Düsseldorf soll eine müllarme Stadt werden. CDU und Grüne haben dazu ein Konzept ausgearbeitet. Das soll am Montag im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorgestellt werden.
Von Hendrik Gaasterland
Die CDU-Ratsfraktion möchte Düsseldorf zur müllarmen Stadt („Zero-Waste-Stadt“) machen. Ein entsprechendes Konzept wird die Union gemeinsam mit den Grünen als ihrem Kooperationspartner in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen am Montag beantragen. Bürgerschaft, private und öffentliche Unternehmen, Kammern, Verbände und lokale Initiativen sollen breit beteiligt werden. Das Konzept für mehr Nachhaltigkeit soll bis Anfang 2023 vorliegen.
„Das ehrgeizige politische Ziel von CDU und Grünen heißt: so wenig Müll wie möglich in Düsseldorf. Dafür wollen wir Stadtverwaltung, Wirtschaft und private Haushalte zum Mitmachen gewinnen“, sagt CDU-Ratsherr Philipp Thämer. So soll in einem ersten Schritt die Stadt mit dem Netzwerk „Zero Waste Europe“ Kontakt aufnehmen.
Dann soll die Verwaltung zusammen mit einem Fachinstitut ein Konzept mit konkreten Maßnahmen zur Abfallvermeidung entwickeln. Als Vorbilder dienen hierbei die Städte Kiel, Köln und München. „Uns ist daran gelegen, dass die breite Öffentlichkeit wie auch alle wichtigen Akteurinnen und Akteure mit ihren Ideen an der Konzepterstellung beteiligt werden. Am Ende soll ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen stehen“, sagt Thämer. Müll gehöre nicht auf den Müll: „Er soll verringert, Stoffe und Materialien sollen wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden.“
Peter Blumenrath (CDU), Vorsitzender des Umweltausschusses, betont: „Düsseldorf wird nur dann Klimahauptstadt, wenn wir es schaffen, neben dem Ausstoß von Treibhausgasen auch die Müllmenge einzudämmen. Weniger Abfälle, mehr Schonung von Ressourcen und dadurch auch weniger Treibhausgas-Emissionen.“
Damit würde in Boden, Wasser und Luft die Schadstoffbelastung gesenkt sowie Menschen und Natur etwa auch vor Mikroplastik geschützt. Das Konzept „Zero-Waste-Stadt“ ist laut Blumenrath ein entschlossener und nachhaltiger Schritt für die Zukunft Düsseldorfs.
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