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Oderbruch: Besserer Schutz vor Binnen-Hochwasser

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Oderbruch: Besserer Schutz vor Binnen-Hochwasser

(BUP) Vertreter des Brandenburger Umwelt-Ministeriums, des Landkreises und der Gemeinde Letschin haben gemeinsam die fertig gestellten Entwässerungs-Gräben in Ortwig und Sophienthal an den Gewässer und Deichverband Oderbruch übergeben. „Mit großem Engagement haben sich Landrat Gernot Schmidt und Bürgermeister Michael Böttcher für mehr Schutz der Menschen im Oderbruch bei Extremniederschlägen eingesetzt. Mit der heutigen Übergabe der Entwässerungsgräben in Ortwig und Sophienthal wird dies nunmehr in vier Ortschaften erreicht“, sagte Umweltminister Jörg Vogelsänger.

In diesem Jahr konnten bereits die Rohrleitung am Hohen Graben in Dolgelin sowie der Wasserableitung über den Heyengraben in Manschnow fertiggestellt werden. Das Land Brandenburg und die EU finanzierten die vier Projekte mit insgesamt rund 2,37 Millionen Euro - in Sophiental mit 490.000 Euro, in Ortwig mit 750.000 Euro, in Dolgelin mit 744.000 Euro und in Manschnow mit 368.000 Euro.

Das durch Starkniederschläge verursachte Binnenhochwasser 2010/2011 hatte viele Bewohner des Oderbruchs wochenlang in Atem gehalten. Tausende Hektar Fläche waren überflutet. Ganze Siedlungsbereiche standen unter Wasser. Um auf solche Extremsituationen künftig besser vorbereitet zu sein, wird das Gewässermanagement für das Oderbruch ertüchtigt.

Durch neue Entwässerungsgräben und Rückhaltebereiche kann bei extremen Niederschlägen das Wasser künftig schneller aus den betroffenen Siedlungsbereichen abgeleitet werden, so dass Schäden eingedämmt werden.

Erste Planungen in Eigenregie der Gemeinden gab es bereits kurz nach dem Binnenhochwasser 2010/2011. Diese Maßnahmen waren jedoch nach den damals gültigen Zuwendungsrichtlinien nicht förderfähig. Das Umweltministerium erweiterte im Juni 2012 die Förderrichtlinie zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts dahingehend, dass auch kulturbautechnische Maßnahmen zur Minderung der Folgen künftiger Vernässungen durch Extremniederschläge förderfähig wurden.

„Die Baumaßnahmen in Alt Tucheband und Golzow Heimstättensiedlung haben zwischenzeitlich ebenfalls begonnen. Für die noch verbleibenden Vorhaben in Manschnow, Golzow und Hohenjesar laufen die Vorbereitungsarbeiten, so dass dort der Baubeginn im nächsten oder übernächsten Jahr vorgesehen ist “, erklärte Vogelsänger.

Quelle: mlul.brandenburg.de
Bild: pixabay.com

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