Glauber: Gemeinsam gegen die Plastikberge / Jeder kann Konsummüll vermeiden

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Glauber: Gemeinsam gegen die Plastikberge / Jeder kann Konsummüll vermeiden Thorsten Glauber - thorsten-glauber.de
(BUP) Bayern will die Abfallmengen weiter reduzieren und wirbt für einen bewussten Verzicht auf Plastik im Alltag. Ziel ist, unnötigen Plastikmüll und die Verschmutzung der Natur zu vermeiden und anfallenden Abfall bestmöglich zu verwerten. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute zum Start der Europäischen Woche der Abfallvermeidung. Glauber: "Der zunehmende Plastikmüll betrifft Mensch und Umwelt. Gerade in den Städten werden Plastikabfälle zu einer wachsenden Herausforderung. Das Zeitalter der Wegwerfgesellschaft muss beendet werden. Jedes weitere Plastikteilchen in der Umwelt ist eines zu viel. Nur gemeinsam können wir Weltmeere, Binnengewässer und unsere Landschaften von den Plastikbergen befreien. Jeder kann selbst etwas gegen Konsummüll tun. Dafür wollen wir die Bevölkerung sensibilisieren." Bayern setzt dabei auf Aufklärung und Beratung zur Vermeidung von Plastikmüll, auf eine Änderung des Alltagsverhaltens und regionale Konzepte zur Müllvermeidung. Bayern hat in diesem Zusammenhang einen Leitfaden zur Erstellung kommunaler Abfallvermeidungskonzepte erstellen lassen. Beispielsweise kann im Alltag an vielen Stellen der Einsatz von Kunststoffen reduziert werden: beim Verzicht auf Plastiktüten zugunsten von Stofftaschen oder Flechtkörben oder der Nutzung von mehrfach verwendbaren Behältern statt Einweglösungen. Gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Verbänden hat das Umweltministerium einen Runden Tisch gegen die Flut von Einwegbechern ins Leben gerufen.
 
Auch im Wirtschaftskreislauf sollen Ressourcen zukünftig noch punktgenauer eingesetzt werden. Glauber: "Wir brauchen eine Rohstoffwende. Das Wirtschaftswachstum muss noch weiter vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden. Unser Ziel ist eine Wirtschaft möglichst ohne Abfälle. Dafür investieren wir in hochkarätige Forschung." In einem Maßnahmenpaket hat der Freistaat mehrere Handlungsschwerpunkte zur Plastikvermeidung festgelegt: So soll das erfolgreiche Bayerische Ressourceneffizienz-Zentrum weiter gestärkt werden. Um Ersatzprodukte für Kunststoff herzustellen, treibt Bayern außerdem die Forschung für Biokunststoffe, die vollständig biologisch abbaubar sind, voran. Auch das Recycling im Inland sowie die Recyclingqualität sollen gestärkt werden. Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld sind Öffentlichkeitsarbeit und Informationsoffensiven, insbesondere zusammen mit der Wirtschaft.
 
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz - www.stmuv.bayern.de

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