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Asbest auf der Spur: Immobilien Bremen startet Untersuchung in rund 90 Kindertagesstätten

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(BUP) Seit 1990/91 sind Informationen, in welchem öffentlichen Gebäude das gesundheitsschädliche Material Asbest verbaut worden ist, in einem "Asbestkataster" bei Immobilien Bremen (IB) gespeichert. Diese Erkenntnisse sollen nun mit Blick auf die Verwendung von Asbest in Spachtelmassen und Putzflächen in den Kindertagesstätten der Stadtgemeinde Bremen erweitert werden.

Den Ausschlag dafür gab die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren bei Sanierungsarbeiten in einigen Einrichtungen Asbestfasern auch in Putz und Spachtelmassen entdeckt worden sind. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen des Senatsbauprogramms 2013 beschlossen, eine systematische Untersuchung hinsichtlich dieser Baustoffe einzuleiten.

Dafür entnehmen gegenwärtig Mitarbeiter beauftragter Ingenieurbüros Material-proben in ca. 90 vor 1992 errichteten Kitas, die potentiell in Frage kommen. Die Proben werden anschließend auf Asbestbestandteile hin untersucht. Vorgese¬hen ist, an mehr als 2.500 Stellen Proben zu entnehmen, etwa an Wänden und De¬cken, in Heizkörper- und Fensternischen oder Fliesenspiegeln. Ihre Auswertung soll unter anderem Klarheit darüber schaffen, welche Bauteile unbelastet sind.

Die entsprechenden Informationen, ob Asbest festgestellt wurde oder nicht, gelan¬gen mittels eines Berichtsformulars in das IB-Asbestkataster. Bei normaler Nutzung der Gebäude ist Asbest in fest gebundener Form nicht gefährlich. Die im Kataster gespeicherten Hinweise werden jedoch im Vorfeld anstehender Veränderungen von Gebäuden, etwa bei Umbauten und Bauarbeiten, automatisch abgerufen.

Zur Vorbereitung der nun angelaufenen Probeentnahmen waren im vergangenen Jahr im Rahmen einer Pilotphase sieben Kindertagesstätten untersucht worden. Die während dieses Testlaufs gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der Methodik bilden die Grundlage für die nun begonnene Maßnahme, für die es bislang bundesweit noch keine allgemein anerkannten Regularien und Vorgehensweisen gibt. Bremen betritt damit also Neuland.

Die Untersuchungen in den rund 90 Kitas, die durch das Gesundheits- und das Gewerbeaufsichtsamt begleitet werden, sollen Ende Mai abgeschlossen sein. Die anfallenden Kosten liegen bei ca. 275.000 Euro. Es ist vorgesehen, die Maßnahme im Anschluss in den Grundschulen der Stadtgemeinde Bremen fortzusetzen.

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