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Windenergie: Hessische Landesregierung raubt Nordhessen drei Millionen Euro

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Windenergie: Hessische Landesregierung raubt Nordhessen drei Millionen Euro Marjana Schott - linksfraktion-hessen.de
(BUP) Zur Weigerung der schwarzgrünen Landesregierung, ihre Vergaberichtlinien für Windkraftflächen in Wäldern zu ändern sowie der  Studie des Instituts für dezentrale Energietechnologien (IdE) zur regionalen Wertschöpfung erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: „Mit ihrer Vermarktungspolitik von Waldflächen für Windkraftanlagen durch Hessenforst bevorzugt die schwarzgrüne Landesregierung Großanbieter und Kapitalgesellschaften. Dabei stärken Bürgergenossenschaften und Kommunen beim Bau eines Windparks die Wertschöpfung vor Ort achtmal mehr als externe Projektierer, wie eine Studie des Instituts für dezentrale Energietechnologien diese Woche belegt. Geld für die eigene oder kommunale Kasse fördert darüber hinaus die Akzeptanz für Windkraftanlagen.“

Für eine um drei bis vier Millionen Euro höhere Pacht eines externen Projektentwicklers an das Land Hessen würde auf regionale Einnahmen von etwa 50 Millionen Euro verzichtet, so Schott. Rechne man diese Differenz auf das Potenzial von etwa 270 Windkraftanlagen in Nordhessen hoch, gingen der Region laut der IdE-Studie etwa drei Milliarden Euro verloren.

Schott: „In Hessen bremsen Grüne und CDU die Energiewende aus, im Bund übernehmen das SPD und CDU/CSU mit der EEG-Novelle. In Zukunft wird es für Bürgergenossenschaften und Kommunen nahezu unmöglich sein, Windräder selbst zu betreiben.

Statt die dezentrale Energiewende voran zu bringen, den Klimaschutz und die Kommunen zu stärken, wird den großen Finanzinvestoren der rote Teppich ausgerollt. Das hätte die SPD in der Bundesregierung verhindern können. Zu beklagen ist eine Fehlentscheidung, die nicht nur den Klimaschutz ausbremst, sondern auch die soziale Ungleichheit im Land verstärkt. Sozial geht anders.“

Quelle: linksfraktion-hessen.de

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