Scharf: Klarheit für Schmutzwasser / Bericht zur kommunalen Abwasserentsorgung gibt gute Noten

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Scharf: Klarheit für Schmutzwasser / Bericht zur kommunalen Abwasserentsorgung gibt gute Noten Ulrike Scharf - stmuv.bayern.de
(BUP) Bayern ist bei der Qualität der Abwasserreinigung im deutschland- und europaweiten Vergleich gut aufgestellt. Das zeigt ein Lagebericht zur kommunalen Abwasserentsorgung. Dazu betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München: "Sauberes Wasser ist die Grundlage für gesellschaftlichen Wohlstand. Jedes Jahr fallen in Bayerns Gemeinden rund 1,8 Milliarden Kubikmeter Abwasser an. Das entspricht in etwa dem Volumen des Ammersees. Diese Abwassermenge wird in Kläranlagen gereinigt. Kläranlagen leisten damit einen bedeutenden Beitrag zum Schutz der Gewässer. Freistaat und Kommunen arbeiten beim Gewässerschutz seit Jahrzehnten erfolgreich zusammen." So beträgt in Bayern die Reinigungsleistung beispielsweise bei Stickstoff über 77 Prozent, bei Phosphor rund 87 Prozent.

Das Abwasser von 12,1 Millionen Menschen in Bayern wird in knapp 2.600 Kläranlagen gereinigt. Hinzu kommt das Abwasser der angeschlossenen Industrie- und Gewerbebetriebe. 97 Prozent der bayerischen Bevölkerung sind an öffentliche Abwasseranlagen angeschlossen, lediglich 3 Prozent der Bevölkerung an private Kleinkläranlagen. Sie müssen die gleiche Reinigungsleistung erbringen wie kleine kommunale Anlagen. Scharf: "Funktionierende Kanäle und Kläranlagen sind ein Garant für den Schutz der Gesundheit und der Gewässer – selbst bei extremen Wetterverhältnissen wie im vergangenen Jahr. Alle großen Seen in Bayern haben Badegewässerqualität, auch dank der über 300 Kilometer Ringkanäle, die mehr als 20 Seen von Abwassereinleitungen freihalten."

Um den heutigen Stand der Abwasserentsorgung zu erreichen, wurden in Bayern bisher insgesamt 35 Milliarden Euro von den Städten und Gemeinden investiert. Der Freistaat hat hierzu rund 9 Milliarden Euro an Fördermitteln beigesteuert. Das Umweltministerium wird außerdem ein Förderprogramm auflegen, mit dem Kommunen für die Sanierung von Abwasseranlagen in Härtefällen eine staatliche Förderung erhalten können.

Quelle: stmuv.bayern.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesUmweltPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.