das die Bildungsangebote des Nationalparks für Umwelt und für Nachhaltige Entwicklung für polnische und deutsche Kinder und Jugendliche erweitert und verbessert. Für die Nutzung der Einrichtung sind zielgruppen- und jahreszeitenspezifische Exkursionsangebote erarbeitet worden, mit denen der einzige brandenburgische Nationalpark hautnah erlebt und erfahren werden kann. Im Wildnislabor stehen neben moderner Tagungs- und Konferenztechnik zwei mobile Labortische zur Untersuchung von gesammelten Proben und Kescherfängen zur Verfügung. „Der neue Lernort ist ein weiterer Baustein im Netzwerk zur Vermittlung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung und eine der vielen Möglichkeiten, die von der Landesregierung erarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Brandenburg mit Leben zu erfüllen“, sagt Tack.

Im NATURA 2000 Haus hat ebenfalls der vom Verein Umweltwerkstatt Unteres Odertal betriebene Nationalparkladen sein neues Domizil. Angebote und Produkte zum Nationalpark können nun mit einem umfangreichen Sortiment auf 100 Quadratmetern präsentiert werden. Der Nationalparkladen wird mit einer kleinen Nationalparkbibliothek auch eine Ruhe- und Informationsinsel für Besucher bieten.

Mit der Errichtung des NATURA 2000 Hauses ist es gelungen, den Charakter des historischen Gutshofensembles wieder herzustellen. Die große hölzerne Terrasse lädt in den Sommermonaten zu Freiluftveranstaltungen mit Vorträgen und Gesprächskreisen zu Nationalparkthemen ein. Auch für Exkursionseinführungen ist dieser Bereich geeignet. In Kürze werden auch die neuen Büroräume für die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung im Dachgeschoss des NATURA 2000 Hauses fertiggestellt sein.

„Dass beim Bau großer Wert auf Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbelange gelegt worden ist, freut mich“, sagte Tack. So wird das Gebäude mit Erdwärme geheizt und die Wärmepumpe wird mit Ökostrom betrieben. Zur Anwendung kamen umweltfreundliche Baustoffe wie Lehmputz im Dachgeschoss, ein Außenputz der statt Styropor das Gestein Perlite enthält und für die Dämmung sind Holzfasermatten und ISOFLOC eingesetzt worden.
Die Finanzierung der Kosten von rund 1.2 Millionen Euro erfolgte ungefähr je zur Hälfte über das INTERREG-Projekt und aus Landesmitteln.

Neben dem Nationalparkhaus wurde im Rahmen des INTERREG-Projektes das Informationsangebot ausgebaut. So erleichtern neu installierte dreisprachige Informationstafeln Gästen, sich vor Ort über Natur und Landschaft zu informieren. Die auf 18 großen und 27 kleinen Tafeln enthaltenen Übersichts- und Detailkarten sind bei der Orientierung behilflich. Ein neuer Reiseführer in deutscher und polnischer Sprache dient als kompakte Informationsquelle zu Landschaft und Naturausstattung und ist im Nationalparkladen erhältlich. Das 270 Seiten umfassende Taschenbuch enthält eine Fülle wichtiger touristischer Informationen, wobei die drei großen Schutzgebiete im und am Unteren Oderal - der Nationalpark und die beiden polnischen Landschaftsschutzparke Cedynia und Dolina Dolnej Odry - mit ihren Besonderheiten beschrieben werden. Mehr als 500 Fotos und Illustrationen veranschaulichen den Wert und die Vielfalt der Landschaft und machen das Stöbern und Lesen zum Genuss.

Auch die Ausstellung im Nationalparkhaus wurde ergänzt und erweitert. Unter anderen informieren eine neue Medienwand und ein Info-Terminal über die NATURA 2000 Gebiete dies- und jenseits der Oder.

Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Hans-Joachim Wersin-Sielaff
stellv. Pressesprecher
Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
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