DTV-Statement zur EU-Pauschalreiserichtlinie

Sondermeldung*

„Tourismusorganisationen, die als Reisevermittler tätig sind, können nun endlich aufatmen: Die Gefahr, beim Zusammenstellen und Abrechnen der sogenannten ‚verbundenen Reiseleistungen‘ versehentlich wie ein Reiseveranstalter zu haften, ist gebannt. Statt aufwendig jede Reiseleistung einzeln und getrennt voneinander zu bezahlen, soll am Ende ein gemeinsamer Bezahlvorgang stehen. Jedem Kundengespräch soll zudem ein neutrales Beratungsgespräch vorangehen. Damit ist diese Kuh vom Eis“, sagt Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). Gestern hatte Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, auf einer...

Wölfe in Bayern schützen - Vernünftiges Wolfsmanagment statt Panikmache

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Wölfe in Bayern schützen - Vernünftiges Wolfsmanagment statt Panikmache Herbert Woerlein - bayernspd-landtag.de
(BUP) SPD-Tierschutzsprecher Woerlein: Anstatt die stark gefährdeten Tiere abzuschießen, sollten Bauern, deren Nutztiere gerissen werden, fair entschädigt werden. Der tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Herbert Woerlein fordert ein vernünftiges Wolfsmanagment in Bayern. Hintergrund: Die CSU hat heute (02.02.2017) im Umweltausschuss zusammen mit den Stimmen der Freien Wähler einer Herabsetzung der Schutzstandards für Wölfe zugestimmt. Das heißt, dass die Tiere zukünftig von Jägern abgeschossen werden dürfen. Ein entsprechender Gegenantrag der SPD-Fraktion wurde abgelehnt. "Der Wolf wurde vor 150 Jahren in Bayern ausgerottet. Dass er jetzt zurückkommt, ist doch eine höchst erfreuliche Nachricht. Deutschlandweit gibt es im Moment etwa 65 Wolfsrudel, Platz wäre für bis zu 450 Rudel", unterstreicht Woerlein. "Der Wolf ist höchst menschenscheu. Was die CSU hier betreibt, ist reine Panikmache!"

Ein Problem sei aber tatsächlich, dass der Wolf in Ausnahmefällen Nutztiere reiße, erklärt der SPD-Abgeordnete: "Wegen dieser seltenen Fälle die Tiere aber wieder komplett aus Bayern zu vertreiben, halte ich für vollkommen überzogen." Stattdessen solle es Entschädigungszahlungen für die betroffenen Bauern geben, schlägt Woerlein vor. "Der Staatsregierung würden dadurch noch nicht einmal extra Kosten entstehen. „Die Entschädigungszahlungen können nämlich ohne Probleme aus einem Fonds gedeckt werden. Dieser würde durch Spenden von Tier- und Umweltorganisationen gespeist. In Österreich und der Schweiz wird das sehr erfolgreich so praktiziert."

Quelle: bayernspd-landtag.de

2 Kommentare

  • Peter Herold

    Lieber Herr Homburg,

    wenn alle unsere Kolleginnen und Kollegen (bin Bio-Milchziegenhalter aus BaWü) so vernünftig wären wie Sie, wäre alles gewonnen! Der Wolf hat - wie alle wildlebenden heimischen Tier- und Pflanzenarten - ein Existenzrecht jenseits jeglicher Überlegungen, ob er für uns Menschen nützlich, schädlich oder wurscht ist. Wir müssen endlich lernen, mit mit der Natur zu arbeiten, anstatt gegen sie. Herdenschutz ist dabei im Falle Wolf (Bär und Luchs) das A und O. Hier muss gezielt gefördert, beraten und ausgebildet werden, damit erst gar keine Risse vorkommen. Das erfordert eine grundlegende Neuorientierung der Agrarpoltik. Dis CSU sollte sich lieber dafür einsetzen, dass Schäfer und Landwirte in unserem Land wieder von ihrer Hände arbeit gut leben können, dass sie ihre Produkte absetzen können, dafür fair bezahlt werden und in bayerischen Supermarktregalen z.B. bayerisches Lammfleisch liegt, nicht das aus Neuseeland. Aber das erfordert natrürlich etwas mehr Kompetenz als die von der CSU gewohnten Stammtischparolen.
    Die Herabsetzung des Schutzstandards durch die CSU führt übrigens mitnichten dazu, dass die Wölfe jetzt geschossen werden dürfen! Gottlob hat die CSU da wenig zu melden - was auch auf den meisten anderen Politikfeldern besser wäre!

    Peter Herold Montag, 06. Februar 2017 09:11 Kommentar-Link
  • Chris Homburg

    Ich bin Mutterkuhhalter in Oberfranken, habe meine Zäune aufgerüstet und arbeite bereits mit Herdenschutzhunden. Ich möchte von niemandem eine Entschädigung im Rissfall, ich will einen Riss durch geeigneten Herdenschutz verhindern.
    Ich hätte gern Unterstützung bei einem tatsächlich präventivem Herdenschutz gehabt. Herdenschutz ist teuer, Herdenschutz ist extrem zeit- und arbeitsaufwändig. Herdenschutz braucht Vorbereitungszeit. Zäune müssen gebaut und Betriebsabläufe angepasst werden. Herdenschutzhunde wachsen auch nicht auf Bäumen und benötigen eine Ausbildungszeit von 2 Jahren.
    Herdenschutz muss JETZT gefördert werden und nicht erst dann, wenn die Wölfe sich schon etabliert haben.

    Chris Homburg Freitag, 03. Februar 2017 21:20 Kommentar-Link

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