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Umweltminister Wenzel: Niedersächsische Naturschutztage etablieren sich als Dialogforum / Schutz von Flora und Fauna und ihrer Lebensräume in Niedersachsen soll gestärkt werden

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(BUP) Der Erhalt der natürlichen Arten und Lebensräume und der Klimaschutz sind zentrale, globale Herausforderungen für den Naturschutz, sagte der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel. Noch immer sei das Engagement für den Natur- und Umweltschutz ein Kampf der Davids gegen die Goliaths dieser Welt, so Wenzel am Montag auf der Veranstaltung Niedersächsische Naturschutztage in Soltau. Im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert sei die Artenvielfalt erheblich zurückgegangen. Durch den voranschreitenden Klimawandel könnten die Artenverluste noch drastisch beschleunigt werden.

Bislang seien intensive Landbewirtschaftung und Pestizideinsatz maßgebliche Ursache für Artenverluste. Auch in Niedersachsen hätten aber längere Vegetationsperioden und veränderte Niederschläge bereits Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Zugvögeln. Künftig könne auch die Versauerung der Meere erhebliche Auswirkungen auf Meereslebewesen und die Nahrungskette des Menschen haben.
Wenzel kritisierte strukturelle und personelle Versäumnisse in vergangenen Legislaturperioden. „Es gibt große Defizite bei der Umsetzung von geltendem Recht. Von der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitete Verfahren wegen unzureichender Umsetzung der Sicherung von Natura-2000-Gebieten und zu hoher Nitrat-Einträge seien dafür exemplarisch. Wenzel: „Wir haben im Missstände geerbt, für deren Reparatur wir sicher noch Jahre benötigen werden!"

Mit dem Haushaltsplanentwurf 2015 sei eine deutliche Aufwertung für den Naturschutz erfolgt. Im Vergleich zu 2014 werde allein an Landesmitteln ein zusätzlicher Beitrag von fast 5,5 Millionen Euro eingeplant. Dies entspricht einer Steigerung um mehr als 25 Prozent, sagte Wenzel. „Der Schutz der Wälder, der Meere und der Böden ist essentiell für die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen. Durch die personelle Stärkung der Landesnaturschutzverwaltung geben wir dafür neue Impulse."
„Die Naturschutztage sind ein wichtiges Dialogforum für neue Ansätze im Naturschutz und eine neue Naturschutzstrategie des Landes Niedersachsen", sagte Wenzel. 250 TeilnehmerInnen von Verbänden, Naturschutzverwaltungen, Stiftungen, Wissenschaft, Land- und Forstwirtschaft und Politik diskutierten künftige Herausforderungen, Lösungsmöglichkeiten und Planungen des Landes. Wichtig sei, Bündnispartner für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu gewinnen. Dazu gehörten insbesondere auch die Landnutzer und die Eigentümer von land- und forstwirtschaftlichen Flächen. „Die Aufgaben sind gewaltig, aber die Stimmung ist gut und von sehr kreativem Engagement geprägt", sagte Wenzel.

Quelle: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

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