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Tack: Wassermanagement im Oderbruch auf gutem Weg

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(BUP) Mit fast 15 Millionen Euro hat die Landesregierung in dieser Legislatur das Wassermanagement des Oderbruchs gefördert. Ein Teil der Gelder floss in die Umsetzung des Sonderprogramms Oderbruch und ein weiterer Teil in die Sanierung wasserbaulicher Anlagen und Maßnahmen an Gewässern II. Ordnung sowie in konkrete Entwässerungsprojekte der Oderbruch-Gemeinden. Darüber hinaus erhielt der Gewässer- und Deichverband Oderbruch (GEDO) 2,3 Millionen für ein automatisiertes Wassermanagementsystem zur Optimierung der hydrologischen Verhältnisse im Oderbruch, um Wasserstände, Grundwasser und Anlagenbetrieb im Oderbruch zentral zu beobachten und die Schöpfwerke zu steuern. "Damit hat die Landesregierung ein Paket wirksamer und nachhaltiger Maßnahmen für die Abflusssteuerung und Abflusssicherung im Oderbruch auf den Weg gebracht, die dazu beitragen, Hochwasserereignissen und Starkniederschlägen wirkungsvoll und situationsangepasst zu begegnen", so Umweltministerin Anita Tack.

Nach dem Binnenhochwasser 2010/2011 hatte die Landesregierung durch Bereitstellung zusätzlicher finanzieller und personeller Kapazitäten die Umsetzung des "Sonderprogramms zur Instandsetzung der Gewässer I. Ordnung im Oderbruch" intensiviert und beschleunigt.

Ende des 1. Halbjahres 2014 waren 24,65 Kilometer der insgesamt 46,75 Kilometer langen zu sanierenden Strecke der Gewässer I. Ordnung fertiggestellt. Von den noch nicht fertiggestellten Abschnitten befinden sich derzeit 10 Einzelmaßnahmen in der Durchführung bzw. im Planfeststellungsverfahren. "Manchem geht das nicht schnell genug, aber ein Planfeststellungsverfahren braucht seine Zeit", so Tack. Sie verweist am Beispiel des Letschiner Hauptgrabens auf Widerstände betroffener Eigentümer aber auch naturschutzfachliche Belange, die zum Teil eine nochmalige Überarbeitung bestehender Planungen erforderten.

Der GEDO hat seit 2010 mit Mitteln des Förderprogramms "Landschaftswasserhaushalt" und im Wege der Aufgabenübertragung durch das Land für insgesamt 3,8 Millionen Euro wasserwirtschaftliche Anlagen saniert und Maßnahmen an Gewässern II. Ordnung durchgeführt. Das vollständig vom Land finanzierte automatisierte Wassermanagementsystem zur Optimierung der hydrologischen Verhältnisse im Oderbruch wird seit Ende 2012 vom GEDO betrieben und soll die optimierte Steuerung der Schöpfwerke im Oderbruch ermöglichen.

Im Jahr 2011 beantragten die Oderbruchgemeinden Letschin, Golzow sowie das Amt Lebus und das Amt Seelow-Land für neun Siedlungsbereiche konkrete Entwässerungsprojekte zur Minderung künftiger Schäden durch Starkniederschläge im Bereich der Ortslagen.

Für vier Projekte (Golzow Kleinbahndamm/Feuerweg, Manschnow-Herzershof/ SchäferstraßeSiedlung, Gorgast Unterdorf, Hohenjesar) liegen noch keine vollständigen Planungs- bzw. Antragsunterlagen vor.

Tack informierte sich heute vor Ort über den aktuellen Umsetzungsstand der Projekte, mit denen im Bedarfsfall überschüssiges Niederschlagswasser aus den Siedlungsbereichen in Manschnow und Letschin abgeleitet werden soll. "Vor dem Hintergrund des Klimawandels und damit verbundener Trockenperioden einerseits und zunehmenden Hochwasserereignissen andererseits, steigen die Anforderungen an die Gestaltung des Wasserhaushaltes im Oderbruch. Der eingeschlagene Weg ist richtig: Nur gemeinsam können wir die Probleme lösen", sagt die Ministerin.

Quelle: mugv.brandenburg.de

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