Scharf: Schutz der einzigartigen Naturvielfalt in Bayern / "Grüne Engel" an Natura 2000-Partner verliehen

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Scharf: Schutz der einzigartigen Naturvielfalt in Bayern / "Grüne Engel" an Natura 2000-Partner verliehen Ulrike Scharf - stmuv.bayern.de
(BUP) Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine gesamtstaatliche Aufgabe von herausragender Bedeutung. Damit werden unersetzbare Leistungen der Natur für den Menschen gesichert und für Jedermann erlebbar erhalten. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute bei der Auszeichnung von elf Natura 2000-Partnern, die sich mit großem Engagement und auf ganz unterschiedliche Weise für das Europäische Schutzgebietsnetz einsetzen. "Wir tragen große Verantwortung für das einzigartige Naturerbe in Bayern. Der Schutz unserer Natur ist weit mehr als ökologischer Denkmalschutz. Er ist auch weitsichtige Daseinsvorsorge. Wir wollen die Natur als wertvolle ökologische Ressource und als Erlebnis- und Erholungsraum erhalten. Das ökologische Netz Natura 2000 ist dabei eine tragende Säule für den Naturschutz in Bayern und Europa. Heute stellen wir die Menschen in den Fokus, die sich oftmals bereits seit der ersten Stunde für Natura 2000 engagieren. Ihr unermüdlicher Einsatz hat wesentlich zum Erhalt unseres bayerischen Naturerbes beigetragen. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat und den Menschen vor Ort ist der beste Garant für erfolgreiche Naturschutzarbeit", so Scharf. Den heute gewürdigten Natura 2000-Partner kommt eine wichtige Rolle bei der Akzeptanz von Natura 2000 in Bayern zu. Sie engagieren sich in den verschiedensten Bereichen, um die Idee von Natura 2000 und den Mehrwert für die Menschen zu vermitteln.

Natura 2000 bezeichnet ein zusammenhängendes Netzwerk an Fauna-Flora-Habitat-(FFH-) und Vogelschutzgebieten in der Europäischen Union. Zweck ist der länderübergreifende Schutz europäisch bedeutender, oft gefährdeter wildlebender Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. Es ist eines der weltweit größten Projekte zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Bei der Umsetzung der konkreten Maßnahmen in den verschiedenen Gebieten werden alle Beteiligten an einem Runden Tisch eingebunden. Dort werden die Maßnahmen vorgestellt, Umsetzungswege diskutiert und staatliche Fördermöglichkeiten – beispielsweise das Vertragsnaturschutzprogramm – aufgezeigt. So fließen mit rund 20 Millionen Euro jährlich rund die Hälfte der Mittel aus dem Vertragsnaturschutz in die Natura 2000-Gebiete und honorieren so die Leistungen der Land- und Forstwirte für den Natur- und Artenschutz. Scharf: "Der bayerische Dreiklang im Umweltschutz setzt auf Kooperation, Freiwilligkeit und Ehrenamt. Auf diesem Weg schaffen wir ein zukunftsfähiges und lebenswertes Bayern und erhalten gemeinsam unsere kostbaren Naturschätze."

Mit der Auszeichnung "Grüner Engel" wird seit 2011 das langjährige und besondere Engagement im Naturschutz gewürdigt. Schätzungen beziffern den wirtschaftlichen Wert der ehrenamtlichen Leistungen im Naturschutz in Bayern auf jährlich rund 23 Millionen Euro.

Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

1 Kommentar

  • Walter Schrapp

    Schade, dass die Ministerin wie üblich so spät kam, dass sie nicht gehört hat, was die Verbände zuvor bemängelt haben. Dann hätte sie vielleicht ihrer Verwaltung mehr Dampf machen und vor allem mehr Stellen im Naturschutz fordern müssen. Denn Natura 2000 kann man nicht nebenher oder nur mit Zeitverträgen machen. Thüringen und Baden-Württemberg machen es uns vor, wie man Schwung reinbringt. Die windelweiche Verordnung ist außerdem auch nicht sehr hilfreich. Am schlimmsten ist aber die restriktiv-defensive Haltung des Ministeriumsapparats. So gewinnt man sicher keinen Wiesenblumenstrauß oder erhält gar die biologische Vielfalt in Bayern!

    Walter Schrapp Freitag, 02. Juni 2017 23:36 Kommentar-Link

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