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„Fridays for Future“ Demonstration in Leipzig – doch wie verhalten sich die Jugendlichen selbst? Bild: EPA
Jugendliche protestieren laut für den Klimaschutz – halten sich jedoch für weniger umweltbewusst als Ältere. Woran liegt das?
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Sie gehen jeden Freitag auf die Straße – und doch hinken sie Vater und Großmutter hinterher. Junge Menschen verhalten sich laut einer aktuellen Studie weniger umweltbewusst als Ältere. Während 41 Prozent der befragten Deutschen nach eigenem Bekunden umweltbewusst leben, sind es in der Gruppe der Vierzehn- bis Dreiundzwanzigjährigen lediglich 33 Prozent.
Zu diesem Ergebnis kommt der Nationale Wohlstandsindex, der vierteljährlich vom Marktforschungsunternehmen Ipsos erhoben wird. Dessen Direktor, Hans-Peter Drews, fasst zusammen: „Zwar ist das Bewusstsein für Umweltfragen bei den Jüngeren in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen, dennoch sind ihnen die Älteren immer noch voraus.“
Allerdings: Dass bei der Befragung weniger junge Leute angaben, im Alltag umweltbewusst zu handeln, könnte auch daran liegen, dass sie selbstkritischer sind als ihre Eltern und Großeltern. „Es ist eine subjektive Einschätzung“, hebt Drews hervor. So würden manche Leute zwar sauber ihren Müll trennen oder weitgehend auf Plastik verzichten – in ihrer Selbsteinstufung jedoch nicht berücksichtigen, dass sie jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren.
Minderjährige steuern hingegen nur selten einen eigenen Geländewagen, eher werden sie darin von den Eltern mitgenommen. Sie könnten auf einen Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad beharren – doch nicht jede Verhaltensänderung liegt in ihrer Hand. So zählen zwar 24 Prozent der jungen Leute die Nutzung erneuerbarer Energien zu ihrem Wohlstandsverständnis und liegen damit über dem Durchschnitt von 15 Prozent. Laut Drews ist aber zu bedenken, „dass viele Jüngere nicht entscheiden können, ob der Haushalt Strom von einem grünen Anbieter bezieht oder nicht“. Jugendliche können sich also teilweise nur dann umweltbewusst verhalten, wenn auch die Eltern mitmachen.
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Zugleich sind es die Jungen, die durch ihre Proteste für Umweltschutz mobilisieren und sensibilisieren. „Ob die Klimastreiks die Ursache sind, können wir nicht sicher sagen, aber wir beobachten, dass im vergangenen halben Jahr der Umweltschutz an Bedeutung gewonnen hat“, sagt Drews. Im Vergleich zu 2017 stieg das Umweltbewusstsein der Jugendlichen und jungen Erwachsenen um sieben Prozentpunkte; damals hatten nur 26 Prozent angegeben, umweltbewusst zu leben. Auch geben in allen Altersgruppen mehr Befragte an, dass für sie Ökologie und Wohlstand zusammenhängen.
Dennoch werden ökologische Aspekte immer noch als weniger wichtig empfunden als ökonomische oder gesellschaftliche Faktoren: Nur 24 Prozent der in einer Zufallsstichprobe ausgewählten 2000 Befragten verbinden ein umweltbewusstes Leben mit dem Begriff Wohlstand. „Als besonders wichtig werden eher ein sicherer Arbeitsplatz, die eigene Gesundheit oder ein tolerantes Umfeld und Meinungsfreiheit empfunden“, so Drews. Das seien alles wichtige Faktoren, sagt der Wissenschaftler, doch: „Wenn eine saubere Umwelt für das eigene Wohlergehen als bedeutender angesehen würde, dann würden die Leute auch umweltbewusster leben.“
Quelle: F.A.Z.
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Ältere leben umweltbewusster
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Jugendliche protestieren laut für den Klimaschutz – halten sich jedoch für weniger umweltbewusst als Ältere. Woran liegt das?
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