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Herausgegeben von Gerald Braunberger, Jürgen Kaube, Carsten Knop, Berthold Kohler
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Wird es so voll wieder werden? Herausforderungen gibt es genügend Bild: dpa
Viele neue Studiengänge widmen sich im kommenden Wintersemester den Trendthemen Klimaschutz, Umwelt und Ressourcenschonung. Sieben Beispiele zu neuen und nachhaltigen Studienmöglichkeiten.
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Bachelor „Driving Sustainable Change“ an der Universität zu Köln
Der Studiengang will der „Greta“-Generation eine Heimat bieten – das lässt sich schon am Namen ablesen. Die Inhalte sind weniger offensichtlich: Es ist ein VWL-Studiengang sozialwissenschaftlicher Richtung mit Management-Elementen, der den Studierenden ermöglichen soll, Ursprünge und Folgen des Klimawandels und sozialer Ungleichheit zu durchdringen. „Es ist wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzen, wie wir in unserer Gesellschaft zusammen leben wollen“, sagt Nicole Naeve-Stoß, die das Mentoring-Programm des Studiengangs leiten wird. Der Unterricht soll auf Englisch und in Kleingruppen stattfinden; jeder Studierende verpflichtet sich, mindestens ein Semester ins Ausland zu gehen.
Bachelor „Wirtschaftsingenieur-wesen“ an der TU Hamburg
Neu ist das Fach „Wirtschaftsingenieurwesen“ ja wirklich nicht, aber die TU Hamburg will sich bei ihrem Studiengang nicht nur auf die Themen Logistik und Mobilität konzentrieren, sondern auch lehren, wie die angehenden Ingenieure und Ingenieurinnen Lieferketten, autonome Fahrzeuge, Drohnen und Elektroautos möglichst umweltfreundlich ausrichten können. „Die Studierenden zu befähigen, die Mobilität von Menschen und Gütern von morgen nachhaltig zu gestalten“, nennt die Studiengangsleiterin Heike Flämig das. Dabei stehen Fächer wie Mechanik, Ethik und Technik und Verkehrsplanung auf dem Lehrplan. Hört sich sperrig an, aber die TU hat sich ein nett klingendes Kürzel für ihren neuen Studiengang ausgedacht: „WILUM“.
Bachelor „Nonprofit und NGO-Management“ an der Hochschule Trier
Auch in diesem neuen Studiengang am Umweltcampus der Hochschule Trier soll es darum gehen, zu lernen, Lösungen für die größten Probleme unserer Zeit zu finden. Aber dabei werden sich die Studierenden auf ein zukünftiges Einsatzgebiet in Vereinen, Stiftungen und Verbänden konzentrieren. Die Deutsche Umwelthilfe und der Global Nature Fund haben schon eine Kooperation mit der Hochschule unterschrieben. „Da in den kommenden Jahren verstärkt NGO-Führungskräfte in den Ruhestand gehen, setzen wir auf gut ausgebildeten akademischen Führungsnachwuchs“, sagt Studiengangsleiter Klaus Rick. Der Professor für Umweltwirtschaft und seine Kolleginnen und Kollegen werden – neben vielen anderen Aspekten – Klimaschutz-Management, Fundraising und europäisches Umweltrecht lehren.
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Bachelor „Sustainable Engineering of Products“ an der TU Braunschweig
Die Prozesse, die es ermöglichten, günstige Wärme, Strom oder auch Medikamente zur Verfügung zu stellen, haben dem Westen großen Wohlstand beschert. Nachhaltig sind sie nicht immer. Deswegen will dieser neue Studiengang an der TU Braunschweig lehren, die Lebenszyklen von Produkten in ihrer Gesamtheit in den Blick zu nehmen und umweltfreundliche Ansätze in der Energieversorgung und Verfahrenstechnik zu entwickeln. „Angesichts der gewaltigen Herausforderung des Klimawandels sind Ingenieurinnen und Ingenieure mit ganzheitlichem Denken gefragt“, sagt der zuständige Professor Georg Garnweitner. Weil der Klimawandel internationale Zusammenarbeit erfordert, ist auch der Studiengang entsprechend ausgerichtet: In den ersten Semestern werden die Veranstaltungen auf Englisch und Deutsch angeboten, danach ist ein Wechsel zwischen den Sprachen geplant.
Bachelor „Informatik und Nachhaltigkeit“ an der Universität Würzburg
Mit der Namensfindung hat man sich bei diesem neuen Studiengang nicht lange aufgehalten – es gibt schließlich entscheidendere Herausforderungen auf diesem Planeten. Studierende sollen hier lernen, wie sie energieeffiziente IT-Systeme aufbauen und wie die Informatik selbst dabei helfen kann, neue Technologien zum Bremsen des Klimawandels zu entwickeln. Deswegen stehen auch Veranstaltungen zur Fernerkundung der Erdoberfläche und zur Entwicklung von biologischen Modellen auf dem Lehrplan.
Master „Climate, Earth, Water, Sustainability“ an der Universität Potsdam
Wenn die Aktivisten von „Fridays for Future“ fordern: Hört auf die Wissenschaft – dann meinen sie Absolventen von Studiengängen wie diesem hier. Der Master mit der Abkürzung „CLEWS“ kooperiert unter anderem mit dem Institut für Klimafolgenforschung. „Gemeinsam bilden wir die dringend benötigten Fachleute für den Klima- und Umweltschutz aus“, sagt der Vizepräsident der Uni Potsdam, Andreas Musil. Neben der Geschichte des Klimawandels und seinen Dynamiken stehen auch Energiepolitik und Wissenschaftskommunikation auf dem Lehrplan. Das gesamte Studium findet auf Englisch statt.
Master „Agrarbiologie“ an der Universität Hohenheim
„Umweltschutz, Pflanzenzüchtung, Landesplanung, Lebensmittelproduktion, Qualitätsmanagement . . .“ – Studiengangsleiter Andreas Schaller könnte wahrscheinlich noch Dutzende Bereiche aufzählen, in denen er seine Studierenden später einmal sieht. Der Master soll es ihnen ermöglichen, nicht mehr nur in den klassischen Disziplinen zu denken, die die Agrarwirtschaft bestimmt haben, bevor der Klimawandel als drängendes Problem erkannt wurde. Belegen können sie dabei Module wie „Biodiversität und ökologische Interaktionen“ oder „Das Mikrobiom in Interaktion mit Tier, Pflanze und Boden“. Die Erforschung der Kleinstlebewesen in Hohenheim soll am Ende dabei helfen, die Fütterung von Nutztieren zu optimieren und den Einsatz von Antibiotika zu verringern.
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