Pelztier-Petition: Kennzeichnung verbessern und Farmen in Deutschland schließen

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Pelztier-Petition: Kennzeichnung verbessern und Farmen in Deutschland schließen Peter Meiwald - peter-meiwald.de - Rainer Christian Kurzeder
(BUP) Die Petition „Kennzeichnungspflicht von Echtpelzprodukten“ wurde heute im Petitionsausschuss beraten. Dazu erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Tierschutz- und Verbraucherpolitik, und Peter Meiwald, Mitglied im Petitionsausschuss: Wir begrüßen die Petition ausdrücklich. Die Kennzeichnung von Pelzprodukten muss dringend verbessert werden - Tierart, Herkunftsland und die Art der Haltung müssen klar benannt werden. Verbraucherinnen und Verbraucher haben beispielsweise ein Recht zu erfahren, ob Teile einer Mütze oder Jacke aus Fell sind, das von eingepferchten Füchsen aus Russland oder China stammt. Die Koalitionsfraktionen aus CDU/CSU und SPD machen es sich viel zu einfach, wenn sie in der heutigen Sitzung diese Petition nun einfach an die Bundesländer abschieben. Die Forderung von knapp 60.000 Bürgerinnen und Bürgern, die diese Petition unterschrieben haben, darf nicht ignoriert werden. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht. Sie muss sich ein Beispiel an der Schweiz und Österreich nehmen, wo es deutlich bessere Kennzeichnungsregelungen für Importprodukte und ein Haltungsverbot für Tiere zur Pelzerzeugung gibt.
 
Rund 90 Prozent der Menschen in Deutschland lehnen Echtpelz ab. Sie wollen keine Jacke mit Pelzbesatz oder Bommel aus Echtpelz. Doch Pelz und Kunstpelz sind oft nicht mit bloßem Auge voneinander unterscheidbar. Da ist es besonders fatal, wenn bei der Kennzeichnung getäuscht wird oder diese ganz fehlt. Daher ist eine Konkretisierung der Vorgaben notwendig. Zusätzlich fordern wir gemeinsam mit den Tierschutzorganisationen seit Jahren ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland. Der Bundesrat hat dies vor über eineinhalb Jahren auch gefordert. Die Bundesregierung muss endlich liefern.
 
Quelle: gruene-bundestag.de

1 Kommentar

  • Ninja Winter

    Wenn man überlegt, wie lange für ein Verbot von Robbenpelz gebraucht wird... 30 oder 40 Jahre?!
    Dann könnte sich die Regierung nach 1,5 Jahren wirklich ein Denkmal setzen.
    Bitte tun sie JETZT was. Es kostet sie nichts und die Lobbyisten werden sich die Köpfe einrennen. Jeder gewinnt. Mensch wie Tier. Und die Menschen, die vor Ort die Tiere so misshandeln und töten müssen, werden auch besser schlafen können. Das so eine Arbeit nicht spurlos an einer grundsätzlich reinen Seele vorbei geht, dürften jedem klar sein. Egal ob es Mitarbeiter im Schlachthof oder auf einer Pelzfarm sind.
    DANKE, dass Sie etwas tun wollen!

    Ninja Winter Freitag, 24. März 2017 09:44 Kommentar-Link

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